06
Dez.
2022
Dienstag, 6. Dezember 2022 21:15
CH 2022, 92 Min., dF, digital, R.: Johannes Hartmann, D.: Alice Lucy, Max Rüdlinger, Casper Van Dien Das junge Mädchen Heidi, das mit

CH 2022, 92 Min., dF, digital, R.: Johannes Hartmann, D.: Alice Lucy, Max Rüdlinger, Casper Van Dien

Das junge Mädchen Heidi, das mit dem Großvater, einem Ziegenhüter, eine kleine Holzhütte in den Schweizer Alpen bewohnt, erlebt ein neues Abenteuer. Von brutalen Regierungstruppen wird sie entführt und muss sich gegen eine mit Käse gefüllte Hassmaschinerie zur Wehr setzen.

Nach mehr als drei Jahren konnte der erste Swissploitation-Film endlich fertiggestellt werden. Eine beeindruckende Crowdfunding-Kampagne finanzierte diesen unterhaltsamen Wahnsinnsstreifen. Herausgekommen ist ein wahres Blutfondue mit Kuckucksuhren, Taschenmessern und Toblerone. „Die Schweiz ist immer eine Reise wert. Schon allein die Flagge ist ein großes Plus.“ (Flo)

"Medienberichte (sorgten) für Aufmerksamkeit (...). So wurde dem Kantonspolizist Gregory Widmer wegen seiner Beteiligung als Co-Autor an dem Filmprojekt im März 2019 fristlos gekündigt, schließlich würden sich Szenen von Waterboarding mit Käsefondue und Polizeitruppen mit roten Schweizwappen-Armbänden in der Optik von SS-Uniformen nicht mit seinem Berufsethos vertragen. Widmer klagte erfolgreich dagegen, der Fall ging bis vors Bundesgericht." (Lutz Grannert, www.filmstarts.de)

"„Mad Heidi“ ist ein sehr unterhaltsamer Exploitation-Film, der Action und Komödie vereint. Johannes Hartmann und Sando Klopfstein verbindet eine große Liebe für dieses Genre, was man jeder Einstellung ihres Filmes ansieht, der neben einer tollen Hauptdarstellerin sehr viele kurzweilige, blutige und urkomische Momente zu bieten hat." (Rooven Linnarz, www.film-rezensionen.de)

 

07
Dez.
2022
Mittwoch, 7. Dezember 2022 21:15
BRA 2021; 127 Min., OmU, digital, R.: Anita Rocha da Silveira, D.: Mari Oliveira, Lara Tremouroux, Joana Medeiros, Felipe Frazão

BRA 2021; 127 Min., OmU, digital, R.: Anita Rocha da Silveira, D.: Mari Oliveira, Lara Tremouroux, Joana Medeiros, Felipe Frazão

Brasilien, in nicht näher definierter Zukunft: Die Säkularisierung ist aufgehoben, das Land wird von der Kirche regiert. Nachts ziehen Mariana und ihre gewaltbereiten Mitstreiterinnen maskiert durch die Stadt. Sie sind auf der Jagd nach Frauen, die gegen Sitte und Moral verstoßen. Ihre Ideologie fußt auf einer „urban legend“, wonach der Sünderin Melissa von einem Engel das Gesicht angezündet wurde. Das reinigende Feuer hat sie zur Heiligen avancieren lassen, die immer noch irgendwo, mit deformiertem Gesicht, ihr Dasein fristet. Marianas Spurensuche führt sie in eine ihr fremde Welt der menschlichen Nähe, die langsam auch sie zu verändern beginnt.

„(…) Regisseurin Anita Rocha da Silveira hat bereits mit „Kill me, please“ einen Hybrid aus Coming of age, Horror und feministischem Pamphlet präsentiert. In ihrem neuen Film perfektioniert sie diese Mischung noch, „Medusa“ zeigt einen offensichtlichen Reifungsprozess auf. Die Inszenierung ist dichter, die Figuren haben eine tiefgründigere Charakterzeichnung und die Verwendung von subtilem Humor wirkt pointierter. Entstanden ist eine spannende Rache-Gesellschaftssatire mit skurrilen Figuren und einer einnehmenden künstlerischen Ästhetik.“ (Teresa Vena, Kino-Zeit)

 

