47. Tuesday Trash Night:

Bad Black

Uganda 2016,69 Min, Original mit englischen Untertiteln - VJ EMMIE on da MIC, digital, R.: Nabwana I.G.G., D.: Nalwanga Gloria, Alan Hofmanis, Bisaso Dauda

Ein friedfertiger Arzt findet sich in Uganda in einer Hölle aus Krieg und Gewalt wieder. Der  nicht gerade zimperliche Wesley Snipes, ein tapferer Junge aus den Slums, nimmt sich seiner an und bildet ihn zu einer unaufhaltsamen Killermaschine aus. Gemeinsam schlagen sie einen kompromisslosen Weg der blutigen Rache ein. Werden sie den totgeglaubten Captain Alex und die verbotene Liebe des Doktors wieder finden?

Nach
„Who killed Captain Alex?“ gelingt Nabwana mit seiner zweiten Veröffentlichung ein weiterer tiefgehender Einblick in die Slums von Kampala. Ugandas Tarantino schafft es dabei erneut auf höchst ergreifende Art, die in seiner Heimat herrschende Korruption und Bandenkriminalität mit einem erbarmungslosen Actionkracher zu verknüpfen. Dieser Film ist nichts für schwache Nerven!

„Wakaliwood never dissapoints.“ - DoctorVaseline

Mit Supa-Action-Verlosung!

 

Electric Girl

Deutschland/Belgien 2018, 89 Min, deutsche Fassung, digital, R.: Ziska Riemann, D.: Victoria Schulz, Hans-Jochen Wagner, Svenja Jung

Poetry Slammerin Mia bekommt die Chance, als Synchronsprecherin die Anime-Superheldin Kimiko zu verkörpern. Dabei entdeckt sie immer mehr Parallelen zwischen sich und dieser mutigen jungen Frau. Auch Mia hat auf einmal außergewöhnliche Kräfte und kann übermenschliche Taten vollbringen: genau wie Kimiko sieht sie Elektrizität, kann von Dächern springen und Menschenleben retten. Sie beschließt diese erwachenden Kräfte zu nutzen und auch im echten Leben gegen das Böse zu kämpfen. Denn wie im Anime planen feindliche Mächte die ganze Menschheit zu vernichten. In ihrem melancholischen Nachbarn Kristof findet Mia einen Seelenverwandten, und ihren Co-Helden. Eines wird dabei jedoch zunehmend deutlicher – irgendetwas stimmt nicht mit Mia. Während ihr in einem manischen Rausch kein Opfer zu groß ist, die Welt zu retten, gerät ihr eigenes Leben komplett aus dem Gleichgewicht: Realität und Wahn scheinen gefährlich miteinander zu verschmelzen.“ (Farbfilm-Verleih)

"Eindrucksvolle Bilder und überzeugende Schauspieler bringen den Zuschauer direkt in eine Welt, in der die Grenze zwischen Wahn und Realität immer mehr verschwimmt."

(SR.de)

"Eine geniale Mischung aus Spiel- und Zeichentrickfilm"

(Deutschlandfunk Kultur)

"Eigenwilliges, energiegeladenes deutsches Kino"

(BR KINO KINO)

 

Das letzte Loch ist der Mund

Deutschland 2017, 90 Min, deutsche Fassung, digital, R.: Klaus Erich Dietl, D.: Thomas Glatz, Michael Jandejsek, Martin Krejcí

In dem Experimentalfilm geht es um einen jungen Mann, der sich selbst in Anlehnung an den amerikanischen Serienmörder Albert Fish, Jakob Fisch nennt, und Morde gesteht, die er nicht begangen hat.“ (Quelle: www.filmstarts.de)

„„Das letzte Loch ist der Mund“ ist nun kein Psychothriller oder typischer Serienmörderfilm. Viel eher entwickelt er sich zum Essay über die Lüge, die Sprache und die Justiz. Da ist es nicht immer einfach zu folgen, aber der Film strahlt einen solch sympathischen Do-It-Yourself-Charme aus, dass man gerne am Ball bleibt.

Für dieses Projekt haben sich einige bekannte Vertreter der Münchner Subkultur zusammengetan. Neben Stephanie Müller (Beißpony) und Boomgaarden wirkten auch Patrick Schimanski (48nord), Peter Wacha (Disko B, ChicksOnSpeed), Barbara Herold (Labor45) oder Susanne B. Schmitt (Gender Salon) mit. Noch dazu wurde der Film mit keinerlei öffentlicher Förderung realisiert. Das merkt man ihm auch an – was durchaus positiv gemeint ist!“ (www.muenchner-feuilleton.de)

"Es ist ein Kunstfilm zur Sprachstruktur der Lüge im Amtsapparat. Die Filmmusik hat Patrick Schimanski (48nord) komponiert. Wolfgang Müller von Die Tödliche Doris, Ian Svenonious von Chain And The Gang und beißpony haben Songs beigesteuert. Das Sounddesign hat Fabian Zweck gemacht. Er hat mit Alexander Kluge "Die Pranke der Natur" produziert." (Regisseur Klaus Erich Dietl)

Langsam bekommen wir den Film zu fassen: Vorder­gründig geht es um die Mörder–Story, hinter­gründig wird die Frage nach dem Verhältnis von Wahrheit und Lüge im Justiz­system gestellt, im Filmbauch aber geht es um sprach­liche Tiefen­schärfe und radikale Abna­be­lungs­mo­mente aus einer gefräßigen Sprach­kultur. So toll, wie dieser Film gleichsam ein desta­bi­li­sie­rendes wie konsti­tu­tives Moment darstellt, wenn es den handelnden Rechts­staat eines dekla­ra­to­ri­schen Still­standes bezich­tigt. Ein Still­stand, der das Bestehen eines Rechts oder Rechts­ver­hält­nisses bezeugt, während die Rechts­wir­kung schon vor dem Rechtsakt einge­treten ist. Radikaler geht’s kaum noch. Und es ist toll, wie es gleich­zeitig um den Justiz- wie um den Filmap­parat an sich geht. Ein Filmap­parat, in den eine Lüge einge­schleust wird.“ (Pico Be, Artechock)

"Ein Film über das kreative Lügen und gleichzeitig ein Film über brutale Wahrheit. Das weiß ich wegen meiner gepflegten Doppelzüngigkeit als Filmkritiker und als Staatsanwalt, naja Oberstaatsanwalt. Endlich ein Film über mich. Ich fühl' mich überführt." Dietrich Kuhlbrodt (Staatsanwalt A.D., Filmkritiker und Schauspieler aus dem Cast von Christoph Schlingensief)

Regisseur Klaus Erich Dietl und Hauptdarstellerin Stephanie Müller werden bei der Vorstellung am 17.10. persönlich anwesend sein!!

