18
Jan.
2026
Sonntag, 18. Januar 2026 00:15
Midnight Movie: Das Schweigen der Hammel Originaltitel: Il silenzio dei prosciutti, US/IT 1994, 81 Min., digital, deutsche Fassung

Midnight Movie: Das Schweigen der Hammel

Originaltitel: Il silenzio dei prosciutti, US/IT 1994, 81 Min., digital, deutsche Fassung

Regie: Ezio Greggio

Darsteller: Ezio Greggio, Dom DeLuise, Billy Zane, John Astin

Mit Das Schweigen der Hammel serviert Regisseur Ezio Greggio eine hemmungslos alberne Parodie, die sich genüsslich über den Thriller-Kanon der frühen 90er hermacht – allen voran über Das Schweigen der Lämmer. Herausgekommen ist eine ziemlich beknackte Spoof-Komödie, die jeden guten Geschmack ignoriert und genau daraus ihren Reiz bezieht.

Die Handlung ist so dämlich wie ihr Titel: FBI-Agent Jo Dee Fostar (herrlich selbstironisch gespielt von Billy Zane) jagt einen Serienkiller und muss dafür den inhaftierten Gourmet-Kannibalen Dr. Animal Cannibal Pizza (kein Geringerer als Dom DeLuise) konsultieren. Was folgt, ist eine Abfolge aus Kalauer-Dialogen (Schnodderdeutsch allererster Güte!), Slapstick, Filmzitaten und bewusster Grenzüberschreitung – von Hannibal Lecter bis Basic Instinct bleibt kaum ein Klassiker verschont.

Entstanden als italienisch-amerikanische Co-Produktion, nutzte Greggio das damals populäre Spoof-Prinzip à la Die nackte Kanone, allerdings deutlich derber und chaotischer. Kritiker rümpften die Nase, das Publikum war gespalten – und genau so wurde der Film zum Geheimtipp. Schund? Absolut. Aber liebevoller, enthusiastischer Schund, der auf der Filmbüchse der Pandora als Mitternachtssnack genau richtig aufgehoben ist.

18
Jan.
2026
Sonntag, 18. Januar 2026 13:00
Gigant des Grauens Originaltitel: War of the Colossal Beast, US 1958, 69 Min., 35mm, deutsche Kinofassung Regie: Bert I. Gordon

Gigant des Grauens

Originaltitel: War of the Colossal Beast, US 1958, 69 Min., 35mm, deutsche Kinofassung

Regie: Bert I. Gordon

Darsteller: Dean Parkin, Sally Fraser, Russ Bender

Willkommen in der wundervollen Welt des gepflegten atomaren Irrsinns! Gigant des Grauens ist ein Paradebeispiel des US-B-Movies der 1950er Jahre, als Radioaktivität für so ziemlich alles verantwortlich war – vor allem für schlecht gelaunte Riesen.

Die Handlung ist so simpel wie glorios beknackt: Colonel Glenn Manning gerät bei einem Atomwaffentest zu nah an die Explosion. Statt Sonnenbrand und Krankenschein bekommt er etwas viel Besseres: Er wächst unaufhörlich. Mit jeder neuen Körpergröße schwinden Verstand und Hemdknöpfe, bis ein verzweifelter, überdimensionaler Militärmann durch die USA stapft – Panik, Militärgerät und melodramatische Dialoge inklusive. Das unausweichliche Finale am Hoover-Staudamm ist ein Höhepunkt des gigantischen Unsinns – größer, lauter und tragischer geht’s kaum.

Regisseur Bert I. Gordon, liebevoll „Mr. B.I.G.“ genannt, war ein Meister darin, mit winzigem Budget riesige Monster zu erschaffen. Seine Spezialeffekte entstanden oft in Eigenregie mittels Doppelbelichtungen und Modellbauten – technisch wackelig, aber voller Enthusiasmus. Gigant des Grauens traf genau den Nerv der atomaren Angst der Nachkriegszeit und wurde so populär, dass sogar eine Fortsetzung folgte.

Ja, dieser Film ist wirklich ein Gigant des Grauens! Aber er ist herrliches Grauen: naiv, lumpig und absolut liebenswert. Ein idealer Kandidat für die Filmbüchse der Pandora im KommKino – und ein großes, strahlendes Denkmal für das Kino, das keine Grenzen kannte – außer die der Vernunft.

18
Jan.
2026
Sonntag, 18. Januar 2026 14:45
Die Reise zur Insel des Grauens Originaltitel: Misterio en la isla de los monstruos, ESP 1981, 104 Min., 35mm, deutsche Kinofassung

Die Reise zur Insel des Grauens

Originaltitel: Misterio en la isla de los monstruos, ESP 1981, 104 Min., 35mm, deutsche Kinofassung

Regie: Juan Piquer Simón

Darsteller: Terence Stamp, Peter Cushing, Ian Sera, David Hatton

Ein Film wie eine Schatzkarte, die mit Wachsmalstiften gezeichnet wurde – und genau deshalb so bekömmlich. Juan Piquer Simón, Großmeister des spanischen Genrefilms mit schmalem Budget und großem Herzen, schickte 1981 eine wagemutige Truppe auf eine abenteuerliche Odyssee zu einer Insel, auf der das Grauen ungefähr so zuverlässig lauerte wie der nächste Pappfelsen im Bildhintergrund.

