The Ceremony

Filme
the_ceremony
Datum: Dienstag, 17. März 2020 21:15

Eintritt:
6 Euro

The Ceremony

Originaltitel: Gishiki; Japan 1971, 123 Min, OmeU, 35 mm, Regie: Nagisa Ōshima, Darsteller: Kenzō Kawarasaki, Atsuko Kaku, Atsuo Nakamura, Kiyoshi Tsuchiya

Im Japan der Nachkriegszeit erhält Masuo von seinem Cousin ein Telegramm, in dem dieser seinen Selbstmord ankündigt. Der Grund: Als zukünftiges Oberhaupt des Sakurada-Clans erwarten ihn große Verantwortung, das Anleiten von Riten sowie das Einhalten strikter Traditionen und Regeln, die es in ihrer Gesamtheit den neuen Generationen erschweren, Neues zu erschaffen. So lässt Masuo auf dem Weg zu seinem Cousin all die Zeremonien (japanisch: Gishiki) Revue passieren, die sein altehrwürdiger Clan in den vergangenen 25 Jahren, mit eiserner Hand durch seinen Großvater angeführt, hochhielt, und die so zum Niedergang der Sippe führten.

Ōshima porträtiert hier anhand eines familiären Mikrokosmos‘ auf satirische, eindrückliche und ästhetisch wertvolle Art den Generationenkonflikt, in den ganz Japan nach dem Zweiten Weltkrieg katapultiert wurde. Damit schafft er es sogar, die Brücke zum heutigen Japan, das zwischen archaischen Traditionen und modernsten Technologien balanciert, zu schlagen. Ōshima selbst sagte zu seinem Werk: „In ‚Die Zeremonie‘ habe ich versucht, in der Gegenwart von 1971 die Gesamtheit meiner Existenz und meiner Gefühle während all der Jahre nach dem Krieg zu betrachten.“
„Dieser schöne japanische Film wird kein so großes Publikum finden wie ‚Der Pate‘. Er richtet sich an jene, die neugierig auf außergewöhnliches Kino sind. Das ist hier in jeder Hinsicht der Fall. […] Ein sehr schöner Film, den zu erfassen unser westlicher Geist einige Mühe hat, bevor wir verführt und fasziniert werden.“ (Le Canard enchaîné, 1972)

In Kooperation mit dem Japanischen Kulturinstitut (The Japan Foundation)

 

JKI 50

 

 

 

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  • Dienstag, 17. März 2020 21:15