 

Lucio Fulci Überraschungsfilm

Italien 1981 | 87 Min. | deutsche Fassung | 35mm (1:2,35)

Regie: Lucio Fulci
Darsteller: Catriona MacColl, David Warbeck, Cinzia Monreale, Antoine Saint-John, Veronica Lazar, Al Cliver
Drehbuch: Dardano Sacchetti, Giorgio Mariuzzo, Lucio Fulci
Kamera: Sergio Salvati
Musik: Fabio Frizzi

Die New Yorkerin Liza Merril (Catriona MacColl) hat das Hotel Zu den Sieben Toren gekauft, welches seit Jahrzehnten leer steht und stark sanierungsbedürftig ist. Bei ihrer Ankunft findet sie bereits Martha (Veronica Lazar) und deren Sohn vor, die ihr beim Reinigen der Innenräume helfen. Einer der am Haus tätigen Handwerker fällt von einem Gerüst an der Außenfassade als er am Fenster plötzlich die Augen einer blinden Frau sieht. Liza ruft den Arzt Dr. John McCabe (David Warbeck) zu Hilfe, der den Mann jedoch nicht retten kann. Auch der Klempner Joe erleidet in den überfluteten Kellern des Hauses einen schrecklichen Tod. Liza begegnet der blinden Emily (Cinzia Monreale), die ihr die Geschichte des Malers Schweick (Antoine Saint-John) erzählt, der vor 100 Jahren im Hotel ermordet und im Keller an die Wand genagelt wurde. Sie rät ihr, das Hotel aufzugeben, da es sich auf einem der Sieben Tore zur Hölle befindet. Liza vertraut sich McCabe an, der ihr anfangs nicht glaubt und sie schließlich gar für verrückt hält als er herausfindet, dass Emily anscheinend gar nicht existiert. Doch auch er wird schließlich Teil des Schreckens als die Toten in seinem Krankenhaus wieder zum Leben erwachen. (Gerald Kuklinski)

Neben dem kontrovers diskutierten „Ein Zombie hing am Glockenseil“ ist dies wahrscheinlich der bekannteste Film der italienischen Regie-Legende Lucio Fulci. Noch viel mehr als in eben genanntem Horrorklassiker verlässt der „Godfather of Gore“ hier die ausgetretenen Pfade konventioneller Erzählstrukturen und zeichnet stattdessen ein surreales Alptraumgemälde auf die Leinwand, wie der geneigte Genrefan es noch nie zuvor gesehen hatte. Jegliche Kontinuität verleugnend ordnet der Film seine Szenen wie zu einem bluttriefenden Grusel-Mosaik an und schwelgt dabei ständig in einer Aura des Bizarren und Entrückten. Dass es im Verlauf des Films zunehmend schwerer wird, einen roten Handlungsfaden auszumachen, ist in diesem Fall keineswegs ein Makel, unterstreicht die Abwesenheit konventioneller Dramaturgie doch nur die mystische Alptraumhaftigkeit dieser Zombie-Invasion.

Bei der Heftigkeit der Splatter-Effekte, die Fulci hierbei auf sein Publikum loslässt, ist es natürlich kaum eine Überraschung, dass der Film in einigen Ländern große Schwierigkeiten mit den örtlichen Zensurbehörden bekam. 1998 hat Quentin Tarantino, ein glühender Verehrer des Streifens, ihn in den USA allerdings wieder vollständig restauriert und mit seinem Label „Grindhouse Releasing“ in einer ungeschnittenen Fassung veröffentlicht. Auch im Kommkino ist die komplett unzensierte Version in einer raren, gut erhaltenen 35mm-Kopie zu sehen.

Inkl. Buchvorstellung "Fulci. - Filme aus Fleisch und Blut" und einer Einführung von Pelle Felsch und Prof. Dr. Marcus Stiglegger.

 

Filmfestivals

Terrore a Norimberga

Festival des italienischen Horrorfilms

Der Horrorfilm erlebte eine frühe große Blüte Anfang der 30er Jahre, als die Weltwirtschaftskrise die Lebensgrundlage vieler Kinobesucher bedrohte und mit seinen Aggressionen, Ängsten und Ausschweifungen ein Ventil für jene Emotionen bildete, welche sich beim Publikum angestaut hatten. Im Laufe der Jahrzehnte etablierte sich das Genre zu einem gewinnbringenden Bestandteil der Kinoindustrie, die immer ausgeklügelterte Monster, Schrecken und Grenzüberschreitungen ersann, um die Zuschauer bei immer niedrig gewordener Hemmschwelle zufriedenzustellen. Der Horrorfilm wendet sich mit seinen Themen an jene, welche sich gern vor Augen führen lassen, dass die menschliche Zivilisation nur ein Scheingebilde ist. Dahinter lauert der Wahnsinn, der jederzeit losbrechen und alle Errungenschaften mit einem Schlag zunichte machen kann. Von seiner sicheren Warte aus beobachtet der Zuschauer, wie sein Wertesystem umgekehrt und sein Glauben erschüttert wird. Die Vorstellung, dem Grauen selbst ebenso hilflos ausgeliefert zu sein wie die Leinwandhelden, sorgt für wohltemperierten Grusel, den sich auch "Terrore a Norimberga", das Festival des italienischen Horrorfilms, nutzbar macht. Die Verbindung zwischen Religion und Tod ist ein beliebtes Sujet im Horrorfilm aus dem Stiefelstaat. Die Abkehr von der Kirche und Zuwendung zum Okkultismus, der durch geheimnisvolle Riten besonders bei der Jugend Interesse weckte, bereitete den Boden für entsprechende Filme, die das zeigten, wovor die Erwachsenen stets gewarnt hatten. Die unheimliche Bedrohung durch das Böse, das sich nun in der Gestalt des Teufels persönlich seinen Weg auf die Leinwand bahnte, sorgte für ein Klingeln der Kinokassen und einen lang anhaltenden Boom an Produktionen, die vom Geschäft mit der kollektiven Angst profitierten. Das KommKino Nürnberg bietet vom 18. bis 20. Oktober 2019 die Gelegenheit, tief in die Welt des Grauens einzutauchen und berüchtigte Meisterwerke des Genres auf der großen Leinwand zu erleben. Dann heißt es: TERRORE A NORIMBERGA!

3 Tage - 9 Filme - alle von 35mm

Einzelticket: 6 Euro
Dauerkarte: 40 Euro

Reservierungen der Dauerkarten unter reservierung(at)kommkino.de

Das Programm in der Übersicht:

Freitag, 18.10.

20:30 Uhr: Lucio Fulci Überraschungsfilm 
inkl. Buchvorstellung "Fulci. - Filme aus Fleisch und Blut"
23:15 Uhr: L'ossessa - Das Omen des Bösen (L'ossessa, 1974)

Samstag, 19.10.

14:00 Uhr: Die Bestie von Schloss Monte Christo (Metempsyco, 1963)
16:00 Uhr: Das Phantom der Oper (Il fantasma dell'opera, 1998)
21:15 Uhr: Suspiria (Suspiria, 1977)
23:15 Uhr: Astaron - Brut des Schreckens (Contamination, 1980)

Sonntag, 20.10.