08
Dez.
2022
Donnerstag, 8. Dezember 2022 21:15
USA 1978, 112 Min., OV, digital, R.: Martin Scorsese, D.: The Band, Bob Dylan, Neil Young, Eric Clapton, Van Morrison, Joni Mitchell Am

USA 1978, 112 Min., OV, digital, R.: Martin Scorsese, D.: The Band, Bob Dylan, Neil Young, Eric Clapton, Van Morrison, Joni Mitchell

Am 25. November 1976 verabschiedet sich „The Band“ von der Bühne. Mit einem letzten Walzer tritt die Americana-Band der 1960er-Jahre in San Francisco vor das Publikum. Hinter ihnen liegen der Gang von Kanada nach Kalifornien und nach New York, Touren mit Bob Dylan und anderen prägenden Musikern der Sixties sowie einige legendäre Albenproduktionen. Dementsprechend hochrangig liest sich die Liste der Gastmusiker, die der „Band“ bei „The Last Waltz“ die letzte Ehre erweisen: Neil Young, Eric Clapton, Neil Diamond, Joni Mitchell, Van Morrison, Ringo Starr …

„The Last Waltz“ gilt als einer der besten Konzertfilme aller Zeiten. Kein Wunder, schließlich führte Martin Scorsese Regie, der es wie kaum ein anderer schafft, Rock 'n' Roll auf die Leinwand zu bannen.

POPcore! - Musikfilme im KommKino

Unter dem Label „POPcore!“ zeigen wir einmal im Monat einen Musikfilm in unserem Saal. Dabei flimmern sowohl klassische Konzertfilme als auch Dokus und Spielfilme über die Leinwand. Und auch hinsichtlich des Musikgenres setzen wir uns keine Grenzen. Metaller kommen ebenso auf ihre Kosten wie Freunde elektronischer Musik, Punks treffen auf Hip-Hopper, Mods auf Rocker.

 

09
Dez.
2022
Freitag, 9. Dezember 2022 21:15
OT: Pet Sematary, USA 1989, 99 Min., dF, 35mm, Regie: Mary Lambert, Darsteller: Dale Midkiff, Fred Gwynne, Denise Crosby „Auf einem

OT: Pet Sematary, USA 1989, 99 Min., dF, 35mm, Regie: Mary Lambert, Darsteller: Dale Midkiff, Fred Gwynne, Denise Crosby

„Auf einem Tierfriedhof, den Kinder für ihre liebsten Gefährten eingerichtet haben und der irgendwo in den Wäldern hinter einer Kleinstadt in Maine liegt, geschehen merkwürdige Dinge. Man erzählt sich, daß der „Friedhof der Kuscheltiere“ auf heiligem indianischen Boden errichtet wurde und dort Begrabene wieder zum Leben erwachen können. Als der kleine Junge der erst kürzlich zugezogenen Creeds bei einem Unfall stirbt, versucht der trauernde Vater das Unmögliche: Er begräbt Junior hinter der unheimlichen Stätte...“ (Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben dir)

Die Verfilmung eines der beliebtesten Romane von Stephen King, zu der der Erfolgsautor auch persönlich das Drehbuch beisteuerte. Die Produzenten hatten den Mut, für die Regie eine Newcomerin zu verpflichten, die sich zuvor lediglich mit dem eigenwilligen Erotikthriller „Siesta“ einen gewissen Geheimtipp-Status erarbeitete. Die Inszenierung von Mary Lambert ist trotz ein paar deplatziert wirkender humoristischer Sequenzen sorgfältig, atmosphärisch und gegen Ende auch überraschend hart. Weshalb „epd-Film“ meinte, dass der Steifen „auf den Friedhof der Schmuddelfilme“ gehöre. Ein Plus stellen außerdem die soliden schauspielerischen Leistungen und der gelungene Soundtrack dar.

Special: Stephen Kings 75. Geburtstag

Den Rang als erfolgreichster Horror-Schriftsteller aller Zeiten wird Stephen King mit bereits 2017 über 400 Millionen verkauften Büchern so schnell niemand streitig machen. Etliche seiner Romane wurden verfilmt. In qualitativer Hinsicht reicht das Spektrum der Verfilmungen von dürftig
bis meisterhaft.

Am 21. September wurde der Meister 75 Jahre alt. Für das KommKino Anlass, eine Auswahl der interessantesten Stephen-King-Filme zu zeigen.

