Nahaufnahme

nahaufnahmen
Kategorie
Filme
Date
Freitag, 1. Mai 2026 21:15

Nahaufnahme

OT: Inserts, GB 1975, 117 Min., dF, 16mm, R.: John Byrum, D.: Richard Dreyfuss, Jessica Harper, Bob Hoskins

Hollywood, in den 1930er-Jahren. In seiner heruntergekommenen Villa verschanzt sich der einst als Genie gefeierte Regisseur „Boy Wonder“ (Richard Dreyfuss). Er weigert sich, den Aufstieg des Tonfilms zu akzeptieren. Stattdessen inszeniert er mit einem kleinen Team schmuddelige Pornofilme für den Schwarzmarkt - und behandelt diese wie filmische Meisterwerke. Als eine neue Darstellerin eintrifft, gerät das fragile Gebilde aus Arroganz, Sucht und künstlerischem Wahn jedoch ins Wanken. Und was als Drehtag beginnt, entwickelt sich zu einem psychologischen Machtspiel ...

„Ein theaterhafter Fünf-Personen-Film, der, trotz Beschränkung auf ein privates Schicksal, die menschenverformenden Zwänge Hollywoods deutlich macht“, so das Lexikon des internationalen Films. „Dagegen ist „Der letzte Tango in Paris“ ein langsamer Walzer“, war auf dem deutschen Kinoplakat zu lesen. In den USA erhielt "Nahaufnahmen" die berüchtigte X-Freigabe ("strengstes Jugendverbot").
Tatsächlich ist der in Echtzeit spielende, dunkel-satirische Film höchst eigenwillig, höchst interessant und höchst rar.  Er erschien in Deutschland bis heute nicht auf einem Heimkino-Medium oder als Streaming-Angebot. Die Mischung aus Schauspielkunst, exzellenter Kameraführung und thematischer Schärfe macht „Nahaufnahme“ zu einem Klassiker des Autorenkinos der 1970er-Jahre.

 

 
 

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  • Freitag, 1. Mai 2026 21:15