03
Apr.
2026
Freitag, 3. April 2026 21:15
Tag der Entscheidung OT: Big Wednesday, USA 1978, 120 Min., dF, digital, R.: John Milius, D.: Jan Michael Vincent, William Katt „Matt

Tag der Entscheidung

OT: Big Wednesday, USA 1978, 120 Min., dF, digital, R.: John Milius, D.: Jan Michael Vincent, William Katt

„Matt (Jan-Michael Vincent), Jack (William Katt) und Leroy (Gary Busey) sind Freunde und begeisterte Surfer. Vom Schulabschluß 1963 aus zeigt der Film in Jahressprüngen und einzelnen Episoden die Entwicklungen, die ihr Leben mitmacht. Während Matt Matt und Leroy dem Vietnamkrieg entgehen, wird Jack eingezogen und kehrt stark verändert zurück. Matt wird zum Alkoholiker, da er außer dem Surfen keinerlei Perspektiven im Leben hat, bis eine Frau ihn wieder auf den richtigen Weg bringt, während Leroy langsam ruhiger und Geschäftsmann wird. Mit den Jahren müssen sie feststellen, daß sie im Surfen von neuen jungen Cracks abgehängt wurden. Doch trotz aller Unterschiede treffen sie im Jahr 1974 an ihrem alten Strand wieder zusammen. Es ist der große Mittwoch, die Wellen sind lebensgefährlich hoch und die drei wollen es sich und allen anderen noch einmal beweisen...

„Big Wednesday“ ist eine wenig plotgetriebene Angelegenheit, ein episodischer und teilweise elliptischer Einblick ist das Leben dreier Surferjungs beim Erwachsenwerden. Aber genau mit dieser meist lebensnahen, manchmal für Komik und Schauwerte ausgeschmückten Art erschafft John Milius ein einnehmendes Generationenportrait, das die Unschuld jugendlicher Surfabenteuer am Strand ebenso in den Blick nimmt wie bittere Erfahrungen bei der Rückkehr aus Vietnam.“ (ofdb.de)

Surffilme im KommKino

Nachdem im März die Temperaturen (hoffentlich) langsam ansteigen dürften, wartet das KommKino mit einer kleinen Surffilm-Reihe auf. Das Wellenreiten gilt nicht wenigen als Symbol grenzenloser Freiheit, was sich auch in den Filmen widerspiegelt.

Wir starten mit der faszinierenden Doku „On the Wave“ (24.3. und 25.3.) über den Surf-Weltrekordler Sebastian Steudtner. „The Endless Summer“ von 1966 (26.3. und 1.4.) ist einer der ersten und einflussreichsten Surffilme. Der in der Surferszene spielende Reißer „Gefährliche Brandung“ (27.3. und 4.4.) mit Patrick Swayze und Keanu Reeves, inszeniert von Meisterregisseurin Kathryn Bigelow, stellt hingegen einen der großen Actionklassiker der 90er dar. In dem 70er-Spielfilm „Tag der Entscheidung“ (31.3. und 3.4.) porträtiert „Conan“-Regisseur John Milius drei Surfer mit viel psychologischem Feingefühl und auch zeitkritischen Ambitionen.

 

04
Apr.
2026
Samstag, 4. April 2026 21:15
Gefährliche Brandung  OT: Point Break, USA/Japan 1991, 121 Min., digital, dF, R.: Kathryn Bigelow, D.: Patrick Swayze, Keanu

Gefährliche Brandung 

OT: Point Break, USA/Japan 1991, 121 Min., digital, dF, R.: Kathryn Bigelow, D.: Patrick Swayze, Keanu Reeves, Lori Petty, Gary Busey

Seit drei Jahren halten die „Ex-Präsidenten“‚, eine Bande wahrer Profi-Bankräuber, Los Angeles in Atem. Nur im Sommer sind sie präsent und verschwinden daraufhin bis ins kommende Jahr komplett von der Bildfläche. Da die Uhr tickt, wird der junge FBI-Agent Johnny Utah (Keanu Reeves) auf den Fall angesetzt, der daraufhin undercover im Surfer-Milieu ermittelt. Bald lernt er den charismatischen Bodhi (Patrick Swayze) kennen, der dem Mythos der perfekten Welle huldigt, ständig auf der Suche nach einem neuen Kick ist und eine ganz eigene Auffassung von Freiheit lebt ...

Dieser Klassiker von Kathryn Bigelow, Meisterin des anspruchsvollen Actionkinos („The Hurt Locker“, „Zero Dark Thirty“), spürt der Rastlosigkeit der Adrenalinjunkies nach und zeigt sie in grandiosen Bildern beim Surfen, Fallschirmspringen oder Banküberfallen. „In „Point Break“ setzt der Lebenshunger kriminelle Energien frei. Was die Regisseurin und damalige Lebensgefährtin von James Cameron dabei auszeichnet, ist ihr Gespür dafür, wie sich diese subkutanen Kräfte an der Oberfläche abbilden lassen. Eine visuelle Lust durchzieht den Film, vom gleißenden Schimmer (...) bis zur Explosion des Lichts, mit der sich der düstere „Point Break“ in die Lüfte erhebt.“ (Michael Althen)

Surffilme im KommKino

Nachdem im März die Temperaturen (hoffentlich) langsam ansteigen dürften, wartet das KommKino mit einer kleinen Surffilm-Reihe auf. Das Wellenreiten gilt nicht wenigen als Symbol grenzenloser Freiheit, was sich auch in den Filmen widerspiegelt.

