Funeral Parade of Roses

OT: Bara no sôretsu, JPN 1969, 105 Min., Original mit deutschen Untertiteln, digital, R.: Toshio Matsumoto, D.: Pîtâ, Osamu Ogasawara, Yoshimi Jô, Koichi Nakamura

Eddie und Leda haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind Dragqueens – Männer, die sich gerne glamourös schminken und kleiden – und sie wollen beide denselben Typen: den Nachtclubbesitzer und Dealer Gonda. Eddie und Leda buhlen jeweils um die Gunst ihres gemeinsamen Schwarms, bis der sich für Eddie entscheidet. Leda nimmt sich danach das Leben und Eddie hat das Problem, sich gleichzeitig nach dem eigenen Vater zu sehnen, der weggegangen ist, als Eddie noch ganz klein war. Nachdem Eddie die eigene Mutter und deren Liebhaber getötet hat, kommt ein folgenreiches Geheimnis von Gonda ans Licht …

„Eine formal überaus fantasie- und anspruchsvolle Produktion, die ihr Thema nicht ausbeutet, sondern in konzentrierter, assoziativ reicher Form eine Abwandlung des Ödipus-Stoffes heranzieht, um das Verhalten der Transvestiten zu erklären.“ (Lexikon des internationalen Films)

 

Filmfestivals

Frankenmexx-Special

Die Frankenmexx-Anime-Nacht

In Kooperation mit der Frankenmexx zeigen wir im Anschluss an diese ein buntes Anime-Programm. Filme und Serien unterschiedlicher Genres warten auf Euch.

Besucher der Frankenmexx haben freien Eintritt.

Weihnachtsspecial:

The Passions of Carol

USA 1975, 76 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Shaun Costello, D.: Mary Stuart, Kim Pope, Jamie Gillis

„Heutzutage akzeptiert eine Frau keinen schlappen Schwanz in ihrem Schlafzimmer!"

Weihnachtszeit in Manhattan. Carol Scrooge ist die Verlagsleiterin eines Sexmagazins für Frauen. Nicht nur die Angestellten werden von Carol teilweise sehr schlecht behandelt. Als dann in der Heiligen Nacht plötzlich ein Geist erscheint, wird Carol schon bald zu einem anderen Menschen ...“ (ManCity, www.ofdb.de)

Ein 70er-Porno nach Charles Dickens' unverwüstlicher Weihnachtsgeschichte "Christmas Carol", inszeniert von dem Hardcore-Kultregisseur Shaun Costello. Der Film gehört zwar nicht zu den wenigen ganz großen Klassikern des Genres, weist aber genügend Atmosphäre und schräg-witzige Momente auf, um deutlich über dem Durchschnitt zu stehen.

„One-of-a-kind pic is a must-see for anyone interested in the porn genre and should not be overlooked by dedicated Dickens scholars, either.“ (www.imdb.com) 

Filme

Laurin

BRD/Ungarn 1989, 84 Min.; deutsche Fassung (21.12.) /Original mit deutschen Untertiteln (20.12. und 22.12.), 35mm, R.: Robert Sigl, D.: Dóra Szinetár, Brigitte Karner, Károly Eperjes, Temessy Hédi

Am 20.12. wird Regisseur Robert Sigl im KommKino zu Gast sein!

In einem kleinen norddeutschen Küstenörtchen beginnt das 20. Jahrhundert fürchterlich: Ein Knabenmörder treibt sein Unwesen! Reihenweise lässt der „schwarze Mann“ Buben verschwinden und versetzt so die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Von den Geschehnissen besonders betroffen ist die neunjährige Laurin (Dóra Szinetár), zumal das kleine Mädchen von grausigen Visionen heimgesucht wird. In denen beobachtet sie den Verbrecher bei seinen Taten. Der Vater auf hoher See, die Mutter gestorben, ist Laurin ganz auf sich alleine gestellt. Dennoch beschließt sie, dem Kindsmörder auf die Spur zu kommen – und begibt sich damit in allerhöchste Gefahr …

„Laurin“ ist ein fast vergessenes Juwel des deutschen Genrekinos. Ganz dem romantischen Horror verpflichtet, schuf Regisseur Robert Sigl 1989 einen märchenhaften Streifen voll gespenstischer Bilder. Das KommKino bringt den Kultfilm endlich wieder auf die große Leinwand.

