Das letzte Loch ist der Mund

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Datum: Mittwoch, 30. Oktober 2019 21:30

Eintritt:
6 Euro

Das letzte Loch ist der Mund

Deutschland 2017, 90 Min, deutsche Fassung, digital, R.: Klaus Erich Dietl, D.: Thomas Glatz, Michael Jandejsek, Martin Krejcí

In dem Experimentalfilm geht es um einen jungen Mann, der sich selbst in Anlehnung an den amerikanischen Serienmörder Albert Fish, Jakob Fisch nennt, und Morde gesteht, die er nicht begangen hat.“ (Quelle: www.filmstarts.de)

„„Das letzte Loch ist der Mund“ ist nun kein Psychothriller oder typischer Serienmörderfilm. Viel eher entwickelt er sich zum Essay über die Lüge, die Sprache und die Justiz. Da ist es nicht immer einfach zu folgen, aber der Film strahlt einen solch sympathischen Do-It-Yourself-Charme aus, dass man gerne am Ball bleibt.

Für dieses Projekt haben sich einige bekannte Vertreter der Münchner Subkultur zusammengetan. Neben Stephanie Müller (Beißpony) und Boomgaarden wirkten auch Patrick Schimanski (48nord), Peter Wacha (Disko B, ChicksOnSpeed), Barbara Herold (Labor45) oder Susanne B. Schmitt (Gender Salon) mit. Noch dazu wurde der Film mit keinerlei öffentlicher Förderung realisiert. Das merkt man ihm auch an – was durchaus positiv gemeint ist!“ (www.muenchner-feuilleton.de)

"Es ist ein Kunstfilm zur Sprachstruktur der Lüge im Amtsapparat. Die Filmmusik hat Patrick Schimanski (48nord) komponiert. Wolfgang Müller von Die Tödliche Doris, Ian Svenonious von Chain And The Gang und beißpony haben Songs beigesteuert. Das Sounddesign hat Fabian Zweck gemacht. Er hat mit Alexander Kluge "Die Pranke der Natur" produziert." (Regisseur Klaus Erich Dietl)

Langsam bekommen wir den Film zu fassen: Vorder­gründig geht es um die Mörder–Story, hinter­gründig wird die Frage nach dem Verhältnis von Wahrheit und Lüge im Justiz­system gestellt, im Filmbauch aber geht es um sprach­liche Tiefen­schärfe und radikale Abna­be­lungs­mo­mente aus einer gefräßigen Sprach­kultur. So toll, wie dieser Film gleichsam ein desta­bi­li­sie­rendes wie konsti­tu­tives Moment darstellt, wenn es den handelnden Rechts­staat eines dekla­ra­to­ri­schen Still­standes bezich­tigt. Ein Still­stand, der das Bestehen eines Rechts oder Rechts­ver­hält­nisses bezeugt, während die Rechts­wir­kung schon vor dem Rechtsakt einge­treten ist. Radikaler geht’s kaum noch. Und es ist toll, wie es gleich­zeitig um den Justiz- wie um den Filmap­parat an sich geht. Ein Filmap­parat, in den eine Lüge einge­schleust wird.“ (Pico Be, Artechock)

"Ein Film über das kreative Lügen und gleichzeitig ein Film über brutale Wahrheit. Das weiß ich wegen meiner gepflegten Doppelzüngigkeit als Filmkritiker und als Staatsanwalt, naja Oberstaatsanwalt. Endlich ein Film über mich. Ich fühl' mich überführt." Dietrich Kuhlbrodt (Staatsanwalt A.D., Filmkritiker und Schauspieler aus dem Cast von Christoph Schlingensief)

Regisseur Klaus Erich Dietl und Hauptdarstellerin Stephanie Müller werden bei der Vorstellung am 17.10. persönlich anwesend sein!!

 

 

 

Alle Daten


  • Mittwoch, 30. Oktober 2019 21:30
  • Donnerstag, 17. Oktober 2019 21:15