Wir starten mit der faszinierenden Doku „On the Wave“ (24.3. und 25.3.) über den Surf-Weltrekordler Sebastian Steudtner. „The Endless Summer“ von 1966 (26.3. und 1.4.) ist einer der ersten und einflussreichsten Surffilme. Der in der Surferszene spielende Reißer „Gefährliche Brandung“ (27.3. und 4.4.) mit Patrick Swayze und Keanu Reeves, inszeniert von Meisterregisseurin Kathryn Bigelow, stellt hingegen einen der großen Actionklassiker der 90er dar. In dem 70er-Spielfilm „Tag der Entscheidung“ (31.3. und 3.4.) porträtiert „Conan“-Regisseur John Milius drei Surfer mit viel psychologischem Feingefühl und auch zeitkritischen Ambitionen.

 

07
Apr.
2026
Dienstag, 7. April 2026 20:15
Ehrenamt Regie: Daniel Hofmann, Darsteller: Thomas Such, Bernhard Weiß, Thomas Göttlich, Chris Boltendahl, Peter Wagner

Ehrenamt

Regie: Daniel Hofmann, Darsteller: Thomas Such, Bernhard Weiß, Thomas Göttlich, Chris Boltendahl, Peter Wagner uvm., Produktionsland: Deutschland, Jahr: 2026, Weltpremiere: 21.02.2026, Kinostart: 21.05.2026 zum Ehrentag in Deutschland, Länge: 109 min

2013 war das Sauerland geprägt von einer wenig besiedelten Konzert- und Festivallandschaft. Fans mussten nicht selten auf große Veranstaltungen mit mehreren 100 Kilometern Anreiseweg in den angrenzenden Landkreisen oder dem Ruhrpott ausweichen – echte Verbindungen mit Gleichgesinnten blieben leider oftmals aufgrund mangelhafter Möglichkeiten aus. Hinzu kamen lange Wege durch ländlichen Raum und fehlende Strukturen der Vernetzung und der Organisation von gemeinsamen Fahrten und Events.
Mit der Gründung des gemeinnützigen Metal Diver e.V. in Marsberg im Jahre 2013, hat man sich zum Ziel gesetzt, jungen Nachwuchsbands und Künstlern mit dem jährlich stattfindenden Metal Diver Festival eine Plattform zu geben und zeitgleich die Etablierung von Musik- und Kulturveranstaltungen im Sauerland gewährleisten. Zudem soll die kulturelle, touristische und wirtschaftliche Landschaft im Sauerland gestärkt und Vereine mit einem ähnlichen Ziel miteinander vernetzt werden. Große Headliner und kleine Bands sollten fortan nach Marsberg geholt werden und der Verein sollte sich mit anderen Vereinen nach und nach vernetzen. Es entstanden jährliche Konzertfahren und gegenseitige Besuche der Festivals und vor allem konnte man nun neue Freunde und Fans in der Region kennenlernen. Die Vision von übergreifendem Ehrenamt im ländlichen Raum ging auf. Heute kommen jährlich knapp 1000 Besucher in die Kleinstadt im östlichen Sauerland. 2023 gab es den Heimatpreis der Stadt Marsberg als Auszeichnung und auch in der Lokalzeit des WDR hatte das Festival bereits seinen Auftritt.
In einer kulturellen Musikreise durch das Sauerland, beschäftigt sich Total Thrash Regisseur Daniel Hofmann in seiner zweiten Musikdokumentation mit der Frage, wie wichtig ehrenamtliche Arbeit im ländlichen Raum ist. Der Film begleitet die 12-jährige Geschichte von der ersten bis zur zehnten Ausgabe des Metal Diver Festivals in Marsberg und gibt einen weitreichenden Blick hinter die Kulissen und in die intensive Zusammenarbeit mit der Region. In einer spannenden Mixtur aus bestehenden Archivaufnahmen der letzten 12 Jahre und der Begleitung des 10. Jubiläumsfestivals 2025 vom Metal Diver e.V. in der Schützenhalle Marsberg, ist ein Film über echte gelebte Gemeinschaft, Fankulturen, jede Menge ehrenamtliche Arbeit und natürlich auch Sauerländer Klischees entstanden. Ein Film für alle ehrenamtlich arbeitenden Personen in ganz Deutschland, die eine gemeinsame Vision haben und sich in ihrer Freizeit für diese einsetzen. Ehrenamt beschäftigt sich mit der zentralen Frage, wie wichtig eigentlich die ehrenamtliche Arbeit innerhalb der deutschen Kulturlandschaft wirklich ist.

 

09
Apr.
2026
Donnerstag, 9. April 2026 21:15
100. Tuesday Trash Night: Hercules in New York USA 1970, 89 Min., OV, digital, R.: Arthur Allan Seidelman, D.: Arnold Schwarzenegger, Ernest Graves, Deborah Loomis

100. Tuesday Trash Night:

Hercules in New York

USA 1970, 89 Min., OV, digital, R.: Arthur Allan Seidelman, D.: Arnold Schwarzenegger, Ernest Graves, Deborah Loomis

Das KommKino feiert 100 Jahre Tuesday Trash Night - eine Veranstaltung, die sich bislang für keine Schandtat zu fein war. Diesmal sind wir sogar so frech, dass diese Jubiläumsausgabe an einem Donnerstag stattfindet!

Bevor es zum Hauptprogramm geht, lassen wir vergangene Ausgaben mit ihren Highlights, reichlich Anekdoten und einer guten Portion nostalgischer Verklärung Revue passieren. Und zu einem so gewichtigen Anlass wie der 100. TTN gehört natürlich ein ganz besonderer Film: ein Werk, das einerseits mit geballter Personalprominenz glänzt und andererseits durch sein ungebremstes Unvermögen selbst abgebrühte Kritiker zum Kopfschütteln bringt.