 

10
Dez.
2022
Samstag, 10. Dezember 2022 21:15
CH/F 2021, 124 Min., dF, digital, R.: Mano Khalil, D.: Serhed Khalil, Jalal Altawil, Jay Abdo, Zîrek, Heval Naif Ein kleines Dorf vor

CH/F 2021, 124 Min., dF, digital, R.: Mano Khalil, D.: Serhed Khalil, Jalal Altawil, Jay Abdo, Zîrek, Heval Naif

Ein kleines Dorf vor 40 Jahren an der syrisch-türkischen Grenze – der kleine Sero erlebt sein erstes Schuljahr, spielt freche Streiche mit seinen Kameraden, träumt von einem Fernseher, damit er endlich Cartoons schauen kann. Am Sabbat darf er die Lichter seiner jüdischen Nachbarn anzünden, mit denen seine Familie eine enge Freundschaft verbindet. Gleichzeitig muss er aber erleben, wie die Erwachsenen immer mehr von nationalistischer Willkür und Gewalt erdrückt werden.

Mit feinem Sinn für Humor und Satire zeichnet Regisseur Mano Khalil („Der Imker“, „Die Schwalbe“) in seinem neuen Film das Bild einer Kindheit, die unter der Assad-Diktatur auch leichte Momente findet. Der Film ist inspiriert von seinen persönlichen Kindheitserlebnissen und spannt die berührende Erzählung bis in die syrische Tragödie der Gegenwart. Es „(…) schwingt auch immer die Leichtigkeit des Lebens mit und die Hoffnung, dass sich die Menschen eines Tages wieder mit Respekt und Liebe begegnen“, formuliert es die NZZ sehr schön.

 

11
Dez.
2022
Sonntag, 11. Dezember 2022 20:45
Sie wollen auch mal wieder die besinnliche Zeit genießen? Aber Sie haben keine Familie, keine Freunde, keine Zukunft? Dann kommen

Sie wollen auch mal wieder die besinnliche Zeit genießen? Aber Sie haben keine Familie, keine Freunde, keine Zukunft? Dann kommen Sie ins KommKino! Hier feiert man Weihnachten richtig. Denn Wham! nicht jetzt, Wham! dann? Aus diesem Grund zeigen wir eine bunte Vielfalt an Musikvideos der 80er-Jahre zum Thema Weihnachten, bei welchen es sich ausschließlich um „Last Christmas“ der Band Wham! handelt. So oft wir Lust haben!

Unschuldige Hingabe an einen Popsong oder schonungslose Kritik an unser aller Konsumverhalten? Entscheiden Sie doch einfach selbst.

 

13
Dez.
2022
Dienstag, 13. Dezember 2022 21:15
USA 1982, 119 Min., dF, digital, R.: George A. Romero, D.: Hal Holbrook, Ed Harris, Leslie Nielsen, Ted Danson, Stephen King Kein

USA 1982, 119 Min., dF, digital, R.: George A. Romero, D.: Hal Holbrook, Ed Harris, Leslie Nielsen, Ted Danson, Stephen King

Kein Wunder, dass der Comic, den ein kleiner Junge liest, durch die Hände seines strengen Vaters im Müll landet, denn so ein Schund kann für einen Jungen ja nicht gut sein! Das sieht man doch schon an den Storys! Ob jetzt der Vater, der an seinem Geburtstag aus dem Grab zurückkehrt; der Farmer, für den das Wort Unkraut nach einem Meteoriteneinschlag eine neue Bedeutung bekommt; der Professor, der sich an seiner Frau und ihrem Geliebten rächen möchte und doch schnell selbst in den Genuss seiner Falle kommen wird; der Ehemann, der für eine Kiste eine besondere Verwendung findet, oder der Reinlichkeitsfanatiker, der Besuch der besonderen Art bekommen wird – und dies auch noch zahlreich ...

