R.O.T.O.R. — Die Killer-Maschine
ROTOR Roboter ist so allein, ROTOR will nie mehr so einsam sein, er sucht eine Roboter-Braut mit silbergrauen Augen, um sie zu küssen und berühren und an ihr rumzuschrauben… *sing*
R.O.T.O.R. (steht für Robotic Tactical Operation Research) ist eines der beklopptesten Geschosse aus den 80ern, der so tief in den Klischees desselben Jahrzehnts watet, dass selbst sämtliche relevanten Wrestler der Zeit neidisch wären. Gefilmt in Texas (worauf uns der Film SEHR unsubtil hinweist) ist als dreistestes aller dreisten Rip-offs von Terminator und Robocop bekannt (wobei ROTOR nach Terminator aber vor Robocop gedreht worden sein soll), und präsentiert uns einen Polizeiroboter der außer Kontrolle gerät und (angeblich) Amok läuft und von seinem Erbauer Coldyron eingefangen werden muss (cold, iron, klingelt’s?, ganz zu schweigen von dem vielen Blech, das er redet!)
Dabei gibt's natürlich viele Kuriositäten, die man hier gar nicht alle spoilern möchte, gehört ROTOR ohne Zweifel zu den Trashkönigen des Jahrzehnts von Mike Krüger, Modern Talking und Tschernobyl, das so ziemlich jeden Fehler in Regie und Drehbuch begeht den man begehen kann. Wenn sich sogar eine argentinische Rock Band (Él Mató a un Policía Motorizado) nach einer deiner Dialogzeilen benannt hat (“He killed a motorcycle cop”), dann weißt du, du hast etwas richtig gemacht. Für den Regisseur war es der einzige Nicht-Animationsfilm, für die meisten Schauspieler die einzige Filmarbeit. Und trotz allem Trash war der Film doch prophetisch: angeblich soll der erste Polizeiroboter, der einen Menschen getötet hat, das tatsächlich in Texas getan haben. Und der Film hat sinngemäß prophezeit, die Gesellschaft steht unmittelbar vor ihrer Selbstauslöschung, das ist im Spätjahr 2016 bekanntlich tatsächlich passiert, zwar vielleicht nicht so, wie es sich die Filmemacher vorgestellt haben, aber immerhin war Texas beteiligt.
Deshalb: Silbergraue Augen. Ich werd’ an ihr rumschrauben!