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Der 16. außerordentliche Filmkongress des Hofbauer-Kommandos findet von 6. bis 8. Januar 2017 statt.

 

 

Dauerkarten können ab sofort unter reservierung(at)kommkino.de reserviert werden

 

 

Freitag

17:00 Dirty Love (Joe D'Amato, 1988)

21:15 Der Liebe auf der Spur (Folge 1 - 4)

23:45 "Der stählerne Überraschungsfilm"

2:00 Delizia (Joe D‘Amato, 1986)

 

Samstag

14:00 Verbotene Spiele auf der Schulbank (Jürgen Enz, 1980)

17:00 Syrtaki – Erotik ohne Maske (Giorgos Papakostas, 1966)

21:15 Der geheimnisvolle Filmclub Buio Omega präsentiert: Einen japanischen Überraschungsfilm

23:30 Der geheimnisvolle Filmclub Buio Omega präsentiert: Einen amerikanischen Überraschungsfilm

01:30 Mit der Pille umso toller (Joe D'Amato, 1977)

 

Sonntag

14:00 Verflixt nochmal... wer hat, der hat (José Miziara, 1978)

16:00 Das Bad auf der Tenne (Volker von Collande, 1943)

21:15 Nackte Eva (Joe D‘Amato, 1976)

23:30 Immer wenn es Nacht wird (Hans D. Bove, 1961)

2:00 Left-handed (Jack Deveau, 1972)

 

Einzelkarte: 6,-

Tageskarte: 20,-

Dauerkarte: 40,- 

 

Was ist das überhaupt, der außerordentliche Filmkongress des Hofbauer-Kommandos?

"Der Hofbauer-Kongress findet im KommKino statt, einem kleinen Nürnberger Programmkino in Bahnhofsnähe. Zumindest während der Veranstaltungstage kann dort vom Kinosterben nicht die Rede sein: Das Foyer und sämtliche raucherfreundlichen Orte sind gut gefüllt mit Kino- und Filmmaterialbegeisterten, die über die Jahre ihren eigenen Jargon ausgebildet haben und schon vor dem offiziellen Startschuss nicht anders können als über Kommendes und Vergangenes zu fachsimpeln, über Wiederentdecktes, Heißgeliebtes, Durchlittenes. Nur Vergessenswertes scheint es hier nicht zu geben. Die Atmosphäre dabei: nicht akademisch, nicht machohaft trotz des eindeutigen Männerüberschusses. Eher wie eine ausgelassene Klassenfahrt, nur ohne hierarchische Grüppchenbildung; dafür mit viel Liebe, Wissen, Euphorie." (Katrin Doerksen)

"Es geht eigentlich um eine Neueinschätzung von Filmgeschichte. Verfemte oder „illegitime“ Filme stehen im Mittelpunkt. Man nähert sich ihnen mit einer lustvollen, neugierigen Haltung jenseits der als gültig erachteten, überlieferten Parameter der Filmgeschichte. Was aber erfrischend un-tarantino-esk ausfällt. [...] Befasst man sich derart konzentriert mit Filmen, die eine snobistische Cinephilie keines Blickes würdigen würde, wird der eigene Blick ziemlich frei. Man merkt erst, wie diskursiv verstellt der Zugriff auf Filmgeschichte oft ist und was es jenseits der üblichen Sortierungen zu entdecken gibt. [...] Die Kongressvorführungen [zählen] zu den lebendigsten, fröhlichsten und unzynischsten, die ich je erlebt habe." (Thomas Groh)

"Die Kongresse richten ihren kundig liebevollen Blick auf Filme, die oft seit Jahrzehnten unbeachtet oder gar verfemt waren. Manche sind so kurios, abseitig und unperfekt wie B-Seiten von Single-Schallplatten. Manche sind sie aber auch einst viel geliebte Kostbarkeiten, deren Neuentdeckung lange reif war. [...] Es ist ein Wechselbad der Gefühle, eine Mentalitäts-Experience, eine Zeitreise durch die unterdrückt erregte, schwarzweiße Beklommenheit der frühen Sechziger Jahre, den schwimmtierbunten Pop der Sixties, die fantasievolle, entgrenzende Wildheit der Seventies, die klobige Aufgetakeltheit der Achtziger Jahre. [...] Über Filme schreiben viele der Besucher. Vertreter nahezu jedes relevanten deutschen cinephilen Print- oder Onlinemagazins tummeln sich auf den Kongressen." (Silvia Szymanski)

"Ein weiterer zentraler Aspekt: Die Kongressfilme zählen auch in materieller Hinsicht zu den Vergessenen des Kinos. Das Hofbauer-Kommando führt seine Entdeckungen, so weit möglich, als 35-mm-Kopien vor. Schon deshalb, weil die meisten dieser Filme nie digitalisiert wurden und – angesichts der geringen Mittel, die derzeit dafür zur Verfügung stehen – es wohl auch nie werden; die warten in den hinteren Regalen der Archive auf ihren endgültigen Verfall. Man sieht da, ganz buchstäblich, einem Teil der Filmgeschichte beim Sterben zu, teils in immer noch beglückend leuchtenden Farben, teils aber auch durch rotstichige Schlieren hindurch." (Lukas Foerster)