Serial Mom

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Mittwoch, 23. September 2026 21:15
                                           Eintritt: 6 Euro                           

Serial Mom

USA 1993, 95 Min., OV, 35mm, R.: John Waters, D.: Kathleen Turner, Sam Waterston, Ricki Lake, Matthew Lillard, Mink Stole

Beverly Sutphin ist die vorbildliche und angesehene Mutter einer typischen reinen amerikanischen Durchschnittsfamilie in einem Vorort von Baltimore. Sie ist stets um das Wohl ihrer Familie bemüht. Und so versteht sie auch keinen Spaß, wenn durch böswillige Machenschaften die idyllische Nachbarschaft und das heile Familienbild beschmutzt werden, wofür die Verursacher auch prompt ihre Quittung bekommen bzw. ihr Leben dafür lassen müssen. Als der Leichenberg sich stapelt und die Zahl der Todesfälle über das übliche Maß wächst, geht die Polizei der Sache doch einmal auf den Grund …

Mit SERIAL MOM liefert John Waters eine bissige Satire auf die spießige Vorstadtwelt, in der die amerikanische Wohlstandsgesellschaft doppelmoralisch ihr Dasein fristet: nach außen hin eine weiße Weste, von innen aber bis ins Mark verdorben. Getränkt in schwarzem Humor und gespickt mit Zitaten an berühmt-berüchtigte Horrorfilme, vollbringt Kathleen Turner als Mutterdämon wahre schauspielerische Höchstleistungen und Matthew Lillard zeigt bereits zwei Jahre vor Wes Cravens SCREAM, dass in ihm ein Horrorfan steckt.

John Waters zum 80.

John Waters wurde am 22. April 1946 in Baltimore als Sohn katholischer Eltern geboren. In der Schule scharte er bereits eine Gruppe um sich, die sein Kunstverständnis teilte: Die „Dreamlanders“, wie sich Cast und Crew fortan nannten, wurden mit John Watersʼ ersten Langfilmen „Multiple Maniacs“, „Pink Flamingos“ und „Female Trouble“ zu Ikonen. Einer seiner Stars war Harris Glenn Milstead, besser bekannt als Divine. 

Die Filme von John Waters erlangten große Underground-Berühmtheit und trugen maßgeblich zur Entwicklung des Midnight-Movie-Formats bei. Seine größten Vorbilder waren Rainer Werner Fassbinder, Ingmar Bergman, Herschell Gordon Lewis und William Castle. Abseits des guten Geschmacks kreierte der selbst ernannte „Schmuddelkönig von Hollywood“ Filme, die bewusst das bisherige Kinoverständnis infrage stellten und durch zahlreiche Tabubrüche die Zensur provozierten. Dies gelang ihm stets mit beißendem Humor und einer scharfsinnigen, hintergründigen Inszenierung. Seine Themen haben bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren.

 

 
 

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