 

State Department: File 649 (Die China-Mission)

USA 1949, 87 Min, Originalfassung, 16mm, R.: Sam Newfield, D.: William Lundigan, Virginia Bruce, Jonathan Hale

Ken Seeley wird zur amerikanischen Botschaft an der chinesisch-mongolischen Grenze geschickt, um dort den Generalkonsul zu unterstützen. Doch ein mongolischer Warlord kommt ihnen mit seinen verbrecherischen Machenschaften in die Quere …

„State Department: File 649“ ist ein antikommunistischer Propagandafilm von Sam Newfield („Hitler – Beast of Berlin“, 1939), in dem die nicht explizit als kommunistisch bezeichneten Untaten des Warlords für die Kommunisten und Mao tse Tung stehen. Als der 1948 gedrehte Film im Folgejahr in den US-Kinos startete, war er inhaltlich bereits hinfällig, da Mao schon an Einfluss in China gewonnen hatte. Hervorzuheben an dem Film sind die überaus freundliche und positiv charakterisierte Hauptfigur und einige bizarre melodramatische Dialoge.

 

Shoot to kill

USA 1947, 64 Min, Originalfassung, 16mm, R.: William Berke, D.: Russell Wade, Luana Walters, Edmund MacDonald

Bei einer Autoverfolgungsjagd sterben im von der Polizei verfolgten Fahrzeug aufgrund eines Unfalls ein stadtbekannter Gangster und ein Bezirksanwalt – nur dessen Frau überlebt schwerverletzt. Die Polizei steht vor einem Rätsel: Wie kam es zu der merkwürdigen Figurenkonstellation – und was geht hier überhaupt vor?

„Shoot to kill“ ist ein kleiner, billig produzierter Film noir, deren es in den 40er-Jahren zahlreiche gab. Der Film kann jedoch mit einer mitreißend schnell erzählten Geschichte, einer expressiven Kameraführung und mit der B-Westernlegende Luana Walters, die auch als Femme fatale eine gute Figur macht, begeistern.

Witness in the Dark - Zeuge im Dunkeln

GB 1959, 62 Min, Originalfassung, 16mm, R.: Wolf Rilla, D.: Patricia Dainton, Conrad Phillips, Madge Ryan

Ein Dieb tötet sein Opfer und merkt, dass er von einer Frau beobachtet wird. Doch er weiß nicht, dass die Frau blind ist – und er will nicht riskieren, dass die Frau ihm gefährlich werden kann …

„Witness in the Dark“ kann zwar nicht mit Klassikern wie „Warte, bis es dunkel ist“ mithalten, allerdings ist der mit einem Edgar-Allan-Poe-Award ausgezeichnete Film schnell und spannend erzählt und überzeugt auch mit Patricia Daintons Schauspielkunst in der Rolle der blinden Jane Pringle.

They Came From Beyond Space (Sie kamen von jenseits des Weltraums)

GB 1967, 85 Min, Originalfassung, 16mm, R.: Freddie Francis, D.: Robert Hutton, Jennifer Jayne, Michael Gough

In Dr. Temples Kopf befindet sich seit einem Autounfall eine Silberplatte. Sie rettet ihn, als außerirdische Energiewesen den menschlichen Geist in Besitz nehmen wollen, um eine Invasion zu beginnen. Die Abwehr dieser Invasion führt Temple bis auf den Mond.

„They Came From Beyond Space“ ist ein B-Film, der Elemente aus der Adam-West-„Batman“-Serie, James Bond und der originalen Star-Trek-Serie bunt und originell mischt. Ein auch heute noch unterhaltsamer Spaß, obwohl 1967 kritisiert wurde, dass der Film ob seiner Invasionsthematik 15 Jahr zu spät gedreht worden wäre. Im gleichen Jahr drehte Francis´ Hammerkollege Terence Fisher mit „Brennender Tod“ einen ähnlichen Film.

 

Filmfestivals

18. Hofbauer-Kongress

Zu Redaktionsschluss stand die endgültige Filmauswahl noch nicht fest. Geboten werden diesmal gleich fünf Tage mit wundersamen erotischen, romantischen und häufig synapsensprengenden filmischen Preziosen aus aller Welt, vom frühen Tonfilm bis zu den 80ern, vorgeführt weitestmöglich von historischen 35mm-Filmkopien.