In seinem Spielfilmdebüt verschlägt es keinen Geringeren als Arnold Schwarzenegger als Heldenikone der griechischen Mythologie in den Big Apple. Desillusioniert vom Alltagstrott auf dem Olymp („I’m tired of ze same sings, and tired of ze same faces“) landet Hercules in New York - um vor allem eines zu tun: seinen Körper zu zeigen.

Diese unbeirrte Agenda der ungenierten Fleischdarbietung hat durchaus biografische Züge, wenn man sich Schwarzeneggers erste Jahre in den USA vergegenwärtigt. Doch im Zusammenspiel mit der klassischen „Fish-out-of-Water“-Geschichte, den begrenzten Produktionsmitteln und nicht zuletzt Arnolds steirischem Akzent entsteht eine Form unfreiwilliger Komik, die den Film auf wundersame Weise vor dem Schicksal bewahrt hat, das ihm eigentlich bestimmt gewesen wäre: als obskure Randnotiz der Filmgeschichte irgendwo in der Versenkung zu verschwinden.

Stattdessen hat sich „Hercules in New York“ - gegen jede Erwartung und wohl auch gegen jede Absicht - als skurriles Denkmal erhalten, das heute weniger wegen seiner Qualitäten als vielmehr wegen seiner herrlich unbeholfenen Eigenart und seines charismatischen Hauptdarstellers erinnert wird. Ein holpriger erster Schritt auf dem Weg einer Karriere, die später kaum größer hätte ausfallen können.

10
Apr.
2026
Freitag, 10. April 2026 21:15
Kids USA 1995, 91 Min., dF, 35mm, R.: Larry Clark, D.: Leo Fitzpatrick, Chloë Sevigny, Justin Pierce „Als Larry

Kids

USA 1995, 91 Min., dF, 35mm, R.: Larry Clark, D.: Leo Fitzpatrick, Chloë Sevigny, Justin Pierce

„Als Larry Clarks „Kids“ 1995 uraufgeführt wurde, schlug er in den USA, und nicht nur dort, wie ein Blitz ein. Ganz generell wegen seines schonungslosen und kontroversen Inhalts, aber auch, weil er einen wunden Punkt in der amerikanischen Jugendkultur traf, den das Mainstream-Kino weitgehend ignoriert oder dann weichgespült hatte. Mit einem Drehbuch des damals 19-jährigen Harmony Korine griff „Kids“ die moralische und emotionale Erschöpfung der städtischen Jugend in den 1990er-Jahren auf und verwischte mit einer Vérité-Ästhetik die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion. Stilistisch hob sich „Kids“ denn auch gezielt von zeitgenössischen Teenagerfilmen ab: Im Gegensatz zur Flut von geschliffenen und behüteten Jugendkomödien der 80er- und 90er-Jahre, die zumeist im Highschool-Milieu spielten, entschied sich Clark für die Straßen New Yorks, wo er mit Handkamera, nicht professionellen Schauspieler:innen und naturalistischen Dialogen operierte. Im Zentrum des Films, den ein US-Kritiker „Lord of the Flies with skateboards, nitrous oxide and hip-hop“ nannte, stehen der rücksichtslose 16-jährige Telly, dessen Absicht es ist, möglichst viele Mädchen zu entjungfern, um sich später bei seinen Kumpeln damit zu brüsten, und die gleichaltrige Jenny, die erfährt, dass sie HIV-positiv ist - und der einzige Junge, mit dem sie Sex hatte, ist Telly. Clark, der sich als Fotograf bereits sehr früh intensiv mit den Themen Gewalt, Drogen und Sex unter Jugendlichen auseinandergesetzt hatte, übertrug diese Sensibilität auf seinen Erstlingsfilm, in dem er seine Protagonist:innen mit einem einfühlsamen, doch unbeirrbaren Blick begleitet. „Kids“ entstand so an der Schnittstelle gleich mehrerer Krisen: der Aids-Epidemie, des Kriegs gegen Drogen und einer zunehmenden moralischen Panik hinsichtlich des Verhaltens von Jugendlichen.“ (filmpodium.ch)

 

11
Apr.
2026
Samstag, 11. April 2026 21:15
Kids USA 1995, 91 Min., dF, 35mm, R.: Larry Clark, D.: Leo Fitzpatrick, Chloë Sevigny, Justin Pierce „Als Larry

Kids

USA 1995, 91 Min., dF, 35mm, R.: Larry Clark, D.: Leo Fitzpatrick, Chloë Sevigny, Justin Pierce

„Als Larry Clarks „Kids“ 1995 uraufgeführt wurde, schlug er in den USA, und nicht nur dort, wie ein Blitz ein. Ganz generell wegen seines schonungslosen und kontroversen Inhalts, aber auch, weil er einen wunden Punkt in der amerikanischen Jugendkultur traf, den das Mainstream-Kino weitgehend ignoriert oder dann weichgespült hatte. Mit einem Drehbuch des damals 19-jährigen Harmony Korine griff „Kids“ die moralische und emotionale Erschöpfung der städtischen Jugend in den 1990er-Jahren auf und verwischte mit einer Vérité-Ästhetik die Grenzen zwischen Dokumentation und Fiktion. Stilistisch hob sich „Kids“ denn auch gezielt von zeitgenössischen Teenagerfilmen ab: Im Gegensatz zur Flut von geschliffenen und behüteten Jugendkomödien der 80er- und 90er-Jahre, die zumeist im Highschool-Milieu spielten, entschied sich Clark für die Straßen New Yorks, wo er mit Handkamera, nicht professionellen Schauspieler:innen und naturalistischen Dialogen operierte. Im Zentrum des Films, den ein US-Kritiker „Lord of the Flies with skateboards, nitrous oxide and hip-hop“ nannte, stehen der rücksichtslose 16-jährige Telly, dessen Absicht es ist, möglichst viele Mädchen zu entjungfern, um sich später bei seinen Kumpeln damit zu brüsten, und die gleichaltrige Jenny, die erfährt, dass sie HIV-positiv ist - und der einzige Junge, mit dem sie Sex hatte, ist Telly. Clark, der sich als Fotograf bereits sehr früh intensiv mit den Themen Gewalt, Drogen und Sex unter Jugendlichen auseinandergesetzt hatte, übertrug diese Sensibilität auf seinen Erstlingsfilm, in dem er seine Protagonist:innen mit einem einfühlsamen, doch unbeirrbaren Blick begleitet. „Kids“ entstand so an der Schnittstelle gleich mehrerer Krisen: der Aids-Epidemie, des Kriegs gegen Drogen und einer zunehmenden moralischen Panik hinsichtlich des Verhaltens von Jugendlichen.“ (filmpodium.ch)