13:45 Uhr: Scarletto - Schloss des Blutes (Il boia scarlatto, 1965)
15:30 Uhr: Der Antichrist (L'anticristo, 1974)
18:00 Uhr: Feuertanz - Horror Infernal (Inferno, 1980)

L'ossessa - Das Omen des Bösen
(L'ossessa)
Italien 1974 | 86 Min. | deutsche Fassung | 35mm (1:1,85)

Regie: Mario Gariazzo
Darsteller: Stella Carnacina, Chris Avram, Lucretia Love, Ivan Rassimov, Gabriele Tinti, Luigi Pistilli, Umberto Raho
Drehbuch: Mario Gariazzo, Ambrogio Molteni
Kamera: Carlo Carlini
Musik: Marcello Giombini

Die Kunststundentin Daniala gilt bei ihren Professoren als Musterelevin, so daß sie bei der Räumung einer zum Abriß vorgesehenen Kirche mithilft, wertvolle Statuen und anderen Zierat zu retten und anschließend zu restaurieren. Im Gegensatz zu ihrer sich recht wilden, reichen und untreuen Familie ist sie ziemlich brav, weswegen es recht schnell unangenehm auffällt, daß sie plötzlich ein promiskuitives Verhalten an den Tag legt. Seit der Restauration einer Statue überfallen sie nämlich ständig erotische Träume, die mit der Entweihung der besagten Kirche durch wilde Orgien zu tun haben. Bald schon zeigt Daniela ernsthafte Anzeichen von dämonischer Besessenheit, was bekanntermaßen irgendwann die Kirche samt Exorzisten auf den Plan ruft... (Moonshade / OFDb.de)

„Daß die Handlung auf den ein Jahr vorher entstandenen Kassenknüller „Der Exorzist“ abzielt, liegt wohl auf der Hand. „Verteufelt“ ist jedoch erstaunlich versiert in Szene gesetzt worden, so daß man nicht mehr unbedingt von einem billigen Plagiat reden kann. Diesmal wird dem Horror noch eine gehörige Prise Sex beigemischt, die den Film zu einem sado-voyeuristischen Schundprodukt erster Klasse macht.“ (Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben dir)

„Am Ende bleibt bei jedem Fan des italienischen Exploitation-Films das gewünschte wohlige Gefühl, etwas ganz besonders Wertvolles gesehen zu haben. Der klassische, entsprechend dramatische Soundtrack stammt von Marcello Giombini, fotografiert wurde der Film von Carlo Carlini, einem Meister seines Faches der von Federico Fellini bis Andrea Bianchi mit allen Größen des italienischen Kinos zusammengearbeitet hat.“ (Andreas Rick, italo-cinema.de)

Inkl. Trailershow!

 

Die Bestie von Schloss Monte Christo
(Metempsyco)
Italien 1963 | 87 Min. | deutsche Fassung | 35mm (1:1,66)

Regie: Antonio Boccaci
Darsteller: Annie Alberti, Adriano Micantoni, Marco Mariani, Flora Carosello, Antonio Boccaci
Drehbuch: Antonio Boccaci, Giorgio Simonelli
Kamera: Francesco Campitelli
Musik: Armando Sciascia

Die junge Anna Darnell (Annie Alberti) leidet an Visionen, die mit dem Verschwinden der Gräfin Irene (Annie Alberti) vor 20 Jahren verknüpft sind. Ihr Vater Dr. Darnell (Adriano Micantoni) bringt sie in das Dorf, wo die Gräfin einst lebte und heute ein entstellter Geistesgestörter auf der nahegelegenen Burg sein Unwesen treibt. Zudem sucht der Inder Rahman seit damals (Antonio Boccaci) nach dem Geheimnis, dass das Verschwinden der Gräfin umgibt, was von der Burgbesitzerin Elizabeth (Flora Carosello), mit der er einst ein Verhältnis hatte, gar nicht gern gesehen wird. Im Folterkeller des Gemäuers schlägt schließlich die Stunde der Wahrheit. (Gerald Kuklinski)

Die FSK gab den Film zwar selbst im Jahr 1964 ab 16 frei, aber der katholische Filmdienst warnte eindringlich: „Wenn allerdings an einigen Stellen die Grenze des guten Geschmacks überschritten und in Maskierung wie Behandlung des in eine Bestie verwandelten Butlers die Menschenwürde verletzt wird, hört die gute Miene zum einfältigen Spiel auf. Ist der Filmbesucher vielleicht noch gewillt, alle Unwahrscheinlichkeiten und Ungereimtheiten, die den Streifen charakterisieren, in Kauf zu nehmen, so legen solch grobe Geschmacklosigkeiten erhebliche Einwände nahe. Wer meint, für dieses Gruselabenteuer Zeit und Geld aufwenden zu müssen, sollte sich darüber klar sein.“ Ein Besuch ist also nachhaltig zu überlegen ...

„Ich liebe diesen Film, auch wenn er zweifellos weniger Gothic-Juwel als Pulp-Perle ist.“ (Gerald Kuklinski, italo-cinema.de)

Inkl. Trailershow!

 

Das Phantom der Oper
(Il fantasma dell'opera)
Italien 1998 | 103 Min. | deutsche Fassung | 35mm (1:1,85)

Regie: Dario Argento
Darsteller: Julian Sands, Asia Argento, Andrea Di Stefano, Nadia Rinaldi, Coralina Cataldi-Tassoni, István Bubik, Lucia Guzzardi
Drehbuch: Gérard Brach, Dario Argento
Kamera: Ronnie Taylor
Musik: Ennio Morricone

Seit langer Zeit munkelt man, dass in den Katakomben des Pariser Opernhauses etwas existiert. Ein namenloses Phantom, welches dort mit den Ratten lebt und die Oberwelt hasst. Dieses Phantom gibt es tatsächlich, und es verfolgt alle, die in seine Welt eindringen wollen, mit grausamer Härte. So wird ein glückloses Schatzsucherpärchen hingemetzelt, genauso wie ein Rattenfänger die Rache des Phantoms erleiden muss. Das Phantom verliebt sich in die erfolglose Opernsängerin Christine und legt ihr all seine edlen Gefühle und seine Zuneigung zu Füßen. Doch Christine wird auch noch von einem anderen Mann geliebt, dem Baron Raoul de Chagny, und zwei Männer und eine schöne Frau, das kann nicht gut gehen. Vor allem dann nicht, wenn der eine der beiden Männer in der Schwärze lebt, und seine Seele von eben dieser Schwärze genährt wird. Als das Phantom Christine zum Ruhm bringen und dafür die erste Sopranistin ausschalten will, beginnt sich eine Katastrophe anzubahnen. (Maulwurf)

Ausgerechnet für dieses selbst unter Fans wenig beliebte und keineswegs unblutige Werk wurde Dario Argento erstmals vom katholischen Filmdienst in den höchsten Tönen gelobt: „Argentos Film wird es nicht leicht haben, er schenkt dem Zuschauer nichts vom schmalzigen Pomp des Musicals von Andrew Lloyd Webber. Dafür bietet er aber eine vollkommen von der Gegenwart gelöste Kinoerfahrung und eine intime Innenansicht der Geisteswelt des späten 19. Jahrhunderts. Neben Vincent Wards "Hinter dem Horizont" ein weiterer hochinteressanter Film zu diesem Thema.“

Inkl. Verlosung!