Die Handlung ist schnell erzählt – und gerade deshalb hinreißend doof: Nach einer abenteuerlichen Seereise (inklusive unvermeidlichem Schiffbruch) stranden unsere Helden auf einer abgelegenen Insel, auf der seltsame Kreaturen, dunkle Geheimnisse und mindestens ein exzentrischer Inselbewohner warten. Was folgt, ist eine Mischung aus Abenteuerfilm, Monsterkino und unerschütterlichem Optimismus gegenüber den eigenen Spezialeffekten. Jules-Verne-Geist trifft auf spanischen Exploitation-Charme, und beides schüttelt sich freundlich die Hand. Entstanden ist der Film in einer Phase, in der Piquer Simón mit erstaunlicher Produktivität Genre um Genre bediente. Gedreht wurde mit begrenzten Mitteln, viel Improvisation und der festen Überzeugung, dass Fantasie teurer ist als jedes Effektbudget. Das Ergebnis ist objektiv betrachtet … sagen wir: ausbaufähig. Subjektiv aber ein kleines Fest für Trash-Liebhaber, die Herz über Perfektion stellen.

Die Reise zur Insel des Grauens ist kein verlorener Schatz, sondern eine bunt schillernde Filmruine – und genau deshalb ein würdiger Fund für die Filmbüchse der Pandora. Wer sich darauf einlässt, wird nicht belohnt, sondern beschenkt.

18
Jan.
2026
Sonntag, 18. Januar 2026 17:00
Krieg der Eispiraten Originaltitel: The Ice Pirates, US 1984, 94 Minuten, digital, deutsche Fassung Regie: Stewart Raffill Darsteller:

Krieg der Eispiraten

Originaltitel: The Ice Pirates, US 1984, 94 Minuten, digital, deutsche Fassung

Regie: Stewart Raffill

Darsteller: Robert Urich, Mary Crosby, Anjelica Huston, Ron Perlman

In einer fernen Zukunft ist Wasser das kostbarste Gut der Galaxis – und natürlich fest in der Hand eines größenwahnsinnigen Imperiums. Wer trinken will, der muss die Penunsen rausrücken. Oder rauben! Genau hier kommen die titelgebenden Eispiraten ins Spiel: raubeinige Weltraumfreibeuter, die gefrorene Wasserbrocken aus dem All klauen und sich dabei mit Eunuchen-Soldaten, unfreiwilligen Schönheits-OPs, Raumkrankheiten und den Tücken der Lichtgeschwindigkeit herumschlagen. Klingt absurd? Ist es auch – und genau das macht den Film so unfassbar launig.

Krieg der Eispiraten ist ein Paradebeispiel für amerikanischen Edel-Trash der 80er: eine Science-Fiction-Parodie, die mit breitem Grinsen bei Star Wars, Flash Gordon und dem eigenen Genre wildert. Ursprünglich wohl ernster gedacht, wurde der Film während der turbulenten Entstehung zunehmend zur Komödie – nicht zuletzt durch Budgetkürzungen, Studioeingriffe und die kreative Wiederverwertung vorhandener Kulissen. Regisseur Stewart Raffill reagierte darauf mit Humor und ließ den Film bewusst ins Absurde kippen.

Das Ergebnis ist ein anarchisches Weltraumabenteuer, das heute Kultstatus genießt: charmant, chaotisch und herrlich hemmungslos. Ein Film, der weiß, dass er Quatsch ist – und genau darin seine Stärke findet. Wir feiern ihn im großen Finale der Filmbüchse der Pandora.

 

20
Jan.
2026
Dienstag, 20. Januar 2026 21:15
Gothic Originaltitel: Gothic, UK, 1986, 87 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller: Gabriel Byrne, Julian

Gothic

Originaltitel: Gothic, UK, 1986, 87 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller: Gabriel Byrne, Julian Sands, Natasha Richardson

„Im Sommer 1816 verbringt Mary Godwin, spätere geehelichte Shelley, mit Freunden eine Nacht in der Villa Lord Byrons am Genfer See. Durch den übermäßigen Genuß von Alkohol und Drogen gibt man sich ekstatischen Exzessen hin, die letztendlich in unheimlichen Visionen gipfeln. Tags darauf beginnt Mary, ihren Roman „Frankenstein“ zu schreiben.“ (Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben dir)

„Ein wunderbarer Trip voller kleiner Schocks, Dialogen in gelungener Sprache, erinnerungswürdigen Momenten und Provokationen (…) "GOTHIC" ist sowohl erotisch wie auch psychedelisch, voller großartiger, extravagenter und skurriler Ideen, auch nach so vielen Jahren funktioniert dieses Werk noch voll und ganz und hat nichts von seiner Faszination verloren. Pflichtprogramm!“ (Haikos Filmlexikon)

Retrospektive Henry Kenneth Alfred „Ken“ Russell (1927-2011)

Das KommKino widmet dem britischen Regisseur Ken Russell eine Retrospektive. Russell zählt bis heute zu den eigenwilligsten Filmemachern des internationalen Kinos. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen klassischer Musik, literarischen und religiösen Stoffen und einer Bildsprache, die bewusst überzeichnet, dabei körperlich und oft grotesk ist.

Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Die Teufel“, „Die Hure“, „Gothic“, „Tommy“, „Salomes letzter Tanz“ und „Der Biss der Schlangenfrau“. Russell griff darin auf historische, musikalische und mythologische Vorlagen zurück, um sie filmisch zuzuspitzen und gegen den Strich zu lesen. Religion, Sexualität, Macht und Kunst stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander, ohne auf eindeutige Deutungen hinauszulaufen.

Russells Filme sind fordernd und nicht auf unmittelbare Gefälligkeit angelegt. Sie irritieren, provozieren und eröffnen neue Perspektiven auf das, was Kino leisten kann. Der Regisseur, der seine Laufbahn im britischen Fernsehen begann, schuf später Arbeiten, die immer wieder auf Widerstand, Zensur und Skandalisierung stießen. Gerade aus dieser Spannung zwischen künstlerischem Anspruch und bewusster Übersteigerung beziehen seine Filme ihre Wirkung. Viele seiner Bilder haben bis heute nichts von ihrer Kraft verloren.

Eine Ken-Russell-Retrospektive im KommKino ist daher mehr als eine bloße Wiederaufführung. Sie bietet die Gelegenheit, ein Werk neu zu betrachten, das sich einfachen Einordnungen entzieht und bis heute singulär im Kino steht.

 

21
Jan.
2026
Mittwoch, 21. Januar 2026 21:15
Gothic Originaltitel: Gothic, UK, 1986, 87 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller: Gabriel Byrne, Julian

Gothic

Originaltitel: Gothic, UK, 1986, 87 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller: Gabriel Byrne, Julian Sands, Natasha Richardson

„Im Sommer 1816 verbringt Mary Godwin, spätere geehelichte Shelley, mit Freunden eine Nacht in der Villa Lord Byrons am Genfer See. Durch den übermäßigen Genuß von Alkohol und Drogen gibt man sich ekstatischen Exzessen hin, die letztendlich in unheimlichen Visionen gipfeln. Tags darauf beginnt Mary, ihren Roman „Frankenstein“ zu schreiben.“ (Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben dir)

„Ein wunderbarer Trip voller kleiner Schocks, Dialogen in gelungener Sprache, erinnerungswürdigen Momenten und Provokationen (…) "GOTHIC" ist sowohl erotisch wie auch psychedelisch, voller großartiger, extravagenter und skurriler Ideen, auch nach so vielen Jahren funktioniert dieses Werk noch voll und ganz und hat nichts von seiner Faszination verloren. Pflichtprogramm!“ (Haikos Filmlexikon)

Retrospektive Henry Kenneth Alfred „Ken“ Russell (1927-2011)

Das KommKino widmet dem britischen Regisseur Ken Russell eine Retrospektive. Russell zählt bis heute zu den eigenwilligsten Filmemachern des internationalen Kinos. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen klassischer Musik, literarischen und religiösen Stoffen und einer Bildsprache, die bewusst überzeichnet, dabei körperlich und oft grotesk ist.

Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Die Teufel“, „Die Hure“, „Gothic“, „Tommy“, „Salomes letzter Tanz“ und „Der Biss der Schlangenfrau“. Russell griff darin auf historische, musikalische und mythologische Vorlagen zurück, um sie filmisch zuzuspitzen und gegen den Strich zu lesen. Religion, Sexualität, Macht und Kunst stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander, ohne auf eindeutige Deutungen hinauszulaufen.

Russells Filme sind fordernd und nicht auf unmittelbare Gefälligkeit angelegt. Sie irritieren, provozieren und eröffnen neue Perspektiven auf das, was Kino leisten kann. Der Regisseur, der seine Laufbahn im britischen Fernsehen begann, schuf später Arbeiten, die immer wieder auf Widerstand, Zensur und Skandalisierung stießen. Gerade aus dieser Spannung zwischen künstlerischem Anspruch und bewusster Übersteigerung beziehen seine Filme ihre Wirkung. Viele seiner Bilder haben bis heute nichts von ihrer Kraft verloren.

Eine Ken-Russell-Retrospektive im KommKino ist daher mehr als eine bloße Wiederaufführung. Sie bietet die Gelegenheit, ein Werk neu zu betrachten, das sich einfachen Einordnungen entzieht und bis heute singulär im Kino steht.