 

14
Apr.
2026
Dienstag, 14. April 2026 21:15
Skunk  Belgien/NL 2023, 105 Min., OmU (14.4.) / dF (18.4.), digital, R.: Koen Mortier, D.: Thibaud Dooms, Natali Broods,

Skunk 

Belgien/NL 2023, 105 Min., OmU (14.4.) / dF (18.4.), digital, R.: Koen Mortier, D.: Thibaud Dooms, Natali Broods, Boris Van Severen

Endlich werden die Behörden aktiv und befreien den 17-jährigen Liam aus seinem von Gewalt, Drogenexzessen und Missbrauch geprägten Elternhaus. Unter der Obhut einer staatlichen Einrichtung für traumatisierte und schwer erziehbare Jugendliche soll dem Jungen dabei geholfen werden, die Schrecken der Vergangenheit hinter sich zu lassen. Zwar kommen die Jugendlichen in der Einrichtung endlich in Kontakt mit Empathie und Verständnis, doch zeigen sich schnell auch die institutionellen Probleme von Machtlosigkeit und Überforderung. Nicht nur entlang dieser Grenzen des Möglichen, sondern vor allem auch anhand der eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen Liam und einem anderen Jugendlichen entbrennt die Frage danach, ob und auf welche Weise sich die Spirale der Gewalt überwinden lässt.

Der neue Film von Koen Mortier, Regisseur von „Ex Drummer“ - ein Tauchgang in die menschlichen Abgründe und das unbewältigte Trauma einer zerstörten Kindheit, unfassbar intensiv gespielt von Thibaud Dooms. „Ein eindrucksvoller und äußerst bedrückender Film (…), der den Zuschauer lange nicht loslässt.“ (metal.de) „Kein herkömmliches Sozialdrama, sondern eine gnadenlose Anatomie der Zerstörung. Koen Mortier zeigt meisterhaft, wie Gewalt die DNA eines Menschen vergiftet, bis jede Hilfe zu spät kommt. Ein schmerzhaftes audiovisuelles Inferno, das die Zuschauerschaft fassungslos zurücklässt.“ (Der Watchdog)

 

16
Apr.
2026
Donnerstag, 16. April 2026 21:15
Filmament-Sondersichtung Nr. 14: Bevor es zu spät ist, bricht der Tag nicht an D 2026, 70 Min., R.: Kai Kopka, D.: Benedikt Blaskovic, Sven Schmidke, Florian Koop,

Filmament-Sondersichtung Nr. 14:

Bevor es zu spät ist, bricht der Tag nicht an

D 2026, 70 Min., R.: Kai Kopka, D.: Benedikt Blaskovic, Sven Schmidke, Florian Koop, Inga Lessmann 

Filmament, die Präsentationsplattform für Filmschaffende, präsentiert einen Psychothriller eines Fürther Regisseurs im Kammerspielformat, der nach 17 Jahren Pause fertiggestellt wurde.

„(…) Eine irre Geschichte: 2009 gedreht, ging „Bevor es zu spät ist, bricht der Tag nicht an“ während eines Umzugs verloren. Im Zuge einer rituellen Palmblattlesung auf Bali allerdings wurde Kopka an seinen eigenen Film erinnert und gemahnt, diesen fertig zu stellen. Wieder heimgekehrt, fand er das notwendige Material in einer ungeöffneten Kiste im Keller. Zusammen mit Profis hat er dem Film einen zeitgemäßen Look und Soundtrack verpasst.

(…) Einige Schauspieler, die zu sehen sind, standen damals vor ihrem Karrierebeginn, zum Beispiel Ben Blascovic (96 Folgen „Rosenheim Cops“), Deborah Müller (400 Folgen „Sturm der Liebe“), Paul Gant (Sänger/Entertainer im Sinatra-Stil) oder Sven Schmidke (aktuell: Pumuckl Motion Capturing).“ (curt.de)

Gestern den Tankstellenjob verloren und seit einiger Zeit ohne Perspektive, ist auch seine Freundin Elena nicht begeistert und gibt ihm zu verstehen, dass es so nicht weitergeht und sie vorhat, ihn aus der Wohnung zu schmeißen. Um sich aus der unangenehmen Situation zu befreien und Elena zu behalten, beschließt Marcel, seine beiden Freunde und Nachbarn Steffen und Christian zu einer einmaligen und nicht ungefährlichen Aktion zu überreden, aus der er sich genug Geld für einen Neuanfang erhofft. Da die beiden ebenso job- und geldlos bei gelegentlichem Drogenkonsum dahinvegetieren, willigen sie ein. Auch Jessica, Elenas beste Freundin und Partygefährtin, soll dabei eine Rolle spielen.

In Anwesenheit des Regisseurs!