„Creepshow“ ist eine Horroranthologie mit fünf Geschichten aus der Feder von Stephen King. Ganz angelehnt an die legendären E.C.-Comics aus den 50er-Jahren, die zutiefst schwarzhumorig, für ihre Zeit recht brutal, aber dennoch durchaus moralisch waren, präsentiert uns King ein wildes Potpourri. Es spielt gekonnt mit Horror, Grusel, Ekel und schwarzem Humor. Mit George A. Romero hatte man zudem einen Mann auf dem Regiestuhl sitzen, der auch ein großer Fan der Comicvorlage war und die Storys sowie die „Rahmenhandlung“ sehr versiert, fantasievoll und abwechslungsreich inszeniert – einschließlich kleiner Zeichentricksequenzen, die schon in Richtung Pop Art gehen. Dazu die erste Filmrolle für Stephen King, der in der zweiten Episode einen etwas dümmlichen Farmer spielt und dies auch mit viel Augenzwinkern meistert. Fazit: launig, unterhaltsam und eine sehr schöne Verbeugung vor einer der wichtigsten Comicserien des Horrorgenres.

Special: Stephen Kings 75. Geburtstag

Den Rang als erfolgreichster Horror-Schriftsteller aller Zeiten wird Stephen King mit bereits 2017 über 400 Millionen verkauften Büchern so schnell niemand streitig machen. Etliche seiner Romane wurden verfilmt. In qualitativer Hinsicht reicht das Spektrum der Verfilmungen von dürftig bis meisterhaft.

Am 21. September wurde der Meister 75 Jahre alt. Für das KommKino Anlass, eine Auswahl der interessantesten Stephen-King-Filme zu zeigen.

 

14
Dez.
2022
Mittwoch, 14. Dezember 2022 21:15
USA 1990, 107 Min, dF, 35mm, R.: Rob Reiner, D.: James Caan, Kathy Bates, Richard Farnsworth Paul Sheldon ist

USA 1990, 107 Min, dF, 35mm, R.: Rob Reiner, D.: James Caan, Kathy Bates, Richard Farnsworth

Paul Sheldon ist Autor und ist besonders erfolgreich mit seiner kitschigen Romanserie „Misery“. Als er einen Autounfall erleidet, wird er von Annie Wilkies gerettet und gesundgepflegt. Annie entpuppt sich schnell als größter „Misery“-Fan aller Zeiten – und als Psychopathin...

Stephen King schrieb seinen Roman „Sie“ 1987. Er verarbeitet darin die Vereinnahmung von Autoren durch ihre Fans, die mit ihrem Nachfrageverhalten Autoren oder auch Filmemacher und Schauspieler oft dazu zwingen, ihrem bisherigen Stil bzw. ihrem Rollentyp weiter zu entsprechen – sich aus dieser Zwangslage zu befreien ist für den Betroffenen oft schwierig, da Verleger und Studios keine finanziellen Verluste durch Experimente riskieren wollen. Das Gefühl des Ausgeliefertseins an einen Fan gelingt King und in der Verfilmung Rob Reiner herausragend. So sehr, dass Kathy Bates’ Darstellung der fanatischen Psychopathin als dermaßen gelungen gilt, dass ihre Rolle der Annie Wilkies dem American Film Institute die Würdigung des 17. Platzes der Liste der 50 schlimmsten Filmschurken wert war. Sie rangiert damit einen Platz vor dem Weißen Hai.

Special: Stephen Kings 75. Geburtstag

Den Rang als erfolgreichster Horror-Schriftsteller aller Zeiten wird Stephen King mit bereits 2017 über 400 Millionen verkauften Büchern so schnell niemand streitig machen. Etliche seiner Romane wurden verfilmt. In qualitativer Hinsicht reicht das Spektrum der Verfilmungen von dürftig bis meisterhaft.

Am 21. September wurde der Meister 75 Jahre alt. Für das KommKino Anlass, eine Auswahl der interessantesten Stephen-King-Filme zu zeigen.

 

15
Dez.
2022
Donnerstag, 15. Dezember 2022 21:15
OT: The Dark Half, USA 1993, 116 Min., dF, 35 mm, R.: George A. Romero, D.: Timothy Hutton, Amy Madigan, Michael Rooker, Julie Harris

OT: The Dark Half, USA 1993, 116 Min., dF, 35 mm, R.: George A. Romero, D.: Timothy Hutton, Amy Madigan, Michael Rooker, Julie Harris

Thad Beaumont ist ein seriöser Schriftsteller und angesehener College-Professor. Allerdings weiß niemand, dass er unter dem Pseudonym George Stark auch erfolgreicher Autor von vor Blut und Gewalt triefenden Horrorromanen ist – bis ein Fan über das Geheimnis stolpert, und Beaumont deswegen beschließt, sein Pseudonym stilecht zu Grabe zu tragen. Nachdem allerdings in Beaumonts Umfeld diverse Morde passieren, gerät er in den Fokus der Ermittlungen und fragt sich bald, ob jemand sein Pseudonym benutzt, um grausame Morde zu begehen, und ihn dabei als Verdächtigen ans Messer liefern möchte. Doch was sich hinter den Morden versteckt, ist noch viel erschreckender ...