 

22
Jan.
2026
Donnerstag, 22. Januar 2026 21:15
American Diner Originaltitel: Diner, USA 1982, 105 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Barry Levinson, Darsteller, Steve

American Diner

Originaltitel: Diner, USA 1982, 105 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Barry Levinson, Darsteller, Steve Guttenberg, Daniel Stern, Mickey Rourke, Kevin Bacon, Ellen Barkin

„American Diner“ ist Barry Levinsons („Rain Man“, „Enthüllung“) präzise beobachtetes Porträt einer Gruppe Anfangzwanziger, die feststeckt zwischen Jugend und Erwachsenenleben. Der Film spielt in einem knappen Zeitraum um Weihnachten 1959 in Baltimore. Sechs alte Schulfreunde treffen sich, sie diskutieren über Beziehungen, Musik, Football und ihre Zukunft. Aus diesen Momenten entsteht ein Bild einer Generation, die sich erwachsen nennen soll, aber noch keinen Platz im Leben gefunden hat. „American Diner“ ist dabei keine nostalgische Rückschau, sondern eine manchmal melancholische Studie über Freundschaft und Übergänge. Der Film zeigt, wie schwer es fällt, vertraute Jugendrituale loszulassen, und wie wenig glamourös die Schwelle zum Erwachsensein aussehen kann. Bemerkenswert ist dabei die Besetzung, die ebenso „am Beginn“ größerer Karrieren steht: Steve Guttenberg, Daniel Stern, Mickey Rourke, Kevin Bacon und Ellen Barkin.

 

23
Jan.
2026
Freitag, 23. Januar 2026 21:15
Tommy UK, 1975, 111 Minuten, OmU, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller: Roger Daltrey, Oliver Reed, Ann-Margret Klassiker! Ken Russells

Tommy

UK, 1975, 111 Minuten, OmU, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller: Roger Daltrey, Oliver Reed, Ann-Margret

Klassiker! Ken Russells Musikfilm „Tommy“ nach der gleichnamigen Rockoper von The Who:

„Ever since I was a young boy, I've played the silver ball
From Soho down to Brighton, I must've played 'em all
But I ain't seen nothing like him in any amusement hall
That deaf, dumb, and blind kid sure plays a mean pinball“

„Eine optisch und akustisch orgiastische, zuweilen gewalttätige Verfilmung der gleichnamigen Rock-Oper von „The Who“: Der blinde und taubstumme Tommy steigt vom gedemütigten Außenseiter zum Weltmeister im Flipper-Spiel und zum Messias einer begeisterten Fan-Gemeinde auf, deren kultische Verehrung bald kommerziell ausgeschlachtet und industriell vervielfältigt wird. Die allegorische Geschichte, in der sich das wütende Aufbegehren der Rock-Generation ebenso artikuliert wie deren mystische Erlösungssehnsucht, wurde zum grellen Pop-Bilderbogen, angereichert mit satirischen Seitenhieben auf die eigene Branche und getragen von einer effektbewußten Bürgerschreck-Attitüde.“ (Filmdienst) 

Retrospektive Henry Kenneth Alfred „Ken“ Russell (1927-2011)

Das KommKino widmet dem britischen Regisseur Ken Russell eine Retrospektive. Russell zählt bis heute zu den eigenwilligsten Filmemachern des internationalen Kinos. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen klassischer Musik, literarischen und religiösen Stoffen und einer Bildsprache, die bewusst überzeichnet, dabei körperlich und oft grotesk ist.

Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Die Teufel“, „Die Hure“, „Gothic“, „Tommy“, „Salomes letzter Tanz“ und „Der Biss der Schlangenfrau“. Russell griff darin auf historische, musikalische und mythologische Vorlagen zurück, um sie filmisch zuzuspitzen und gegen den Strich zu lesen. Religion, Sexualität, Macht und Kunst stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander, ohne auf eindeutige Deutungen hinauszulaufen.

Russells Filme sind fordernd und nicht auf unmittelbare Gefälligkeit angelegt. Sie irritieren, provozieren und eröffnen neue Perspektiven auf das, was Kino leisten kann. Der Regisseur, der seine Laufbahn im britischen Fernsehen begann, schuf später Arbeiten, die immer wieder auf Widerstand, Zensur und Skandalisierung stießen. Gerade aus dieser Spannung zwischen künstlerischem Anspruch und bewusster Übersteigerung beziehen seine Filme ihre Wirkung. Viele seiner Bilder haben bis heute nichts von ihrer Kraft verloren.

Eine Ken-Russell-Retrospektive im KommKino ist daher mehr als eine bloße Wiederaufführung. Sie bietet die Gelegenheit, ein Werk neu zu betrachten, das sich einfachen Einordnungen entzieht und bis heute singulär im Kino steht.