 

17
Apr.
2026
Freitag, 17. April 2026 20:00
Tanz der Toten D 2024, 121 Min., dF, digital, R.: Günther Brandl, Helmut Brandl, D.: Günther Brandl, Oliver Maurer, Martin

Tanz der Toten

D 2024, 121 Min., dF, digital, R.: Günther Brandl, Helmut Brandl, D.: Günther Brandl, Oliver Maurer, Martin Eherer, Elli Fox, Melody Bayer, Helmut Brandl

Ein Dorf irgendwo in Böhmen im 19. Jahrhundert: Sieben Bürger wurden binnen kürzester Zeit verstümmelt aufgefunden. Die Honoratioren sind ratlos. Hat es etwas mit dem mysteriösen Fremden zu tun, der vor kurzem ins Dorf kam? Handelt es sich bei ihm um einen Gesandten des Teufels? Auf alle Fälle scheint er nicht allein gekommen zu sein: Unheimliche Erscheinungen jagen den Bewohnern Angst ein, und in den Wäldern treibt angeblich ein Werwolf sein Unwesen. Alles nur Hirngespinste? Mitnichten! Denn der Fremde schart seine Gesandten um sich, um die Toten zu erwecken. Es ist Zeit für seine Rache.

Ein Brandl-Abend im KommKino ist immer etwas Besonderes. Am 17.4. ist es wieder so weit: Die Brandls samt Cast und Crew stellen ihren neuen Film vor. Und der ist stark vom Stil der alten Hammer-Filme inspiriert und vereint gleich mehrere bekannte Horrorgestalten: Vampire, Werwölfe und Zombies. Wir freuen uns!

In Anwesenheit der Regisseure und des Filmteams!

 

18
Apr.
2026
Samstag, 18. April 2026 21:15
Skunk  Belgien/NL 2023, 105 Min., OmU (14.4.) / dF (18.4.), digital, R.: Koen Mortier, D.: Thibaud Dooms, Natali Broods,

Skunk 

Belgien/NL 2023, 105 Min., OmU (14.4.) / dF (18.4.), digital, R.: Koen Mortier, D.: Thibaud Dooms, Natali Broods, Boris Van Severen

Endlich werden die Behörden aktiv und befreien den 17-jährigen Liam aus seinem von Gewalt, Drogenexzessen und Missbrauch geprägten Elternhaus. Unter der Obhut einer staatlichen Einrichtung für traumatisierte und schwer erziehbare Jugendliche soll dem Jungen dabei geholfen werden, die Schrecken der Vergangenheit hinter sich zu lassen. Zwar kommen die Jugendlichen in der Einrichtung endlich in Kontakt mit Empathie und Verständnis, doch zeigen sich schnell auch die institutionellen Probleme von Machtlosigkeit und Überforderung. Nicht nur entlang dieser Grenzen des Möglichen, sondern vor allem auch anhand der eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen Liam und einem anderen Jugendlichen entbrennt die Frage danach, ob und auf welche Weise sich die Spirale der Gewalt überwinden lässt.

Der neue Film von Koen Mortier, Regisseur von „Ex Drummer“ - ein Tauchgang in die menschlichen Abgründe und das unbewältigte Trauma einer zerstörten Kindheit, unfassbar intensiv gespielt von Thibaud Dooms. „Ein eindrucksvoller und äußerst bedrückender Film (…), der den Zuschauer lange nicht loslässt.“ (metal.de) „Kein herkömmliches Sozialdrama, sondern eine gnadenlose Anatomie der Zerstörung. Koen Mortier zeigt meisterhaft, wie Gewalt die DNA eines Menschen vergiftet, bis jede Hilfe zu spät kommt. Ein schmerzhaftes audiovisuelles Inferno, das die Zuschauerschaft fassungslos zurücklässt.“ (Der Watchdog)

 

21
Apr.
2026
Dienstag, 21. April 2026 21:15
In memoriam Rubert Duvall Bullitt  USA 1968, 114 Min., dF, digital, R.: Peter Yates, D.: Steve McQueen, Jacqueline Bisset, Robert Vaughn Polizist Bullitt, der beauftragt ist, einen Kronzeugen

In memoriam Rubert Duvall

Bullitt 

USA 1968, 114 Min., dF, digital, R.: Peter Yates, D.: Steve McQueen, Jacqueline Bisset, Robert Vaughn

Polizist Bullitt, der beauftragt ist, einen Kronzeugen zu beschützen, wird von der Mafia zusammen mit dem Zeugen schwer verletzt. Im Krankenhaus stirbt der Zeuge, was Bullitt jedoch geheim hält, um die Täter effektiver verfolgen zu können. Bald weiß er nicht mehr, wem er trauen kann und wer Jäger, wer Gejagter ist. 

Es gibt viele Gründe, sich „Bullitt“ anzusehen: Der Film erzählt eine großartige Detective-Story, er ist als einer der Höhepunkte des Sixties-Style anzusehen und dennoch in realistischem Ton gehalten, er ist mit Kultschauspieler Steve McQueen in der Hauptrolle besetzt und verwendet eine Filmsprache, an der sich heutige Filme orientieren sollten, um wieder zu mehr Kraft zu kommen. Warum man den Film unbedingt im Kino sehen m u s s: Er enthält eine der eindrucksvollsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte, die mit subtil subjektiver Kamera gedreht ist und den Zuschauer förmlich in die Leinwand saugt. Nicht in den Bildschirm, aber in die Kinoleinwand!

In memoriam Robert Duvall

Im Februar verstarb traurigerweise, allerdings immerhin im stattlichen Alter von 95 Jahren, der große Charakterdarsteller Robert Duvall, der längst als Legende des US-amerikanischen Films gilt. 

Bereits mit seinem Spielfilm-Debüt „Wer die Nachtigall stört“ erregte er viel Aufsehen. Die „New Hollywood“-Bewegung prägte er mit seiner Mitwirkung in Filmen wie „M*A*S*H“, „Network“, „Der Pate“ und „Apocalypse Now“ stark mit. Er führte später auch Regie und wenngleich wir im KommKino dieser Auszeichnung eher wenig Aussagekraft zubilligen: Es sei noch erwähnt, dass er 1984 für „Comeback der Liebe“ mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde.