Bei „Stark“ handelt es sich nach „Creepshow“ um die zweite Zusammenarbeit zwischen Stephen King und George A. Romero. „Stark“ gehört definitiv zu den besseren Stephen-King-Verfilmungen. Das liegt schon allein daran, dass die Romanvorlage eine gute Mischung aus Thriller und Horror ist – und deutlich kompakter als andere Werke Kings. Dazu kommt die sehr versierte Inszenierung des „Herren der Zombies“, George A. Romero, der sich eng an die Vorlage hält, dem Film aber einen besonderen Look verpasst. Stellenweise ist „Stark“ eher ein Slasher als ein Psychothriller, einschließlich einer kleinen Prise Cronenbergschem Bodyhorror. Und der King-Fan bekommt auch noch einen Ausflug in das Städtchen „Castle Rock“ spendiert, das in Kings Romanen immer wieder eine Rolle spielt, sowie ein Wiedersehen mit Figuren aus anderen King-Werken. In diesem Sinne: „Die Sperlinge fliegen wieder!“

Special: Stephen Kings 75. Geburtstag

Den Rang als erfolgreichster Horror-Schriftsteller aller Zeiten wird Stephen King mit bereits 2017 über 400 Millionen verkauften Büchern so schnell niemand streitig machen. Etliche seiner Romane wurden verfilmt. In qualitativer Hinsicht reicht das Spektrum der Verfilmungen von dürftig bis meisterhaft.

Am 21. September wurde der Meister 75 Jahre alt. Für das KommKino Anlass, eine Auswahl der interessantesten Stephen-King-Filme zu zeigen.

 

16
Dez.
2022
Freitag, 16. Dezember 2022 21:15
USA 1976, 99 Min., dF, digital, R.: Brian De Palma, D.: Sissy Spacek, Amy Irving, Piper Laurie, John Travolta, Nancy Allen Carrie ist

USA 1976, 99 Min., dF, digital, R.: Brian De Palma, D.: Sissy Spacek, Amy Irving, Piper Laurie, John Travolta, Nancy Allen

Carrie ist ein gehemmtes und verschüchtertes Teenager-Mädchen, das der Häme und den Angriffen seiner Mitschüler hilflos ausgeliefert ist. Zu Hause erhält das Mädchen keine Unterstützung, da die Mutter, eine religiöse Fanatikerin, es in Form harter Bestrafungen mehr verängstigt als ermutigt. Doch Carrie entdeckt, dass sie immer stärkere telekinetische Fähigkeiten entwickelt, und sie setzt sich zur Wehr, ...

... denn schließlich sind wir hier in einer Stephen-King-Verfilmung – der ersten überhaupt. „Carrie“ ist zudem das erste Buch, das King schrieb, und das auch sofort in den Bestsellerlisten landete. Regisseur Brian De Palma setzt den Kultroman in packende Bilder um und zeigt noch heute vorbildhaft, dass das Grauen und die Spannung in einem Film den Zuschauer umso mehr packt, je mehr er Sympathie und Mitleid mit der Hauptfigur entwickelt. Ein absolutes Meisterwerk!

Special: Stephen Kings 75. Geburtstag

Den Rang als erfolgreichster Horror-Schriftsteller aller Zeiten wird Stephen King mit bereits 2017 über 400 Millionen verkauften Büchern so schnell niemand streitig machen. Etliche seiner Romane wurden verfilmt. In qualitativer Hinsicht reicht das Spektrum der Verfilmungen von dürftig bis meisterhaft.

Am 21. September wurde der Meister 75 Jahre alt. Für das KommKino Anlass, eine Auswahl der interessantesten Stephen-King-Filme zu zeigen.