 

24
Jan.
2026
Samstag, 24. Januar 2026 21:15
Tommy UK, 1975, 111 Minuten, OmU, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller: Roger Daltrey, Oliver Reed, Ann-Margret Klassiker! Ken Russells

Tommy

UK, 1975, 111 Minuten, OmU, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller: Roger Daltrey, Oliver Reed, Ann-Margret

Klassiker! Ken Russells Musikfilm „Tommy“ nach der gleichnamigen Rockoper von The Who:

„Ever since I was a young boy, I've played the silver ball
From Soho down to Brighton, I must've played 'em all
But I ain't seen nothing like him in any amusement hall
That deaf, dumb, and blind kid sure plays a mean pinball“

„Eine optisch und akustisch orgiastische, zuweilen gewalttätige Verfilmung der gleichnamigen Rock-Oper von „The Who“: Der blinde und taubstumme Tommy steigt vom gedemütigten Außenseiter zum Weltmeister im Flipper-Spiel und zum Messias einer begeisterten Fan-Gemeinde auf, deren kultische Verehrung bald kommerziell ausgeschlachtet und industriell vervielfältigt wird. Die allegorische Geschichte, in der sich das wütende Aufbegehren der Rock-Generation ebenso artikuliert wie deren mystische Erlösungssehnsucht, wurde zum grellen Pop-Bilderbogen, angereichert mit satirischen Seitenhieben auf die eigene Branche und getragen von einer effektbewußten Bürgerschreck-Attitüde.“ (Filmdienst) 

Retrospektive Henry Kenneth Alfred „Ken“ Russell (1927-2011)

Das KommKino widmet dem britischen Regisseur Ken Russell eine Retrospektive. Russell zählt bis heute zu den eigenwilligsten Filmemachern des internationalen Kinos. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen klassischer Musik, literarischen und religiösen Stoffen und einer Bildsprache, die bewusst überzeichnet, dabei körperlich und oft grotesk ist.

Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Die Teufel“, „Die Hure“, „Gothic“, „Tommy“, „Salomes letzter Tanz“ und „Der Biss der Schlangenfrau“. Russell griff darin auf historische, musikalische und mythologische Vorlagen zurück, um sie filmisch zuzuspitzen und gegen den Strich zu lesen. Religion, Sexualität, Macht und Kunst stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander, ohne auf eindeutige Deutungen hinauszulaufen.

Russells Filme sind fordernd und nicht auf unmittelbare Gefälligkeit angelegt. Sie irritieren, provozieren und eröffnen neue Perspektiven auf das, was Kino leisten kann. Der Regisseur, der seine Laufbahn im britischen Fernsehen begann, schuf später Arbeiten, die immer wieder auf Widerstand, Zensur und Skandalisierung stießen. Gerade aus dieser Spannung zwischen künstlerischem Anspruch und bewusster Übersteigerung beziehen seine Filme ihre Wirkung. Viele seiner Bilder haben bis heute nichts von ihrer Kraft verloren.

Eine Ken-Russell-Retrospektive im KommKino ist daher mehr als eine bloße Wiederaufführung. Sie bietet die Gelegenheit, ein Werk neu zu betrachten, das sich einfachen Einordnungen entzieht und bis heute singulär im Kino steht.

 

27
Jan.
2026
Dienstag, 27. Januar 2026 21:15
Der Biss der Schlangenfrau Originaltitel: The Lair of the White Worm, GB 1988, 93 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Ken Russell,

Der Biss der Schlangenfrau

Originaltitel: The Lair of the White Worm, GB 1988, 93 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller: Sammi Davis, Amanda Donohoe, Hugh Grant

„Mercy Farm birgt ein Jahrhundert lang verborgenes Geheimnis. Seine Entdeckung bringt unbeschreiblichen Horror über das kleine, verschlafene Dorf. Der Archäologe Angus Flint entdeckt bei Grabungen auf dem Anwesen seiner beiden hübschen Gastgeberinnen einen mächtigen Schädel. Mary und Eve Trents Eltern sind auf mysteriöse Weise verschwunden. Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Schädel, der Legende vom entsetzlichen weißen Drachen und dem Verschwinden der Eltern? Als die schlangenhafte Lady Sylvia den Schädel sieht, beginnt der Terror: wilde Rituale, satanische Halluzinationen und schleichendes Grauen. Inmitten dieses wilden Strudels die beiden jungfräulichen Schwestern – Opfer der Schlangenfrau…

Ken Russells Feuerwerk schwarzen Humors, bizarrer Erotik und surrealer Skurrilität – lose inszeniert nach einer literarischen Vorlage Bram Stokers – genießt unter Kennern den Ruf eines kleinen Klassikers und gehört zweifelsohne zu den originellsten und eigenwilligsten Werken des Horrorfilms!“ (cmv-Laservision) „In die Gegenwart transponierte Verfilmung einer Bram-Stoker-Gruselgeschichte, die durch den für Ken Russell typischen Karussell-Inszenierungsstil den Zuschauer immer wieder fesselt.“ (Filmdienst)

"Eine echte Wundertüte und eben auch deshalb so toll, weil dahinter ein solch eigenwilliger Kopf steckte, der damit seine sehr eigenständige Version eines Genrefilms realisierte – und den zahlreichen minderbemittelten hacks und Proleten, die sich während der Achtzigerjahre an der Horrorkomödie versuchten, zeigte, dass eine solche durchaus visuell gewagt und anspruchsvoll sein kann, ohne dabei an Zugänglichkeit oder Witz einzubüßen." (Oliver Nöding, Remember It For Later)

Retrospektive Henry Kenneth Alfred „Ken“ Russell (1927-2011)

Das KommKino widmet dem britischen Regisseur Ken Russell eine Retrospektive. Russell zählt bis heute zu den eigenwilligsten Filmemachern des internationalen Kinos. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen klassischer Musik, literarischen und religiösen Stoffen und einer Bildsprache, die bewusst überzeichnet, dabei körperlich und oft grotesk ist.

Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Die Teufel“, „Die Hure“, „Gothic“, „Tommy“, „Salomes letzter Tanz“ und „Der Biss der Schlangenfrau“. Russell griff darin auf historische, musikalische und mythologische Vorlagen zurück, um sie filmisch zuzuspitzen und gegen den Strich zu lesen. Religion, Sexualität, Macht und Kunst stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander, ohne auf eindeutige Deutungen hinauszulaufen.

Russells Filme sind fordernd und nicht auf unmittelbare Gefälligkeit angelegt. Sie irritieren, provozieren und eröffnen neue Perspektiven auf das, was Kino leisten kann. Der Regisseur, der seine Laufbahn im britischen Fernsehen begann, schuf später Arbeiten, die immer wieder auf Widerstand, Zensur und Skandalisierung stießen. Gerade aus dieser Spannung zwischen künstlerischem Anspruch und bewusster Übersteigerung beziehen seine Filme ihre Wirkung. Viele seiner Bilder haben bis heute nichts von ihrer Kraft verloren.

Eine Ken-Russell-Retrospektive im KommKino ist daher mehr als eine bloße Wiederaufführung. Sie bietet die Gelegenheit, ein Werk neu zu betrachten, das sich einfachen Einordnungen entzieht und bis heute singulär im Kino steht.

 

28
Jan.
2026
Mittwoch, 28. Januar 2026 21:15
Die Hure Originaltitel: Whore, UK, 1975, 111 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller: Theresa Russell, Michael

Die Hure

Originaltitel: Whore, UK, 1975, 111 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller: Theresa Russell, Michael Crabtree, John Diehl

„Die Lebensgeschichte einer Straßenhure: Bis zu ihrer Heirat hat sich Liz (Theresa Russell) mit diversen schlecht bezahlten Jobs über Wasser gehalten. Der Mann entpuppt sich als gewalttätiger Alkoholiker. Die Ehe scheitert, das Kind kommt zu Pflegeltern. Um über die Runden zu kommen, geht Liz auf den Strich. Ihr größtes Problem sind nicht geizige Freier mit ausgefallenen Wünschen, sondern der brutale Zuhälter Blake ...

Die Hure Regie-Exzentriker Ken Russell (TOMMY, ALTERED STATES) inszenierte diesen bemerkenswerten Film, der einen gleichermaßen realistischen wie auch künstlerisch ambitionierten Blick auf das älteste Gewerbe der Welt wirft.“ (Harald Ladstätter, www.filmtips.at)

„Der besonders im rüden Dialog das Milieu krass-realistisch beschreibende Film vermeidet weitgehend voyeuristische Perspektiven. Formal bemerkenswert durch eine Bild und Ton meisterhaft verknüpfende Inszenierung und die herausragende Hauptdarstellerin.“ (Filmdienst)

Retrospektive Henry Kenneth Alfred „Ken“ Russell (1927-2011)

Das KommKino widmet dem britischen Regisseur Ken Russell eine Retrospektive. Russell zählt bis heute zu den eigenwilligsten Filmemachern des internationalen Kinos. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen klassischer Musik, literarischen und religiösen Stoffen und einer Bildsprache, die bewusst überzeichnet, dabei körperlich und oft grotesk ist.

Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Die Teufel“, „Die Hure“, „Gothic“, „Tommy“, „Salomes letzter Tanz“ und „Der Biss der Schlangenfrau“. Russell griff darin auf historische, musikalische und mythologische Vorlagen zurück, um sie filmisch zuzuspitzen und gegen den Strich zu lesen. Religion, Sexualität, Macht und Kunst stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander, ohne auf eindeutige Deutungen hinauszulaufen.

Russells Filme sind fordernd und nicht auf unmittelbare Gefälligkeit angelegt. Sie irritieren, provozieren und eröffnen neue Perspektiven auf das, was Kino leisten kann. Der Regisseur, der seine Laufbahn im britischen Fernsehen begann, schuf später Arbeiten, die immer wieder auf Widerstand, Zensur und Skandalisierung stießen. Gerade aus dieser Spannung zwischen künstlerischem Anspruch und bewusster Übersteigerung beziehen seine Filme ihre Wirkung. Viele seiner Bilder haben bis heute nichts von ihrer Kraft verloren.

Eine Ken-Russell-Retrospektive im KommKino ist daher mehr als eine bloße Wiederaufführung. Sie bietet die Gelegenheit, ein Werk neu zu betrachten, das sich einfachen Einordnungen entzieht und bis heute singulär im Kino steht.