Wir zeigen eine Auswahl sehenswerter Werke.

 

23
Apr.
2026
Donnerstag, 23. April 2026 21:15
In memoriam Robert Duvall Apocalypse Now USA 1979, 153 Min., deutsche Kinofassung, digital, R.: Francis Ford Coppola, D.: Martin Sheen, Marlon Brando 1969 eskaliert

In memoriam Robert Duvall

Apocalypse Now

USA 1979, 153 Min., deutsche Kinofassung, digital, R.: Francis Ford Coppola, D.: Martin Sheen, Marlon Brando

1969 eskaliert der Vietnamkrieg zunehmend. Captain Benjamin Willard (Martin Sheen), erhält in dieser Phase den Auftrag, den abtrünnigen Colonel Walter Kurtz (Marlon Brando) zu töten. Er hat sich in Kambodscha mit einigen Anhängern ein bizarres Reich aufgebaut. Es besteht der Verdacht, dass Kurtz dem Wahnsinn verfiel. Die Umsetzung des Auftrags entwickelt sich zu einem wahren Höllentrip …

Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“ ist einer der letzten großen künstlerischen und kommerziellen Triumphe des „New Hollywood“-Kinos, das ab den späten 60er-Jahren das US-Kino mit bissiger Gesellschaftskritik, unkonventionellen Inhalten und eigenwilliger Ästhetik revolutionierte. Mehrfach hatte Coppolas ohnehin sehr ambitioniertes Projekt während der Dreharbeiten mit monströsen Schwierigkeiten zu kämpfen und stand kurz vor dem Scheitern.

Coppola: „Der Film ist nicht über den Vietnamkrieg. Er ist Vietnam. Wir waren im Dschungel. Wir waren zu viele. Wir hatten Zugriff auf zu viel Geld, zu viel Ausrüstung - und nach und nach wurden wir wahnsinnig.“ Das auf Joseph Conrads Erzählung „Herz der Finsternis“ basierende Werk wurde dennoch oder vielleicht gerade deshalb zu einem der besten Anti-Kriegsfilme, ausgezeichnet unter anderem mit der Goldenen Palme in Cannes. Die aus konventionellen Kriegs- und Antikriegsfilmen bekannten Darstellungen werden weitgehend vermieden, mit einer psychedelischen Ästhetik wird der Wahnsinn des Krieges mit höchster Intensität spürbar. Robert Duvall gibt dabei eine hervorragende Performance als selbstherrlicher Colonel Bill Kilgore.

Es existieren mehrere Schnittfassungen: neben der ursprünglichen Kinoversion ein „Director’s Cut“ und ein „Final Cut“. Welche zu bevorzugen ist, darüber gibt es umfassende Debatten. Wir zeigen die ursprüngliche Kinofassung mit der originalen deutschen Synchronisation.

In memoriam Robert Duvall

Im Februar verstarb traurigerweise, allerdings immerhin im stattlichen Alter von 95 Jahren, der große Charakterdarsteller Robert Duvall, der längst als Legende des US-amerikanischen Films gilt. 

Bereits mit seinem Spielfilm-Debüt „Wer die Nachtigall stört“ erregte er viel Aufsehen. Die „New Hollywood“-Bewegung prägte er mit seiner Mitwirkung in Filmen wie „M*A*S*H“, „Network“, „Der Pate“ und „Apocalypse Now“ stark mit. Er führte später auch Regie und wenngleich wir im KommKino dieser Auszeichnung eher wenig Aussagekraft zubilligen: Es sei noch erwähnt, dass er 1984 für „Comeback der Liebe“ mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde.

Wir zeigen eine Auswahl sehenswerter Werke.

 

24
Apr.
2026
Freitag, 24. April 2026 21:15 - Sonntag, 26. April 2026 16:00
Es ist mittlerweile schon eine geliebte Tradition geworden, den Frühling in Nürnberg mit der Sonne

Es ist mittlerweile schon eine geliebte Tradition geworden, den Frühling in Nürnberg mit der Sonne Almerias zu begrüßen. Zur sechsten Ausgabe des Italo-Western Festivals erwartet Euch erneut die gewohnte Mischung aus Genreklassikern, Geheimtipps, seltenen deutschen Synchronfassungen und kultigen Trailershows. Unter Gleichgesinnten heißt es beim Festivalbier ausgiebig fachsimpeln, sowie die echte, analoge Kinoatmosphäre des KommKinos genießen. Auf der großen Leinwand werden die alten Helden wieder lebendig und ihre Kugeln pfeifen das Lied vom Tod.

 

Freitag, 24. April 2026

21:15 Uhr "Keoma" (Keoma, 1976)
23:15 Uhr "Seine Kugeln pfeifen das Todeslied (Il pistolero dell'Ave Maria, 1969)


Samstag, 25. April 2026

14:00 Uhr "Django - Ich will ihn tot" (Lo voglio morto, 1968)
16:00 Uhr "Chamaco" (Killer Kid, 1967)
21:00 Uhr "Blutiges Blei" (Il prezzo del potere, 1969)
23:00 Uhr "Satan der Rache" (E Dio disse a Caino..., 1970)


Sonntag, 26. April 2026

13:00 Uhr "Keinen Dollar für dein Leben" (Un dólar de fuego, 1966)
15:00 Uhr "Der Mann aus El Paso" (Un hombre llamado Noon, 1973)
17:00 Uhr "Das Gold von Sam Cooper" (Ognuno per sé, 1968)

3 Tage - 9 Filme - alle in dt. Kinofassungen von 35mm

 

 

Ticketinfos

Dauerkarte: 45 €

Einzelkarte:   6 € pro Film

Reservierung: reservierung[at]kommkino.de

Ort:
Filmfabrik – Kino im Komm e. V.
Königstr. 93
90402 Nürnberg

 

 

Save the Date!