 

Filme

Suspiria
(Suspiria)
Italien 1977 | 92 Min. | deutsche Fassung | 35mm (1:2,35)

Regie: Dario Argento
Darsteller: Jessica Harper, Stefania Casini, Flavio Bucci, Barbara Magnolfi, Susanna Javicoli, Rudolf Schündler, Udo Kier, Alida Valli
Drehbuch: Dario Argento, Daria Nicolodi
Kamera: Luciano Tovoli
Musik: Dario Argento, Goblin

Die junge Ballett-Elevin Suzy kommt aus den USA nach Freiburg, um dort an einer angesehenen Schule, Tanz zu studieren. Als sie dort ankommt, beobachtet sie noch ein junges Mädchen, das aus der Schule flieht, um dann aber später in der eigenen Wohnung auf mysteriöse Art und Weise ermordet zu werden. Doch auch Suzy kommt die Schule zunehmend merkwürdig vor. Die Lehrerinnen führen ein hartes Regiment, nachts hört man seltsame Geräusche und etwas schleicht nachts durch den provisorischen Schlafsaal. Langsam aber sicher forscht Suzy den merkwürdigen Vorgängen nach und findet heraus, dass das Haus an sich eine unheimliche Geschichte hat und eine dunkle Macht beherbergt. (Moonshade / OFDb.de)

Eines der größten und berühmtesten Meisterwerke des italienischen Horrorkinos – in einer sehr seltenen 35mm-Kopie!

Inkl. Verlosung!

 

Astaron - Brut des Schreckens
(Contamination)
Italien/Deutschland 1980 | 82 Min. | deutsche Fassung | 35mm (1:1,85)

Regie: Luigi Cozzi
Darsteller: Ian McCulloch, Louise Marleau, Marino Masé, Siegfried Rauch, Gisela Hahn, Carlo De Mejo, Carlo Monni
Drehbuch: Luigi Cozzi, Erich Tomek
Kamera: Giuseppe Pinori
Musik: Goblin

Im Hafen von New York legt ein Frachter mit einer Menge Leichen und noch mehr außerirdischen Alien-Eiern an. Bei Erwärmung zerplatzt diese Brut ebenso, wie die Menschen, die mit dem grünlichen Glibber dieser Eier in Berührung kommen. Die Spur der Herkunft dieser für die Menschheit äußerst bedrohlichen Ladung führt Geheimdienst-Colonel Stella Holmes (Louise Marleau) und den NYPD-Lieutenant Tony Aris (Marino Masé) in zwei Richtungen. Zunächst zu einer vergangenen Marsmission deren Commander Hubbard (Ian McCulloch) unehrenhaft entlassen wurde, nachdem er seltsame Geschichten über seine Erlebnisse auf dem Mars berichtet hat. Und zu einer Kaffeeplantage in Kolumbien, wo Holmes, Aris und Hubbard schließlich zwei denkwürdige Begegnungen machen - mit Hubbards als tot geltenden Astronautenkollegen Hamilton (Siegfried Rauch) und mit einem zyklopartigen Mars-Ungeheuer, welches Menschen mit seinen Gedanken kontrollieren kann. (Gerald Kuklinski)

Ein Jahr nach seinem hervorragend-trashigen Star-Wars-Rip-off „Star Crash“ drehte Luigi Cozzi „Astaron“, der wie viele Invasionsfilme aus den frühen Achtzigern Ridley Scotts „Alien“ plagiiert. Dies gelingt Cozzi ausgesprochen unterhaltsam, mit härtesten Gore-Effekten, die in England zu einem Verbot führten, und der stimmungsvoll-psychedelischen Musik von Goblin („Suspiria“, „Zombie: Dawn of the Dead“). Dank deutscher Beteiligung ist unglaublicherweise auch „Traumschiff“-Kapitän Siegfried Rauch an Bord.

Inkl. Trailershow!

 

Scarletto - Schloss des Blutes
(Il boia scarlatto)
Italien/USA 1965 | 82 Min. | deutsche Fassung | 35mm (1:1,85)

Regie: Massimo Pupillo
Darsteller: Mickey Hargitay, Walter Brandi, Luisa Baratto, Mario Pupillo, Alfredo Rizzo, Femi Benussi, Rita Klein, Barbara Nelli
Drehbuch: Romano Migliorini, Roberto Natale
Kamera: Luciano Trasatti
Musik: Gino Peguri

Ein lustig’ Grüppchen wuchtiger Sixties-Mannequins hat ein schaurig-schönes Spukschloß zur Location für ihr nächstes halberotisches Fotoshooting auserkoren und schleicht, gemeinsam mit dem zuständigen Magazinherausgeber, in das Gemäuer. Legenden ranken sich um das Schloss. Im Mittelalter soll hier der weiland wohnhafte Edelmann übergeschnappt sein und reihenweise Jungfrauen auf fiesen Foltergeräten zu Tode gequält haben. Der jetzt im Schlösschen lebende Nachkomme des Schänders von einst, ein Schauspieler (Mickey Hargitay), lässt die ungebetenen Gäste von seinen Bodyguards rauswerfen, entscheidet sich aber dann plötzlich um und markiert den charmanten Gastgeber. Was die betonfrisierten Wuchtbrummen nicht ahnen können: Der Nachkomme ist Ziel eines Fluchs, der ihn glauben lässt, sein eigener Urahn zu sein. Flugs setzt sich der gestählte Edelmann die scharlachrote Kapuze auf den kantigen Schädel und schnappt sich ein Mädel nach dem nächsten. Opis Ferkelkeller steht noch in voller Pracht. (Christian Ladewig)

Gothic Horror aus Bella Italia mit Mr. Universum Mickey Hargitay in der Rolle seines Lebens. Eine herrliche Mischung aus naivstem Grusel-Kintopp und für die Entstehungszeit überraschend transgressiven Akzenten.

 

Der Antichrist
aka Schwarze Messe der Dämonen
(L'anticristo)
Italien 1974 | 112 Min. | deutsche Fassung | 35mm (1:1,85)

Regie: Alberto De Martino
Darsteller: Carla Gravina, Mel Ferrer, Arthur Kennedy, Alida Valli, Anita Strindberg, George Coulouris
Drehbuch: Gianfranco Clerici, Alberto De Martino, Vincenzo Mannino
Kamera: Joe D'Amato
Musik: Ennio Morricone, Bruno Nicolai

Seit einem Autounfall leidet Ippolita (Carla Gravina) an einer Lähmung der Beine und kann sich nur mühsam am Gehstock oder im Rollstuhl fortbewegen. Was obendrein zu ihrem Unglück beiträgt, ist ihre sexuelle Frustration – weil sie behindert ist, so glaubt sie, interessiere sich kein Mann für sie. Beim Besuch einer Marienstatue, der heilende Wunderkräfte zugesprochen werden, kommt sie in Berührung mit einem verdächtigen Typen, der Züge von Besessenheit trägt und sich kurz darauf von einer Mauerruine in den Tod stürzt. Die hochsensitive Frau entwickelt bald danach paranormale Fähigkeiten wie Hellsicht und Wahrträume. Dabei bleibt es jedoch nicht – Ippolita beginnt zunehmend, ihre Mitmenschen zu terrorisieren, versetzt das Mobiliar des Hauses in den Schwebezustand, verführt Minderjährige und gibt mit dröhnender Teufelsstimme Obszönitäten von sich. Die regressive Rückführung durch einen Psychiater enthüllt, daß sie ihre Seele bereits in einem früheren Leben vor 400 Jahren dem Gehörnten verschrieb. Ein alter Bettelmönch (George Coulouris) wird als Exorzist hinzugezogen... (Pelle Felsch)