 

29
Jan.
2026
Donnerstag, 29. Januar 2026 21:15
Die Hure Originaltitel: Whore, UK, 1975, 111 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller: Theresa Russell, Michael

Die Hure

Originaltitel: Whore, UK, 1975, 111 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller: Theresa Russell, Michael Crabtree, John Diehl

„Die Lebensgeschichte einer Straßenhure: Bis zu ihrer Heirat hat sich Liz (Theresa Russell) mit diversen schlecht bezahlten Jobs über Wasser gehalten. Der Mann entpuppt sich als gewalttätiger Alkoholiker. Die Ehe scheitert, das Kind kommt zu Pflegeltern. Um über die Runden zu kommen, geht Liz auf den Strich. Ihr größtes Problem sind nicht geizige Freier mit ausgefallenen Wünschen, sondern der brutale Zuhälter Blake ...

Die Hure Regie-Exzentriker Ken Russell (TOMMY, ALTERED STATES) inszenierte diesen bemerkenswerten Film, der einen gleichermaßen realistischen wie auch künstlerisch ambitionierten Blick auf das älteste Gewerbe der Welt wirft.“ (Harald Ladstätter, www.filmtips.at)

„Der besonders im rüden Dialog das Milieu krass-realistisch beschreibende Film vermeidet weitgehend voyeuristische Perspektiven. Formal bemerkenswert durch eine Bild und Ton meisterhaft verknüpfende Inszenierung und die herausragende Hauptdarstellerin.“ (Filmdienst)

Retrospektive Henry Kenneth Alfred „Ken“ Russell (1927-2011)

Das KommKino widmet dem britischen Regisseur Ken Russell eine Retrospektive. Russell zählt bis heute zu den eigenwilligsten Filmemachern des internationalen Kinos. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen klassischer Musik, literarischen und religiösen Stoffen und einer Bildsprache, die bewusst überzeichnet, dabei körperlich und oft grotesk ist.

Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Die Teufel“, „Die Hure“, „Gothic“, „Tommy“, „Salomes letzter Tanz“ und „Der Biss der Schlangenfrau“. Russell griff darin auf historische, musikalische und mythologische Vorlagen zurück, um sie filmisch zuzuspitzen und gegen den Strich zu lesen. Religion, Sexualität, Macht und Kunst stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander, ohne auf eindeutige Deutungen hinauszulaufen.

Russells Filme sind fordernd und nicht auf unmittelbare Gefälligkeit angelegt. Sie irritieren, provozieren und eröffnen neue Perspektiven auf das, was Kino leisten kann. Der Regisseur, der seine Laufbahn im britischen Fernsehen begann, schuf später Arbeiten, die immer wieder auf Widerstand, Zensur und Skandalisierung stießen. Gerade aus dieser Spannung zwischen künstlerischem Anspruch und bewusster Übersteigerung beziehen seine Filme ihre Wirkung. Viele seiner Bilder haben bis heute nichts von ihrer Kraft verloren.

Eine Ken-Russell-Retrospektive im KommKino ist daher mehr als eine bloße Wiederaufführung. Sie bietet die Gelegenheit, ein Werk neu zu betrachten, das sich einfachen Einordnungen entzieht und bis heute singulär im Kino steht.

 

30
Jan.
2026
Freitag, 30. Januar 2026 21:15
Der Biss der Schlangenfrau Originaltitel: The Lair of the White Worm, GB 1988, 93 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Ken Russell,

Der Biss der Schlangenfrau

Originaltitel: The Lair of the White Worm, GB 1988, 93 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller: Sammi Davis, Amanda Donohoe, Hugh Grant

„Mercy Farm birgt ein Jahrhundert lang verborgenes Geheimnis. Seine Entdeckung bringt unbeschreiblichen Horror über das kleine, verschlafene Dorf. Der Archäologe Angus Flint entdeckt bei Grabungen auf dem Anwesen seiner beiden hübschen Gastgeberinnen einen mächtigen Schädel. Mary und Eve Trents Eltern sind auf mysteriöse Weise verschwunden. Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Schädel, der Legende vom entsetzlichen weißen Drachen und dem Verschwinden der Eltern? Als die schlangenhafte Lady Sylvia den Schädel sieht, beginnt der Terror: wilde Rituale, satanische Halluzinationen und schleichendes Grauen. Inmitten dieses wilden Strudels die beiden jungfräulichen Schwestern – Opfer der Schlangenfrau…

Ken Russells Feuerwerk schwarzen Humors, bizarrer Erotik und surrealer Skurrilität – lose inszeniert nach einer literarischen Vorlage Bram Stokers – genießt unter Kennern den Ruf eines kleinen Klassikers und gehört zweifelsohne zu den originellsten und eigenwilligsten Werken des Horrorfilms!“ (cmv-Laservision) „In die Gegenwart transponierte Verfilmung einer Bram-Stoker-Gruselgeschichte, die durch den für Ken Russell typischen Karussell-Inszenierungsstil den Zuschauer immer wieder fesselt.“ (Filmdienst)

"Eine echte Wundertüte und eben auch deshalb so toll, weil dahinter ein solch eigenwilliger Kopf steckte, der damit seine sehr eigenständige Version eines Genrefilms realisierte – und den zahlreichen minderbemittelten hacks und Proleten, die sich während der Achtzigerjahre an der Horrorkomödie versuchten, zeigte, dass eine solche durchaus visuell gewagt und anspruchsvoll sein kann, ohne dabei an Zugänglichkeit oder Witz einzubüßen." (Oliver Nöding, Remember It For Later)

Retrospektive Henry Kenneth Alfred „Ken“ Russell (1927-2011)

Das KommKino widmet dem britischen Regisseur Ken Russell eine Retrospektive. Russell zählt bis heute zu den eigenwilligsten Filmemachern des internationalen Kinos. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen klassischer Musik, literarischen und religiösen Stoffen und einer Bildsprache, die bewusst überzeichnet, dabei körperlich und oft grotesk ist.

Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Die Teufel“, „Die Hure“, „Gothic“, „Tommy“, „Salomes letzter Tanz“ und „Der Biss der Schlangenfrau“. Russell griff darin auf historische, musikalische und mythologische Vorlagen zurück, um sie filmisch zuzuspitzen und gegen den Strich zu lesen. Religion, Sexualität, Macht und Kunst stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander, ohne auf eindeutige Deutungen hinauszulaufen.

Russells Filme sind fordernd und nicht auf unmittelbare Gefälligkeit angelegt. Sie irritieren, provozieren und eröffnen neue Perspektiven auf das, was Kino leisten kann. Der Regisseur, der seine Laufbahn im britischen Fernsehen begann, schuf später Arbeiten, die immer wieder auf Widerstand, Zensur und Skandalisierung stießen. Gerade aus dieser Spannung zwischen künstlerischem Anspruch und bewusster Übersteigerung beziehen seine Filme ihre Wirkung. Viele seiner Bilder haben bis heute nichts von ihrer Kraft verloren.

Eine Ken-Russell-Retrospektive im KommKino ist daher mehr als eine bloße Wiederaufführung. Sie bietet die Gelegenheit, ein Werk neu zu betrachten, das sich einfachen Einordnungen entzieht und bis heute singulär im Kino steht.

 

31
Jan.
2026
Samstag, 31. Januar 2026 21:15
Salomes letzter Tanz Originaltitel: Salome’s Last Dance, UK 1988, 87 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller:

Salomes letzter Tanz

Originaltitel: Salome’s Last Dance, UK 1988, 87 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Ken Russell, Darsteller: Glenda Jackson, Stratford Johns, Nickolas Grace, Douglas Hodge

Eine schöne Überraschung für Oscar Wilde und seinen Lover: In einem Londoner Edelbordell führt eine Gruppe Laienschauspieler ihm zu Ehren dessen verbotenes Stück „Salome“ auf. In der grell bunten Inszenierung wirkt sogar Puff-Besitzer Alfred Taylor höchstpersönlich mit und entführt seinen literarischen Stargast in eine Welt der Sünde und Travestie. 

Der Regisseur Ken Russell unterläuft mit seiner provokativen Inszenierung von Wildes Werk bürgerliche Erwartungen und schert sich dabei keinen Deut um moralische Normen. Ein wilder Ritt, der auf der großen Leinwand besonders viel Spaß macht.

Retrospektive Henry Kenneth Alfred „Ken“ Russell (1927-2011)

Das KommKino widmet dem britischen Regisseur Ken Russell eine Retrospektive. Russell zählt bis heute zu den eigenwilligsten Filmemachern des internationalen Kinos. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen klassischer Musik, literarischen und religiösen Stoffen und einer Bildsprache, die bewusst überzeichnet, dabei körperlich und oft grotesk ist.

Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Die Teufel“, „Die Hure“, „Gothic“, „Tommy“, „Salomes letzter Tanz“ und „Der Biss der Schlangenfrau“. Russell griff darin auf historische, musikalische und mythologische Vorlagen zurück, um sie filmisch zuzuspitzen und gegen den Strich zu lesen. Religion, Sexualität, Macht und Kunst stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander, ohne auf eindeutige Deutungen hinauszulaufen.

Russells Filme sind fordernd und nicht auf unmittelbare Gefälligkeit angelegt. Sie irritieren, provozieren und eröffnen neue Perspektiven auf das, was Kino leisten kann. Der Regisseur, der seine Laufbahn im britischen Fernsehen begann, schuf später Arbeiten, die immer wieder auf Widerstand, Zensur und Skandalisierung stießen. Gerade aus dieser Spannung zwischen künstlerischem Anspruch und bewusster Übersteigerung beziehen seine Filme ihre Wirkung. Viele seiner Bilder haben bis heute nichts von ihrer Kraft verloren.

Eine Ken-Russell-Retrospektive im KommKino ist daher mehr als eine bloße Wiederaufführung. Sie bietet die Gelegenheit, ein Werk neu zu betrachten, das sich einfachen Einordnungen entzieht und bis heute singulär im Kino steht.

 

19
März
2026
Donnerstag, 19. März 2026 21:15 - Sonntag, 22. März 2026 23:50
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24
Apr.
2026
Freitag, 24. April 2026 21:15 - Sonntag, 26. April 2026 16:00
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Juli
2026
Mittwoch, 29. Juli 2026 21:15 - Sonntag, 2. August 2026 21:15
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