28
Apr.
2026
Dienstag, 28. April 2026 21:15
Der Mann ohne Nerven  OT: Breakout, USA 1975, 96 Min., dF, digital, R.: Tom Gries, D.: Charles Bronson, Robert

Der Mann ohne Nerven 

OT: Breakout, USA 1975, 96 Min., dF, digital, R.: Tom Gries, D.: Charles Bronson, Robert Duvall, Jill Ireland, John Huston 

Jay Wagner (Robert Duvall) ist aufgrund einer Intrige seines Großvaters (John Huston) als Mörder zu 28 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Wagners Frau (Jill Ireland) vertraut dem Großvater ahnungslos an, dass sie Nick Colton (Charles Bronson) angeheuert hat, um ihren Mann zu befreien. Als der erste Fluchtversuch misslingt, vermutet Nick Verrat, und er sorgt dafür, dass die neuen Pläne geheim bleiben. Schrittweise entfaltet sich aus dem Plan zur Befreiung Wagners eine einzigartige Serie von Abenteuern und unglaublichen Ereignissen.

Einwandfreie Actionkomödie mit Soundtrack von Jerry Goldsmith. Mit der Starbesetzung Bronson/Duvall versuchte man sich seitens des Produktionsstudios übrigens an einer noch recht jungen Distributionsmaßnahme: Wanderten Filmkopien normalerweise über Monate von Stadt zu Stadt, wurde „Der Mann ohne Nerven“ mit großem Aufwand in rund tausend Kinos gleichzeitig gestartet. 

In memoriam Robert Duvall 

Im Februar verstarb traurigerweise, allerdings immerhin im stattlichen Alter von 95 Jahren, der große Charakterdarsteller Robert Duvall, der längst als Legende des US-amerikanischen Films gilt. 

Bereits mit seinem Spielfilm-Debüt „Wer die Nachtigall stört“ erregte er viel Aufsehen. Die „New Hollywood“-Bewegung prägte er mit seiner Mitwirkung in Filmen wie „M*A*S*H“, „Network“, „Der Pate“ und „Apocalypse Now“ stark mit. Er führte später auch Regie und wenngleich wir im KommKino dieser Auszeichnung eher wenig Aussagekraft zubilligen: Es sei noch erwähnt, dass er 1984 für „Comeback der Liebe“ mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde.

Wir zeigen eine Auswahl sehenswerter Werke.

 

30
Apr.
2026
Donnerstag, 30. April 2026 21:15
In memoriam Robert Duvall Falling Down - ein ganz normaler Tag  OT: Falling down, USA, 1993, 113 Min, dF, digital, R.: Joel Schumacher, D.: Michael Douglas,

In memoriam Robert Duvall

Falling Down - ein ganz normaler Tag 

OT: Falling down, USA, 1993, 113 Min, dF, digital, R.: Joel Schumacher, D.: Michael Douglas, Robert Duvall, Barbara Hershey, Tuesday Weld

William Foster ist ein ehemaliger Ingenieur in der Rüstungsindustrie, der seinen Job verloren hat. Um dies vor seiner Familie zu verbergen, verlässt er morgens wie gewöhnlich mit Aktenkoffer, in Anzug und Krawatte das Haus. In Wahrheit will er, obwohl es ihm gerichtlich untersagt ist, zu seiner Tochter fahren, die Geburtstag hat. Es ist ein heißer, nerviger Tag, und zu allem Überfluss bleibt er auf dem Highway im Stau stecken. Er steigt aus, lässt das Auto einfach stehen und setzt zu Fuß seinen Weg fort. Er kommt von einer unangenehmen Situation in die nächste. Unfreundlichen Zeitgenossen und demütigenden Situationen begegnet er anfangs noch besonnen und mit Verständnis. Als die Situationen zunehmend bedrohlicher werden, ist auch bei ihm eine Grenze erreicht. Parallel erleben wir die Geschichte von Sergeant Pendergrast, der kurz vor seiner Pensionierung Foster, der mittlerweile bis an die Zähne bewaffnet ist, stoppen soll.

Die komplexe Figur des Protagonisten lädt immer wieder zur Identifikation ein. Irgendwo hat er ja Recht, denkt man sich. Trotzdem löst sein Verhalten auch ein tiefes Unbehagen, Abscheu und auch Mitleid aus. Es stellt sich die Frage: Who is falling down? William Foster oder die Gesellschaft? Der gezeigte Wahnsinn der ganz alltäglichen Normalität, an die man sich eigentlich nicht gewöhnen möchte und die man doch oft kritiklos hinnimmt, lässt den Film lange im Gedächtnis bleiben.

In memoriam Robert Duvall

Im Februar verstarb traurigerweise, allerdings immerhin im stattlichen Alter von 95 Jahren, der große Charakterdarsteller Robert Duvall, der längst als Legende des US-amerikanischen Films gilt. 

Bereits mit seinem Spielfilm-Debüt „Wer die Nachtigall stört“ erregte er viel Aufsehen. Die „New Hollywood“-Bewegung prägte er mit seiner Mitwirkung in Filmen wie „M*A*S*H“, „Network“, „Der Pate“ und „Apocalypse Now“ stark mit. Er führte später auch Regie und wenngleich wir im KommKino dieser Auszeichnung eher wenig Aussagekraft zubilligen: Es sei noch erwähnt, dass er 1984 für „Comeback der Liebe“ mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde.

Wir zeigen eine Auswahl sehenswerter Werke.