„Hier stimmt wirklich alles: Schon die fulminante Eröffnungssequenz, in der de Martino im semidokumentarischen Stil einfängt, wie sich verkrüppelte, zitternde, zuckende und geifernde Menschen in religiösem Wahn um eine Marienstatue tummeln, von der sie sich Heilung versprechen, zieht einen sofort in ihren Bann, macht unmissverständlich klar, wie der Hase hier in den nächsten 110 Minuten laufen wird. Der größte Wurf des Films ist gewiss, dass er seine Besessenheitsgeschichte in einer tief in der klerikalen Struktur Roms verwurzelten, großbürgerlichen Familie ansiedelt: Natürlich glaubt die aufgrund einer psychischen Blockade gelähmte Tochter, dass sie von einer als Hexe verbrannten Vorfahrin besessen ist, natürlich glauben ihre nächsten Verwandten, dass der Teufel im Spiel ist, natürlich „funktioniert“ der Exorzismus am Ende. Aber de Martino lässt nie einen Zweifel daran, was die höchst weltliche Ursache und dass das alles nur Projektion ist. Man merkt ihm die Abneigung gegen die Institution der katholischen Kirche jederzeit an, aber, und das ist entscheidend, man spürt auch die Empathie mit den Menschen, die in ihrem irrationalen Glauben konditioniert und damit gefangen sind.


L’ANTICRISTO kann effekttechnisch logischerweise nicht annähernd mit Friedkins bahnbrechendem Horrorfilm mithalten, ist stilistisch eher klassisch und gediegen, aber was ihm an Übergriffigkeit fehlt, macht er durch sein intelligentes Drehbuch mehr als wett.“ (Oliver Nöding, Remember It For Later)

 

Horror Infernal
(Inferno)
Italien 1980 | 105 Min. | deutsche Fassung | 35mm (1:1,85)

Regie: Dario Argento
Darsteller: Leigh McCloskey, Daria Nicolodi, Irene Miracle, Eleonora Giorgi, Sacha Pitoëff, Alida Valli, Veronica Lazar, Gabriele Lavia
Drehbuch: Dario Argento, Daria Nicolodi
Kamera: Romano Albani
Musik: Keith Emerson

New York: Rose Elliot erwirbt bei einem Buchhändler den Schmöker „The Three Mothers“. Aus dem Buch erfährt die junge Frau, dass der Buchautor und Architekt, E. Varelli, in den Städten Rom, New York und Freiburg jeweils ein Haus errichtet hat. Von diesen Gebäuden gehen Schrecken, Tränen und Grausamkeit aus. Deren Initiatoren sind gleichzeitig Varellis Auftraggeberinnen: Mater Suspiriorum, Mater Lacrimarum und Mater Tenebrarum. Rose vermutet, dass sie im Haus der Mater Tenebrarum wohnt, folglich will sie den Rätseln (von denen Varelli berichtet) auf den Grund gehen. Je weiter sie in die Tiefen des Hauses vordringt, desto deutlicher spürt sie den Odem des Sensemanns … (Frank Faltin)

„„Horror Infernal“ ist die Quasi-Fortsetzung zu „Suspiria“, wobei Dario Argento hier noch einiges zulegt, um dem Zuschauer das Fürchten zu lehren. Die wunderschöne, an alte Technicolor-Klassiker erinnernde Farbdramaturgie ergänzt sich perfekt mit den typischen Kamerafahrten, den einprägsamen Lichteffekten, der virtuosen Musik Keith Emersons und den von Mario Bava (!) überwachten Spezialeffekten.“ (Frank Trebbin, Die Angst sitzt neben dir)

„Nichts gegen gut gemachte Thriller, doch formale Meisterschaft kann solche Blutrausch-Phantasien nicht rechtfertigen.“ (katholischer Filmdienst)

 

Heiße Semesterferien

Deutschland/Griechenland 1985, 81 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Ilias Mylonakos, Vagelis Founistakis, D.: Eva Benson, Herbert Hofer, Sabine Schneider

Jenny ist im Auftrag ihres Lifestylemagazins unterwegs, um ein neues Covermodel zu finden. Auf einer malerischen griechischen Insel trifft sie Nikos, mit dem sie eine Nacht verbringt, was Konflikte mit dessen Freundin Tiffani hervorruft. Deswegen stellt er die beiden einander vor, und da Tiffani und Jenny einander attraktiv finden, wird das Kriegsbeil begraben.

Ein Film mit mehr Sex als Plot, der allerdings mit typischer Achtzigermode, entsprechenden Dauerwellen- und Fönfrisuren und attraktiven Menschen begeistern kann. Und der Drehort, die Insel Santorini, ist auch heute noch eine Reise wert!

Filme

Der Satan

OT: Sweet Saviour, USA 1970, 89 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Bob Roberts, D.: Troy Donahue, Renay Granville, Francine Middleton

Er fühlt sich als Erlöser der Menschheit, läßt sich "Moon" nennen und leitet eine Hippiekommune, die sich der Promiskuität und dem Rauschgift widmet. Um an den "Schweinen" ein Exempel zu statuieren, läßt er die Gastgeberin einer Sexparty, eine schwangere Schauspielerin, und ihre Partygäste ermorden. Ein Machwerk, das den Mordfall Manson/Sharon Tate ausschlachtet.“ (Filmdienst)

Ein Beispiel für die zahllosen Billigfilme, die den Manson-Fall als publikumswirksamen Aufhänger benutzten, um Sex, Gewalt und Drogenexzesse zu präsentieren. Produktionsmanager war der spätere Troma-Chef Lloyd Kaufman.

 

Charles-Manson-Special

Quentin Tarantinos „Once Upon a Time in Hollywood“ brachte den berüchtigten 2017 verstorbenen Sektenführer Charles Manson wieder ins Gespräch. Er befahl seiner „Family“ – einer Art Hippie-Kommune, die allerdings wenig mit „love & peace“ zu schaffen hatte - 1969 grausame Morde. Unter den Opfern war die hochschwangere, mit Roman Polanski verheiratete Schauspielerin Sharon Tate. Für viele markierte die brutalen Tötungen das blutige Ende der friedlichen Hippie-Ideale, „Summer of Hate“ nannte sich dann auch ein Hörspiel von Jörg Buttgereit.

Manson wurde als fragwürdige Kultfigur, als Symbol des Bösen, schnell Teil der Popkultur. Schon lange vor
„Once Upon a Time in Hollywood“ nahmen sich viele Filme des Themas an, in unterschiedlicher Form und auf unterschiedlichem Niveau. Wir zeigen drei Beispiele.

Filme

Big Snuff

OT: Snuff, Argentinien/USA 1976, 80 Min, deutsche Fassung, 35mm, R.: Michael Findlay, Roberta Findlay, Simon Nuchtern, D.: Tina Austin, Brain Cary

Einer der größten Skandale der Filmgeschichte!

Der Hintergrund: Mitte der 70er tauchten in den Medien erstmals Gerüchte um sogenannte "snuff movies" (snuff: zu deutsch "abkratzen") auf. Dabei soll es sich um vornehmlich in Südamerika gedrehte Filme handeln, in denen vor der Kamera reale Morde verübt werden. Angeblich werden sie dann in den USA und anderorts zu horrenden Eintrittsgeldern illegal vorgeführt. Es handelt sich hier um nicht mehr als eine "urban legend". Doch der Mythos "snuff" lebt bis heute und wurde auch immer wieder in Großproduktionen wie „Hardcore“ von Paul Schrader oder "8 mm" von Jole Schumacher aufgegriffen.

