Cool World
USA 1992, 97 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Ralph Bakshi, Darsteller: Gabriel Byrne, Kim Basinger, Brad Pitt
„Mischung aus Realfilm und Zeichentrickabenteuer : Der ehemalige Soldat Frank Harris (Brad Pitt) landet nach einem schweren Motorradunfall, bei dem seine Mutter stirbt, in der Comicwelt „Cool World“. Dort arbeitet er fortan als Polizist, der die Einhaltung der Regeln überprüft. In dieser Eigenschaft trifft er auf den Comiczeichner Jack Deebs (Gabriel Byrne), der bislang immer von „Cool World“ geträumt hat und dachte, es handele sich um seine Kreation. Jetzt wird aber auch Deebs in diese tatsächlich existierende Welt hineingezogen. Weil sich die Cartoonfigur Holli Would (Kim Basinger/Jenine Jennings) an Deebs heranmacht, um mit dem Menschen Sex zu haben, muss Harris aufpassen wie ein Schießhund. Denn solche Verbindungen sind in „Cool World“ absolut verboten. Sie können die Stabilität der Welt gefährden.“ (nach www.filmstarts.de)
„Ralph Bakshi brachte schon den Comic „Fritz the Cat“ und das Fantasyabenteuer „Der Herr der Ringe“ auf die Leinwand. In „Cool World“ läßt er auf die klassischen Verlierertypen der Schwarzen Serie ein atemloses tricktechnisches Pandämonium los. Bakshis Comicwelt ist alles andere als drollig, sie steht in der Tradition von Underground und Trash. „Cool World“ wirkt wie eine groteske, satirische Höllenversion des Realschauplatzes Las Vegas, ein finsteres Loch voller geiler Finsterlinge, Flittchen und mordlustiger kleiner Monster.“ (cinema)
KommKino-Programm zum Comicsalon 2026
Der zweijährlich stattfindende Comicsalon, der wieder vom 4.-7.6. in Erlangen steigt, ist das größte Comicfestival im deutschsprachigen Raum. Zusätzlich findet im Künstlerhaus die Ausstellung „Schurken & Helden“ statt. Gründe genug für das KommKino, das dieser in Deutschland noch immer oft unterschätzten Kunstform schon lange zugeneigt ist, ein buntes Comic-affines Programm zu schnüren.
Dabei sind drei Filme von Ralph Bakshi, Altmeister des Zeichentrickfilms für Erwachsene: „Cool World“ (3.6.), sein letzter Kinofilm, „American Pop“ (4.6.) in der Reihe „PopCore!“, ein zu Unrecht etwas in Vergessenheit geratenes animiertes Rock-Musical, und sein Debüt, die legendäre Robert-Crumb-Verfilmung „Fritz the Cat“ (10.6.). „Captain Berlin vs. Hitler“ (5.6.) zeigt Deutschlands originellsten, von Underground-Ikone Jörg Buttgereit ersonnenen Superhelden im Kampf gegen den größten Schurken der Geschichte. Abgerundet wird das Programm mit zwei sehenswerten Kurzfilmabenden: „Altmetall“ (6.6.) verspricht ein wahnwitziger Abend zwischen Kunst und Trash mit persönlich anwesenden Kreativen zu werden. Die „Propaganda Toons“ am 9.6. zeigen, wie legendäre Zeichentrickfiguren in während des Zweiten Weltkriegs entstanden Filmen gegen die teuflischen Nazis kämpften.