 

17
Dez.
2022
Samstag, 17. Dezember 2022 21:15
USA 1989, 93 Min., dF, digital, R.: Jeremiah S. Chechik, D.: Chevy Chase, Beverly D’Angelo, Juliette Lewis, Johnny Galecki Clark

USA 1989, 93 Min., dF, digital, R.: Jeremiah S. Chechik, D.: Chevy Chase, Beverly D’Angelo, Juliette Lewis, Johnny Galecki

Clark Griswold hat das Herz am rechten Fleck. Allen Widrigkeiten zum Trotz, hält er eisern an seinem Plan fest, mit seiner Familie ein schönes Weihnachtsfest zu feiern. Dabei ignoriert er großzügig, dass die Kinder eigentlich gar keinen Bock darauf haben, sich Cousin Eddie samt Asi-Familie selbst einlädt und die Weihnachtsbeleuchtung mit der Strahlkraft eines Flugzeug-Rollfelds vielleicht doch etwas überdimensioniert fürs städtische Stromnetz ist ...

Viele Male waren wir mit der Familie Griswold im Rahmen der „National Lampoon“-Reihe, basierend auf dem US-amerikanischen Satiremagazin, auf Reisen. Nun bleiben die Ami-Spießer zu Hause, schließlich steht der Weihnachtsmann vor der Tür. Wir haben nix dagegen, denn „Schöne Bescherung“ aka „Hilfe, es weihnachtet sehr“ ist schlicht ein lauter Riesenspaß zur „staden Zeit“.

„The 80s Club“ – Feelgood-Flashback im KommKino!

Bringt euren Vokuhila in Form, stülpt die Legwarmer über und beschleunigt den DeLorean auf Höchstgeschwindigkeit: Eure 80er-Nostalgie hat ein neues Zuhause! „The 80s Club“ im KommKino entführt euch einmal monatlich in die Zeit, als Computer noch wie Brotkästen aussahen, Punks sich mit Poppern kloppten und Außerirdische auf gestohlenen Fahrrädern für partielle Mondfinsternisse sorgten. Wir zeigen all die Filme, die euch auch nach Jahrzehnten noch ein wohlig-warmes Kribbeln ins Bäuchlein zaubern und eurem krisengeplagten Köpfchen eine willkommene Auszeit bescheren. Natürlich kümmern sich eure Zeitreise-Experten vom KommKino nicht nur um eine astreine Projektion, sondern überraschen auch mit allerlei Rahmenprogramm passend zu eurem 80er-Flashback. Also: Kurz mal Pause bei Netflix – get the real thing!

 

20
Dez.
2022
Dienstag, 20. Dezember 2022 21:15
USA 1980, 100 Min., dF, digital, R.: Lewis Jackson, D.: Brandon Maggart, Jeffrey DeMunn, Dianne Hull Dieses Weihnachten macht der

USA 1980, 100 Min., dF, digital, R.: Lewis Jackson, D.: Brandon Maggart, Jeffrey DeMunn, Dianne Hull

Dieses Weihnachten macht der Weihnachtsmann alle glücklich: die Kinder und auch die Erwachsenen. Allerdings entpuppt es sich für den kleinen Harry als traumatisches Ereignis, als er zusehen muss, wie der Weihnachtsmann seine Mutter glücklich macht. Später arbeitet er als aufopferungsvoller Mitarbeiter in einer Spielzeugfabrik. Eines Weihnachtsabends holen ihn seine Erinnerungen ein. Er verkleidet sich selbst als Santa und er zieht los, um seine mit Rache gefüllten Päckchen an die bösen Menschen zu verteilen.

„Christmas Evil“ grenzt sich von billigen Psycho-Slashern ab, indem er dem mörderischen Santa Zeit gibt, seinen Charakter zu entwickeln. Dieser wird gespielt von einem damals noch recht unbekannten Brandon Maggart („Sesamstraße“), der jedoch seine Enttäuschung und seinen Hass auf die Menschen überzeugend rüberbringt. „Surprisingly intelligent and gripping.“ (TV Guide)

 

22
Dez.
2022
Donnerstag, 22. Dezember 2022 21:15
USA 1983, 103 Min., dF, 35 mm, R.: David Cronenberg, D.: Christopher Walken, Brooke Adams, Tom Skerritt, Herbert Lom Der Lehrer Johnny

USA 1983, 103 Min., dF, 35 mm, R.: David Cronenberg, D.: Christopher Walken, Brooke Adams, Tom Skerritt, Herbert Lom