„Snuff“ nahm sich des Themas schon 1976 an. Das findige, auf Exploitation-Streifen spezialisierte Produzenten-Ehepaar Roberta und Michael Findlay drehte zunächst 1971 in Argentinien den Horrorstreifen "The Slaughter". Er handelt von einer stark an die Charles-Manson-Sekte angelehnte Hippie-Bande, die einige brutale Morde verübt. Mitte der 70er kam die Manson-Family wegen des versuchten Anschlags eines Ex-Mitglieds auf US-Präsident Gerald Ford wieder in die Schlagzeilen: Man kam auf die Idee, den Billigstreifen nun in die US-Kinos zu bringen, aber mit einer neuen Endsequenz zu versehen: Darin wird die Darstellerin – freilich eine ganz andere Frau, als zuvor im Film zu sehen war – vom Filmteam – angeblich real! – bestialisch ermordet. Die natürlich gestellte Szene wurde von einem anderen Regisseur, Simon Nuchtern, gedreht und ist auf wesentlich höherem handwerklichen Niveau inszeniert als der restliche Film. Dies trug dazu bei, dass sie von vielen entsetzten Zuschauern für authentisch gehalten wurde. Ebenso die reißerische Werbung: "The film that could only be made in South America where life is cheap!", posaunte der US-Verleih. Der deutsche Verleih des Sexproduzenten Alois Brummer behauptete, dass der Film "in allen Staaten der USA vom FBI gejagt" werde. "Snuff" wurde dann auch ein Riesen-Skandal. Der Oberbürgermeister von New York sah sich genötigt, eine Pressekonferenz mit dem quicklebendigen "Snuff-Opfer" einzuberufen, Brummer musste sich in Deutschland wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Der Schocker wurde natürlich auch in vielen Ländern Opfer von Zensur, nach einem reißerischen "Bild"-Artikel ließ sich die deutsche Staatsanwaltschaft ebenfalls nicht lumpen. Der Einziehungs-Beschluss ist allerdings mittlerweile verjährt.

Aus heutiger Sicht ist
"Snuff" vor allem ein interessantes Lehrstück in Sachen Publikumsmanipulation – und ein äußerst dunkles Stück Filmgeschichte. Wir zeigen die ungeschnittene Fassung, das unzensierte Ende wird digital zugespielt.

Charles-Manson-Special

Quentin Tarantinos „Once Upon a Time in Hollywood“ brachte den berüchtigten 2017 verstorbenen Sektenführer Charles Manson wieder ins Gespräch. Er befahl seiner „Family“ – einer Art Hippie-Kommune, die allerdings wenig mit „love & peace“ zu schaffen hatte - 1969 grausame Morde. Unter den Opfern war die hochschwangere, mit Roman Polanski verheiratete Schauspielerin Sharon Tate. Für viele markierte die brutalen Tötungen das blutige Ende der friedlichen Hippie-Ideale, „Summer of Hate“ nannte sich dann auch ein Hörspiel von Jörg Buttgereit.

Manson wurde als fragwürdige Kultfigur, als Symbol des Bösen, schnell Teil der Popkultur. Schon lange vor
„Once Upon a Time in Hollywood“ nahmen sich viele Filme des Themas an, in unterschiedlicher Form und auf unterschiedlichem Niveau. Wir zeigen drei Beispiele.

FILMAMENT, DIE 23. SICHTUNG

Filmament, die Präsentationsplattform für Filmschaffende, präsentiert zum 23. Mal Spiel-, Dokumentar-, Animations- und Experimentalfilme unterschiedlichster Kategorien, Genres und Techniken.

Die Filmemacher werden nach Möglichkeit anwesend sein und für Gespräche mit dem Publikum zur Verfügung stehen.

Helter Skelter

USA 1976, 92 Min, Originalversion, 16mm, R.: Tom Gries, D.: George DiCenzo, Steve Railsback, Nancy Wolfe

Auf dem Anwesen Roman Polanskis finden sich die fünf Leichen bestialisch Ermordeter, darunter auch seine Frau Sharon Tate. Ein paar Tage darauf wird noch ein Ehepaar ermordet aufgefunden. Alles deutet auf einen gewissen Charles Manson hin, der sich für den Satan hält und um den sich eine eine Horde Leichtgläubiger schart.

Es folgt eine gnadenlose Jagd auf ihn und seine Gefolgsleute, die in einem gigantischen Gerichtsprozess endet.

Die darstellerischen Leistungen sind ausnahmslos sehr gut und insbesondere die Besetzung von Manson ist die mit Abstand beste bis heute. Die Dialoge sind ebenfalls großartig geschrieben, sodass es zu vielen intensiven Szenen kommt. Wer Gerichtsfilme mag und sich für das Thema interessiert, bekommt hier einen zu unrecht in Vergessenheit geratenen Genrevertreter geboten. Mit die beste, authentischste und fesselndste Verfilmung, die bis heute über die Manson-Familie gedreht wurde.” (www.ofdb.de)

 

Charles-Manson-Special

Quentin Tarantinos „Once Upon a Time in Hollywood“ brachte den berüchtigten 2017 verstorbenen Sektenführer Charles Manson wieder ins Gespräch. Er befahl seiner „Family“ – einer Art Hippie-Kommune, die allerdings wenig mit „love & peace“ zu schaffen hatte - 1969 grausame Morde. Unter den Opfern war die hochschwangere, mit Roman Polanski verheiratete Schauspielerin Sharon Tate. Für viele markierte die brutalen Tötungen das blutige Ende der friedlichen Hippie-Ideale, „Summer of Hate“ nannte sich dann auch ein Hörspiel von Jörg Buttgereit.

Manson wurde als fragwürdige Kultfigur, als Symbol des Bösen, schnell Teil der Popkultur. Schon lange vor
„Once Upon a Time in Hollywood“ nahmen sich viele Filme des Themas an, in unterschiedlicher Form und auf unterschiedlichem Niveau. Wir zeigen drei Beispiele.

Halloween – Die Nacht des Grauens

OT: Halloween, USA 1978, 91 Min., deutsche Fassung, digital, R.: John Carpenter, D.: Donald Pleasance, Jamie Lee Curtis, Nick Castle, Sandy Johnson

Den Auftakt unseres Double-Features bildet die Mutter aller Halloween-Filme: „Halloween“. Darin treibt Slasher-Sensation Michael Myers (Nick Castle) sein Unwesen. Der gestörte Maskenmann ersticht als Sechsjähriger seine pubertierende Schwester, was ihn auf direktem Weg ins Sanatorium für psychisch Kranke befördert. Fünfzehn lange Jahre ist er dort den Analysen des Psychiaters Dr. Sam Loomis ausgeliefert, bevor ihm ausgerechnet am Abend von Halloween die Flucht aus der Klapse gelingt. Perfektes Timing, um der Babysitterin Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) eine Höllennacht zu bescheren …

John Carpenters Überraschungshit begründete mit seinem immensen Erfolg das Genre des Slasher-Films. Unzählige Nachahmer folgten, doch kaum einer erreichte die Qualität des Originals. Das liegt gewiss auch an der Präsenz von Jamie Lee Curtis, die bis heute als erste Scream-Queen der Filmgeschichte von ihrem unumstößlichen Thron grüßt.

