Greta – Haus ohne Männer

Filme
greta
Datum: Freitag, 9. Oktober 2020 21:15

Eintritt:
6 Euro

Greta – Haus ohne Männer

Schweiz 1977, 86 Min., deutsche Fassung, 35mm, Regie: Jess Franco, Darsteller: Dyanne Thorne, Sandra L. Brennan, Tania Busselier, Eric Falk

Greta (Dyanne Thorne) heißt die sadistische Kommandantin eines Frauengefängnisses in einer südamerikanischen Diktatur. In erster Linie will sie von den Gefangenen Informationen über revolutionäre Bewegungen herauspressen. Als sich eine Frau unter falschem Namen in den Knast einschleusen lässt, um ihre Schwester zu finden, wird es für Greta gefährlich ...
Diesmal wird das Ilsa-Thema – vielfach wurde der Streifen dann auch als Teil der Serie vermarktet – von dem Schweizer Produzenten Erwin C. Dietrich und dem spanischen Kultregisseur Jess Franco variiert. Auch dieser Reißer ist definitiv nichts für Zartbesaitete, aber deutlich intelligenter als es zunächst den Anschein hat. Die Story ist durchaus komplex und beinhaltet überraschenderweise gar nicht dumme Reflexionen über Voyeurismus.

Special In memoria di Dyanne Thorne

Am 20. Januar dieses Jahres verstarb die US-amerikanische Schauspielerin Dyanne Thorne, eine wahre Ikone des Exploitation- und Grindhouse-Films. Ihren großen Durchbruch hatte die darstellerisch durchaus begabte Thorne 1974 als wahrlich furchteinflößende KZ-Aufseherin Ilsa in „Ilsa – She-Wolf of the SS“. Trotz seiner comichaften Realitätsferne wurde der Film wegen des NS-Themas nie in den deutschen Kinos ausgewertet. Die beiden offiziellen Fortsetzungen „Ilsa –Haremswächterin des Scheichs“ und „Ilsa – Die Tigerin“ sowie der thematisch ähnlich gelagerte „Greta – Haus ohne Männer“ (in einigen Ländern ebenfalls als Ilsa-Film vermarktet) ließen aber auch in den deutschen Bahnhofskinos die Kassen klingeln. Mit coronabedingter Verspätung zeigt das KommKino diese Werke, die bis heute als beliebte Kultklassiker gelten, sowie die rare vorher entstandene Kolportage „Die sexuellen Wünsche der Männer“ im originalen 35mm-Kinoformat. Dyanne Thorne war später übrigens bizarrerweise als Priesterin tätig. Was sie aber nicht davon abhielt, 2013 in „House of Forbidden Secrets“ noch einmal eine Hommage an ihre Paraderolle als Ilsa zu geben.

 

 

 

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  • Freitag, 9. Oktober 2020 21:15