Der Lehrer Johnny macht sich nach einem Besuch bei seiner Freundin Sarah auf den Heimweg. Die Nacht ist stürmisch – und es kommt zu einem schweren Autounfall. Fünf Jahre später erwacht er aus dem Koma, und er stellt fest, dass er die Fähigkeit besitzt, bei der Berührung von anderen Menschen deren Zukunft zu sehen. Als er dem Politiker Stillson begegnet, sieht er jedoch etwas, das die Welt verändern wird: Denn Stillson wird als Präsident der Vereinigten Staaten einen Atomkrieg auslösen …

Wie in „Carrie“ oder „Der Feuerteufel“ besitzt auch in dieser Stephen-King-Verfilmung die Hauptfigur übersinnliche Fähigkeiten. „Dead Zone“ ist ein durch und durch deprimierender Film … und so doch ein typischer Film von Meisterregisseur David Cronenberg, mag er auch etwas thematisch und dramaturgisch zugänglicher als seine anderen Werke wirken. Die ganze Hoffnungslosigkeit wird gekonnt in winterliche Landschaften verpackt und durch die Filmmusik von Michael Kamen („Brazil“) noch zusätzlich betont. Ein trauriges Vergnügen, aber vor allem ein starkes Stück Kino.

Special: Stephen Kings 75. Geburtstag

Den Rang als erfolgreichster Horror-Schriftsteller aller Zeiten wird Stephen King mit bereits 2017 über 400 Millionen verkauften Büchern so schnell niemand streitig machen. Etliche seiner Romane wurden verfilmt. In qualitativer Hinsicht reicht das Spektrum der Verfilmungen von dürftig bis meisterhaft.

Am 21. September wurde der Meister 75 Jahre alt. Für das KommKino Anlass, eine Auswahl der interessantesten Stephen-King-Filme zu zeigen.

 

23
Dez.
2022
Freitag, 23. Dezember 2022 21:15
USA 1985, 91 Min., dF, digital, Regie: Sylvester Stallone, D.: Sylvester Stallone, Talia Shire, Burt Young, Carl Weathers, Dolph

USA 1985, 91 Min., dF, digital, Regie: Sylvester Stallone, D.: Sylvester Stallone, Talia Shire, Burt Young, Carl Weathers, Dolph Lundgren, Brigitte Nielsen

Der „Italian Stallion“ schlägt wieder zu! Wenn auch aus tragischen Gründen, denn nach dem Tod seines Ex-Konkurrenten und Buddys Apollo Creed im Fight gegen die russische „Kampfmaschine“ Ivan Drago beschließt Rocky, seinen Freund in einem Boxkampf gegen den Russen zu rächen. Und er will zeigen, dass der Russe nicht unbesiegbar ist, wie er von der russischen Delegation verkauft wird. Dafür begibt sich Rocky, da die bösen Russen einen Kampf nur zu ihren Bedingungen zulassen wollen, ins „Herz der Finsternis“, nach Russland, um sich dort mit archaischen Mitteln in einer verschneiten Berglandschaft auf den Kampf vorzubereiten – den „Kampf des Jahrhunderts“.

Zugegeben, „Rocky IV“ ist nicht unbedingt ein guter Film. Dafür sprechen schon die damaligen Kritiken wie auch die fünf Goldenen Himbeeren, die er unter anderem in den Kategorien Schauspieler und Regisseur bekommen hat. Und Dolph Lundgren hat an anderer Stelle für seine Darbietung des Ivan Drago tatsächlich einen Preis in der Kategorie „Bester Komödienschauspieler“ bekommen – auch eine Leistung! Stallone präsentiert als Regisseur ein sehr infantiles Russlandbild, das von damals gängigen Klischees nur so trieft. Aber aus einer anderen Sichtweise ist der Film ein wunderbares Zeitdokument der Reagan-Ära und des Kalten Krieges, der auf sehr vielen Ebenen geführt wurde – auch im Kino. Da wundert es nicht, dass „Rocky IV“ an den Kinokassen ein Riesenerfolg war. Also, inzwischen ein Kultfilm oder immer noch Schund? Wir vom KommKino wünschen jedenfalls (ganz nach der damaligen „Spiegel“-Kritik) viel Spaß mit dem „Politporno vom italienischen Hengst“. Ein Film, der auch bestens zur derzeitigen weltpolitischen Lage passt … und dank eines haarsträubend „versöhnlichen“ Schlusses auch hervorragend in die Weihnachtszeit.