 

Halloween-Double-Feature

Ihr habt keine Lust auf pfiffige Kostümierungen? Bettelnde Knirpse vor der Türe sind Euch ein Graus? Und die Halloween-Fete Eurer Kollegen ist auch nur deshalb gruselig, weil der Chef ebenfalls eingeladen ist? Dann holt Euch den wahren Horror und durchschreitet die Pforten des Film-Fegefeuers KommKino! In unserem Saal ist kein Platz für Kinderkacke. Hier wütet der blanke Terror, fordert das Grauen seinen unermesslichen Blutzoll. Halloween für Erwachsene, mit zwei Kult-Klassikern des Horror-Kinos.

Ritter der Dämonen

OT: Tales From the Crypt Presents: Demon Knight, USA 1995, deutsche Fassung, digital, R.: Gilbert Adler, Ernest R. Dickerson, D.: Billy Zane, William Sadler, Jada Pinkett Smith, Brenda Bakke

Oh weia, jetzt wird‘s eng: Sechs der sieben Schlüssel, die das Tor zur Hölle öffnen, haben sich die dämonischen Heerscharen bereits unter den Nagel gerissen. Fehlt nur noch Nummer sieben, um den Beelzebub zu entfesseln. Dumm nur, dass der begehrte Schlüssel vom übereifrigen Wächter Frank Brayker (William Sadler) beschützt wird. Spezialkraft: das Blut Christi. Ob das ausreicht, um die Angriffe des dämonischen Collector (Billy Zane) abzuwehren?

Ernest Dickersons („The Walking Dead“) kultiger Beitrag zur „Tales From The Crypt“-Reihe war bis Dezember 2016 in Deutschland indiziert. Von CIC-Video wurde die VHS-Auswertung 1995 gar bereits nach zwei Wochen zurückgezogen, da eine Beschlagnahme drohte. Konsequenterweise sorgen dann auch jede Menge Splattereffekte für gute Laune im Kinosaal und den einen oder anderen Schmunzler.

 

Halloween-Double-Feature

Ihr habt keine Lust auf pfiffige Kostümierungen? Bettelnde Knirpse vor der Türe sind Euch ein Graus? Und die Halloween-Fete Eurer Kollegen ist auch nur deshalb gruselig, weil der Chef ebenfalls eingeladen ist? Dann holt Euch den wahren Horror und durchschreitet die Pforten des Film-Fegefeuers KommKino! In unserem Saal ist kein Platz für Kinderkacke. Hier wütet der blanke Terror, fordert das Grauen seinen unermesslichen Blutzoll. Halloween für Erwachsene, mit zwei Kult-Klassikern des Horror-Kinos.

Fleisch und Blut

OT: Flesh and Blood, Niederlande/Spanien/USA 1985, deutsche Fassung, 35 mm, R.: Paul Verhoeven, D.: Rutger Hauer, Jennifer Jason Leigh, Tom Burlinson, Jack Thompson

Italien, um das Jahr 1500: Der adelige Schnösel Arnolfini beauftragt eine Gruppe von Söldnern, sein Schloss aus den Händen des Feindes zu befreien. Gute Idee, schließlich verstehen die Jungs, die Anführer Martin (Rutger Hauer) um sich schert, ihr Handwerk. Was sie allerdings gar nicht leiden können, ist, wenn sie um ihren Sold betrogen werden – dumme Idee, Arnolfini. Die gewaltbereiten Haudegen nehmen den Kampf gegen den Blaublüter auf und rauben Agnes, die mit dessen Sohn verheiratet werden soll …

Wem „Game of Thrones“ zu pathetisch und „Excalibur“ zu weichgezeichnet ist, darf sich Paul Verhoevens („Basic Instinct“, „Starship Troopers“) Mittelalter-Metzelei nicht entgehen lassen. Der Niederländer lässt raue Zeiten wiederaufleben, ungeschönt und schmutzig. Der katholische Filmdienst verleiht seiner Begeisterung mit folgenden Zeilen Ausdruck: „ein blutrünstiges Sex-und-Crime-Spektakel, das die Anhäufung von Brutalitäten als naturalistische Bebilderung des dunklen Mittelalters ausgibt.“ Mit anderen Worten: ein Muss!

 

 

In memoria di Rutger Hauer

Am 19. Juli verstarb der niederländische Schauspieler Rutger Hauer. Er wirkte in sehr unterschiedlichen Filmen mit, wobei er besonders in der Zusammenarbeit mit dem ebenfalls aus den Niederlanden stammenden berühmten Regisseur Paul Verhoeven glänzte. Wir zeigen fünf von Hauers interessantesten Werken im originalen 35mm-Kinoformat.

The Lickerish Quartet

USA 1970, 90 Min, digital, Originalversion, R.: Radley Metzger, D.: Silvana Venturelli, Erika Remberg, Frank Wolff

In einem Schloss sieht sich eine Familie einen Super-8-Pornofilm an und kommentiert den fehlenden Realismus des Films. Am nächsten Tag besuchen sie einen Jahrmarkt und bemerken bei einer Motorradstuntshow eine junge Frau, die einer Darstellerin aus dem Super-8-Film ähnelt. Sie laden sie ein und sehen sich zusammen den Film an, doch plötzlich scheint die Filmdarstellerin anders auszusehen, und nach und nach sehen auch Familienmitglieder anders bzw. wie die Darsteller aus dem Film aus.

Radley Metzgers surrealistischer Erotikfilm spielt komplex mit Realitätsebenen und Illusionen und ist darüber hinaus auch noch wunderschön. „Ein unerhört ausgefallenes Meisterwerk!“ (Andy Warhol)

 

Filme

Blinde Wut

OT: Blind Fury, USA 1989, 86 min, 35mm, R.: Phillip Noyce, D.: Rutger Hauer, Terry O’ Quinn, Brandon Call

„Er ist schnell wie der Blitz, stark wie ein Stier, doch leider blind wie ein Maulwurf. Nick Parker (Rutger Hauer) hat im Vietnam-Krieg sein Augenlicht verloren. Zähes Training im Dschungel hat aber aus dem unbeholfenen Blinden einen perfekten Schwertkämpfer gemacht. Als er Jahre später seinen ehemaligen Kriegskameraden, den jetzigen Chemiker Frank (Terry O’Quinn) besucht, gerät der knallharte Nick mitten in einen heiklen Entführungsfall. Frank nämlich befindet sich in den Händen von Gangstern, für die er synthetische Drogen herstellen soll. Mit Billy, dem neunjährigen Sohn Franks als Faustpfand, wollen die Verbrecher den Widerstand von Frank brechen. Nick Parker jedoch haben die Verbrecher nicht auf ihrer Rechnung. Eine actionreiche, rasante Verfolgungsjagd, mit humoriger Situationskomik und brillanten Schwertkampf-Szenen nimmt ihren Lauf …“ (moviepilot.de)

„Kurzweilig und rasant umgesetzter Actioner mit viel Charme und Witz. Die Darsteller sind gut, die Action zahlreich vorhanden und spektakulär, zusätzlich mit einigen Härten versehen. Kulisse und Score passen, auch die gesamt Inszenierung. Die Grundstory ist auch hier nur ein Aufhänger, aber wer achtet schon bei der vielen Action darauf?