 

01
Mai
2026
Freitag, 1. Mai 2026 21:15
Nahaufnahmen OT: Inserts, GB 1975, 117 Min., dF, 16mm, R.: John Byrum, D.: Richard Dreyfuss, Jessica Harper, Bob Hoskins

Nahaufnahmen

OT: Inserts, GB 1975, 117 Min., dF, 16mm, R.: John Byrum, D.: Richard Dreyfuss, Jessica Harper, Bob Hoskins

Hollywood, in den 1930er-Jahren. In seiner heruntergekommenen Villa verschanzt sich der einst als Genie gefeierte Regisseur „Boy Wonder“ (Richard Dreyfuss). Er weigert sich, den Aufstieg des Tonfilms zu akzeptieren. Stattdessen inszeniert er mit einem kleinen Team schmuddelige Erotikfilme - und behandelt diese wie filmische Meisterwerke. Als eine neue Darstellerin eintrifft, gerät das fragile Gebilde aus Arroganz, Sucht und künstlerischem Wahn jedoch ins Wanken. Und was als Drehtag beginnt, entwickelt sich zu einem psychologischen Machtspiel.

„Ein theaterhafter Fünf-Personen-Film, der, trotz Beschränkung auf ein privates Schicksal, die menschenverformenden Zwänge Hollywoods deutlich macht“, so das Lexikon des internationalen Films. „Dagegen ist „Der letzte Tango in Paris“ ein langsamer Walzer“, war auf dem deutschen Kinoplakat zu lesen. Ganz so weit muss man nicht gehen, aber die Mischung aus Schauspielkunst, Kameraführung und thematischer Schärfe macht „Nahaufnahme“ zu einem Klassiker des Autorenkinos der 1970er-Jahre.

 

02
Mai
2026
Samstag, 2. Mai 2026 21:15
In memoriam Robert Duvall Colors - Farben der Gewalt OT: Colors, USA 1988, 116 Min., dF, 35mm, R.: Dennis Hopper, D.: Sean Penn, Robert Duvall, Maria Conchita Alonso

In memoriam Robert Duvall

Colors - Farben der Gewalt

OT: Colors, USA 1988, 116 Min., dF, 35mm, R.: Dennis Hopper, D.: Sean Penn, Robert Duvall, Maria Conchita Alonso

Los Angeles ist Ende der Achtziger ein heißes Pflaster: Rivalisierende Gangs liefern sich erbarmungslose Kämpfe auf den Straßen. Um die Gewalt einzudämmen, setzt das LAPD den erfahrenen Cop Bob Hodges (Robert Duvall) auf die Kids an. Begleitet wird er von seinem neuen Partner Danny McCavin (Sean Penn). Gemeinsam durchstreifen sie ein Armenviertel in East-L.A., setzen dabei jedoch auf unterschiedliche Methoden. Während Hodges sich der Aufgabe besonnen widmet, kocht beim jungen Heißsporn McCavin schnell das Blut hoch. Es dauert nicht lange, bis sich die völlig gegensätzlichen Polizisten mitten in einem Bandenkrieg zwischen den rivalisierenden Bloods und Crips wiederfinden …

Robert Duvall und Sean Penn glänzen in Dennis Hoppes Regiearbeit als ungleiches Ermittler-Duo. Das actionreiche Filmdrama lebt von der Intensität seiner Hauptdarsteller und wirft einen ungeschönten Blick auf die hässlichen Seiten der „City of Angels“.

In memoriam Robert Duvall

Im Februar verstarb traurigerweise, allerdings immerhin im stattlichen Alter von 95 Jahren, der große Charakterdarsteller Robert Duvall, der längst als Legende des US-amerikanischen Films gilt. 

Bereits mit seinem Spielfilm-Debüt „Wer die Nachtigall stört“ erregte er viel Aufsehen. Die „New Hollywood“-Bewegung prägte er mit seiner Mitwirkung in Filmen wie „M*A*S*H“, „Network“, „Der Pate“ und „Apocalypse Now“ stark mit. Er führte später auch Regie und wenngleich wir im KommKino dieser Auszeichnung eher wenig Aussagekraft zubilligen: Es sei noch erwähnt, dass er 1984 für „Comeback der Liebe“ mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde.

Wir zeigen eine Auswahl sehenswerter Werke.

 

29
Juli
2026
Mittwoch, 29. Juli 2026 21:15 - Sonntag, 2. August 2026 21:15
Save the Date!

Save the Date!

11
Sep.
2026
Freitag, 11. September 2026 21:15 - Sonntag, 13. September 2026 17:00
Save the Dates:  Fr., 11.9.: 21:15/23:15 Sa., 12.9.: 14:00/16:00/21:15/23:15 So., 13.9.: 13:00/15:00/17:00

Save the Dates: 

Fr., 11.9.: 21:15/23:15

Sa., 12.9.: 14:00/16:00/21:15/23:15

So., 13.9.: 13:00/15:00/17:00

22
Okt.
2026
Donnerstag, 22. Oktober 2026 21:15 - Sonntag, 25. Oktober 2026 17:00
Save the Date!  (Sonntag 17:00 Uhr - Kino 1)

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(Sonntag 17:00 Uhr - Kino 1)

13
Nov.
2026
Freitag, 13. November 2026 14:00 - Sonntag, 15. November 2026 17:30
Save the Dates:  Fr., 13.11.: 14:00/16:00/21:00/23:15 Sa., 14.11.: 14:00/16:00/21:00/23:15 So., 15.11.: 13:00/15:00/17:30

Save the Dates: 

Fr., 13.11.: 14:00/16:00/21:00/23:15

Sa., 14.11.: 14:00/16:00/21:00/23:15

So., 15.11.: 13:00/15:00/17:30