Skunk

skunk
Dienstag, 14. April 2026 21:15
                                           Eintritt: 6 Euro                           

Skunk 

Belgien/NL 2023, 105 Min., OmU, digital, R.: Koen Mortier, D.: Thibaud Dooms, Natali Broods, Boris Van Severen

Endlich werden die Behörden aktiv und befreien den 17-jährigen Liam aus seinem von Gewalt, Drogenexzessen und Missbrauch geprägten Elternhaus. Unter der Obhut einer staatlichen Einrichtung für traumatisierte und schwer erziehbare Jugendliche soll dem Jungen dabei geholfen werden, die Schrecken der Vergangenheit hinter sich zu lassen. Zwar kommen die Jugendlichen in der Einrichtung endlich in Kontakt mit Empathie und Verständnis, doch zeigen sich schnell auch die institutionellen Probleme von Machtlosigkeit und Überforderung. Nicht nur entlang dieser Grenzen des Möglichen, sondern vor allem auch anhand der eskalierenden Auseinandersetzungen zwischen Liam und einem anderen Jugendlichen entbrennt die Frage danach, ob und auf welche Weise sich die Spirale der Gewalt überwinden lässt.

Der neue Film von Koen Mortier, Regisseur von „Ex Drummer“ - ein Tauchgang in die menschlichen Abgründe und das unbewältigte Trauma einer zerstörten Kindheit, unfassbar intensiv gespielt von Thibaud Dooms.

„Kein herkömmliches Sozialdrama, sondern eine gnadenlose Anatomie der Zerstörung. Koen Mortier zeigt meisterhaft, wie Gewalt die DNA eines Menschen vergiftet, bis jede Hilfe zu spät kommt. Ein schmerzhaftes audiovisuelles Inferno, das die Zuschauerschaft fassungslos zurücklässt.“ (Watchdog)

"Die Gewalt, physisch wie verbal, die hier gegen Kinder und Heranwachsende ausgeübt wird, führt einen (...) schnell an die Grenze. Dass man nicht fluchtartig das Kino verlässt, ist Mortiers großer Sensibilität zu verdanken. Denn er schafft es Respekt und Mitgefühl für seine Figuren aufzubringen, die dadurch nicht zum Kuriositätenkabinett werden, sondern vielschichtige Menschen, für deren teilweise unfassbaren Gewaltausbrüche gegen sich und andere man nicht unbedingt Verständnis, wohl aber Mitgefühl aufbringt. Schwarz-Weiß gibt es hier nicht." (Marco Koch, www.filmforum-bremen.de)

"Mortiers Stärke besteht darin, die psychische Zerrissenheit und emotionale Überforderung der jungen Protagonisten als raue, zerstörerische und schier unkontrollierbare Kraft zu inszenieren. Die Jungen haben keine Chance, weil sie in einem vergifteten Umfeld leben. Die grobkörnigen, auf analogem 16mm-Material gedrehten Bilder wirken kalt und dreckig, die Innenräume sind kahl und unpersönlich, der Himmel konsequent bewölkt." (Michael Kienzl, www.filmdienst.de)

 

 

 
 

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  • Samstag, 18. April 2026 21:15
  • Dienstag, 14. April 2026 21:15