Auf jeden Fall ein "echter Hauer".“ (ofdb.de)

„Teils furios inszenierte Mischung aus Actionfilm, Melodram und Roadmovie, unterschwellig jedoch eine bedenkliche ideologische Aufarbeitung des amerikanischen Traumas Vietnam.“ (katholischer Filmdienst)

 

In memoria di Rutger Hauer

Am 19. Juli verstarb der niederländische Schauspieler Rutger Hauer. Er wirkte in sehr unterschiedlichen Filmen mit, wobei er besonders in der Zusammenarbeit mit dem ebenfalls aus den Niederlanden stammenden berühmten Regisseur Paul Verhoeven glänzte. Wir zeigen fünf von Hauers interessantesten Werken im originalen 35mm-Kinoformat.

Türkische Früchte

OT: Turks fruit, Niederlande 1973, deutsche Fassung, 35 mm, R.: Paul Verhoeven, D.: Monique van de Ven, Rutger Hauer, Tonny Huurdeman

„Der Bildhauer Eric Vonk lernt beim Trampen Olga kennen, in die er sich unsterblich verliebt. Kurz nach der Heirat brennt Olga jedoch mit einem reichen Amerikaner durch. Nach einigen Jahren erfährt Eric, dass sie inzwischen als Prostituierte ihr Dasein fristet und an einem unheilbaren Gehirntumor leidet.“ (Wikipedia)

Rutger Hauers zweite Zusammenarbeit mit Paul Verhoeven bedeutete für beide den großen Durchbruch. „In den Niederlanden war "Türkische Früchte" mit 3,3 Mio. Kinobesuchern ein enormer Erfolg, statistisch hat also jeder vierte Niederländer den Film damals im Kino gesehen. International konnten sich sowohl Paul Verhoeven als auch Rutger Hauer mit diesem Film einen Namen machen, der 1974 für den Oscar "Bester ausländischer Film" nominiert wurde. Darüber hinaus wurde "Türkische Früchte" im Jahr 2000 auf dem Niederländischen Filmfestival als "Bester niederländischer Film des Jahrhunderts" mit dem Goldenen Kalb geehrt.“ (www.schnittberichte.com)

„Ein wüstes, lebendiges, exzessives und todtrauriges Liebesdrama, das sämtliche formale, inhaltliche und erzählerische Normen seiner Zeit sprengte. Ein ganz großer Film“ (Harald Ladstätter, www.filmtipps.at)

 

In memoria di Rutger Hauer

Am 19. Juli verstarb der niederländische Schauspieler Rutger Hauer. Er wirkte in sehr unterschiedlichen Filmen mit, wobei er besonders in der Zusammenarbeit mit dem ebenfalls aus den Niederlanden stammenden berühmten Regisseur Paul Verhoeven glänzte. Wir zeigen fünf von Hauers interessantesten Werken im originalen 35mm-Kinoformat.

Das Osterman-Weekend

OT: The Osterman Weekend, USA 1983, deutsche Fassung, 35 mm, R.: Sam Peckinpah, D.: Rutger Hauer, John Hurt, Craig T. Nelson, Dennis Hopper

„Ein CIA-Agent steuert den Wochenendtreff einiger Freunde in ein mörderisches Chaos, indem er sie durch manipulierte Bildaufzeichnungen als Instrument seiner Rache zu gebrauchen versucht. Interessante Variante eines Spionagefilms, deren Reiz in der vielschichtigen Beschreibung der manipulativen Möglichkeiten des modernen Medienapparates liegt - wenn auch über weite Strecken Action- und Gewaltszenen dominieren.“ (Lexikon des internationalen Films)

Das letzte Werk des legendären, 1984 verstorbenen Meisterregisseurs Sam Peckinpah.

 

In memoria di Rutger Hauer

Am 19. Juli verstarb der niederländische Schauspieler Rutger Hauer. Er wirkte in sehr unterschiedlichen Filmen mit, wobei er besonders in der Zusammenarbeit mit dem ebenfalls aus den Niederlanden stammenden berühmten Regisseur Paul Verhoeven glänzte. Wir zeigen fünf von Hauers interessantesten Werken im originalen 35mm-Kinoformat.

Der Soldat von Oranien

OT: Soldaat van Oranje, Niederlande/Belgien 1977, 155 min, 35mm, Original mit englischen Untertiteln, R.: Paul Verhoeven, D.: Rutger Hauer, Jeroen Krabbé, Susan Penhaligon

„Eine Gruppe von Studenten gerät in die Wirren des 2. Weltkrieges, als die deutsche Armee überraschend in den Niederlanden einmarschiert und das Land besetzt. Das Leben der sechs Freunde wird sich für immer verändern und sie werden sich entscheiden müssen, auf welcher Seite sie sich beteiligen. Einige schließen sich bewusst dem Widerstand an, andere arbeiten für die deutschen Besatzer. Im Mittelpunkt stehen dabei besonders Erik (Rutger Hauer) und Guus (Jeroen Krabbé).
Der Film basiert auf den Memoiren von Erik Hazelhoff Roelfzema, einem Mitglied des Widerstandes, Pilot der Royal Airforce und Adjutant der holländischen Königin Wilhelmina während des Exils in London, und erzählt die Geschichte eines Mannes, der aus den unterschiedlichsten Motiven heraus zum Widerständler wird.

Mit SOLDAAT VAN ORANJE gelang Ausnahmeregisseur Paul Verhoeven ein epischer Kriegsfilm, ein Spionagethriller und ein Kriegsdrama in einem.“ (Carlito Brigante)

 

In memoria di Rutger Hauer

Am 19. Juli verstarb der niederländische Schauspieler Rutger Hauer. Er wirkte in sehr unterschiedlichen Filmen mit, wobei er besonders in der Zusammenarbeit mit dem ebenfalls aus den Niederlanden stammenden berühmten Regisseur Paul Verhoeven glänzte. Wir zeigen fünf von Hauers interessantesten Werken im originalen 35mm-Kinoformat.

The Children of Golgotha

Deutschland 2019, ca. 109 Min, deutsche Fassung, digital, R.: Günther Brandl, D.: Yvette Costeau, Sanela Demirovic, Melody Bayer

Ein Kloster in Venezuela, 1929: Auf Wunsch ihrer Eltern wird die junge Maria als Nonne im Orden aufgenommen. Die strengen Regeln des Konvents und die Annäherungen ihrer Mitschwester sollen aber bald nicht mehr ihr einziges Problem bleiben. Denn seit hinter einer Wand der Kapelle ein altes Fresko freigelegt wurde, scheinen unheilige Mächte im Kloster Einzug zu halten. Selbst der Sohn Gottes persönlich steigt vom Kreuz herab, um die Ordensschwestern in einen Strudel aus Lust und blutigen Ritualen zu treiben ...

Der neue Film von "Unholy Ground"-Macher Günther Brandl bietet diesmal eine wilde Mischung aus Okkult-Horror und Nunsploitation, mit jeder Menge Blut und nackter Haut. Ein gerade erst abgedrehtes Werk aus der unermüdlichen No-Budget-Werkstatt der Geschwister Brandl, die seit 1998 bereits über 50 Langfilme produziert hat.