Filmament-Sondersichtung Nr. 15: Frischfleisch

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Kategorie
Filme
Date
Freitag, 8. Mai 2026 21:15

Filmament-Sondersichtung Nr. 15: Frischfleisch

D 2007, 100 Min., R.: Gerhard Faul, D.: Tobias Rosen, Christin Balogh, Lutz Glombeck, Michael Bang

Diese Satire von Gerhard Faul wurde 2007 gedreht, lief bei mehreren Filmfestivals und wurde in jedem Programmkino in Nordbayern gezeigt. Tiefgründig und humorvoll hinterfragt Gerhard Faul mit ‚Frischfleisch‘ intolerantes ideologisches Denken und Handeln.

Für die beiden Hauptdarsteller Christin Balogh und Tobias Rosen bedeutete die Mitwirkung bei Frischfleisch den Beginn der Karriere bei Film und Fernsehen.

Piet arbeitet im Schlachthof. Sein Chef Hans-Friedrich Pichlstein ist leidenschaftlicher Jäger. Zur großen Treibjagd wird die ganze Belegschaft zwangsverpflichtet. Nur unwillig opfert Piet sein Wochenende. Tierschützer tauchen auf und behindern die Jäger. Unter ihnen ist Sabine. Es kommt zum Kampf zwischen Tierschützern und Jagdgesellschaft. 
Piet nutzt die Gelegenheit und macht sich aus dem Staube. Auf dem Heimweg trifft er auf Sabine. Sabine hat sich den Fuß verstaucht. Piet hilft ihr. Beide verabreden sich. Piet verheimlicht Sabine seine Berufstätigkeit im Schlachthof und dass seine Eltern eine kleine Metzgerei betreiben.
Sabine macht eine Ausbildung zur Erzieherin und leistet ein Praktikum im Kindergarten ab. Sabine ist nachts mit ihren Tierfreunden im Wald unterwegs und sägt Jägersitze um. Jäger Pichlstein glaubt eine Rotte Wildschweine vor sich und drückt ab. Doch er trifft Tierfreund Jürgen ins Gesäß.
Sabine ist Vegetarierin und wohnt mit Feministin Hiltrud zusammen. Bei seinem ersten Besuch in der Frauen-Wohnung tappt Piet in Fettnäpfchen. 
Sabine interessiert sich für fernöstliche Lehren. Piet begleitet Sabine zur Meditation mit Guru Swami Sadhu Baba - einem Deutschen mit Indienerfahrung. Sabine leiht sich das Auto von Piet, um an einem Seminar mit dem Guru auf dem Land zu teilzunehmen. Doch Swami Sadhu Baba interessiert sich für Sabines körperlichen Reize und will ihr an die Wäsche. Da naht Rettung aus der Luft.
Die Tierschützer planen in der Nacht Schweine aus einem Tiertransporter auf dem Schlachthofgelände von Pichlstein zu befreien. Sabine bittet Piet um Unterstützung. Mit Piets Hilfe gelingt die Aktion. Am nächsten Tag sind Polizei und Pichlsteins Arbeiter damit beschäftigt die in der Landschaft herumtollenden Schweine wieder einzufangen. 
Kommissar Ribbenmeyer nimmt die Ermittlungen auf und verfolgt die Spur der Tierfreunde.

"Ein Heimatfilm aus Franken mit dem unwiderstehlichen Charme einer Low-Budget-Produktion. Regisseur Gerhard Faul schickt den etwas unbedarften Piet in eine Lesben-WG mit Sitzpinkler-Gebot, zu Technopartys, zum Mantrasingen, sogar zu einer nächtlichen Schweinebefreiungsaktion. Schnitt und Kamera sind stimmig. Ein erfrischendes Spielfilmdebüt der etwas anderen Art." (tip Berlin Magazin)

"Der Regisseur erinnert sich noch gut, wie Autonome die Volxküche des einstigen Kulturzentrums KOMM stürmten und den Topf mit dem Essen für Arme ausschütteten, weil es an diesem Abend Schlachtschüssel gab." (Nürnberger Zeitung)

 
 

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