Filme

Genesis 2.0

Schweiz 2018, 113 Min, digital, deutsche Fassung, R.: Christian Frei, Maxim Arbugaev

Der Film dokumentiert den gefährlichen Alltag der Sammler von Mammutstoßzähnen, die sich alljährlich auf der abgelegenen Inselgruppe Neusibirische Inseln treffen und sich bei ihrer Suche durch den schmelzenden Permafrost graben müssen. Gleichzeitig porträtiert er Pioniere und Klonforscher, die sich an der neuen Grenze des Möglichen bewegen und aus dem schockgefrorenen genetischen Material das längst ausgestorbene Wollhaarmammut wieder zum Leben erwecken möchten.

Dabei sind Legenden, Mythen und Tabus ein zentrales Thema, denn die Jäger seien die Ureinwohner des Nordens, die Schamanismus praktizieren und an Naturgeister glauben, so Co-Regisseur Maxim Abugae.

Demgegenüber steht die Haltung der Zukunftsforscher wie George Church von der Harvard University: «Die synthetische Biologie wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die nächste große Revolution (...) Menschen sind sehr kühn, und sie haben Visionen. Sie werden diese verfolgen, manchmal bis zu ihrem Tod.» (Wikipedia)

 

Hentai-Night

Manchmal ist eine Banane doch nur eine Banane. Was nicht heißt, dass man sich nicht an oder mit ihr befriedigen kann. Vor allem wenn sie Arme und Beine und nen Penis hat und zwei Meter groß ist. Willkommen in der Welt der Hentais, der animierten japanischen Pornografie. Wo nichts unmöglich ist. Wo Menschen und Oktopusse ihr Glück finden. Wo die Grenzen der Vorstellung viel weiter sind wie im Disneyland. Wo ein Fetisch erfunden wird, noch bevor jemand darauf steht.

Um was es geht, ist selbsterklärend: Hentais auf der großen Leinwand. Die ganze Nacht. Nicht mehr und nicht weniger.

Filme

Heavy Trip

Finnland/Norwegen 2018, 91 Min, digital, deutsche Fassung, R.: Juuso Laatio, Jukka Vidgren, D.: Johannes Holopainen, Samuli Jaskio, Max Ovaska

„Turo, Pasi, Lotvonen und Jynkky werden in ihrem kleinen finnischen Dorf als Freaks verlacht und absolut nicht ernst genommen. Ein Auftritt auf dem Northern-Damnation-Festival in Norwegen soll das nun ändern und den lang ersehnten Durchbruch für die vier Freunde bringen. Leider geht die Generalprobe in der Dorfkneipe aber gründlich in die Hose, ein Bandmitglied gibt den Löffel ab und der Van wird auch noch konfisziert. Doch eine waschechte Metalband lässt sich von solchen Kleinigkeiten natürlich nicht stoppen!“ (Verleihinformation)

“Heavy Trip“ erhielt fast ausschließlich positive Kritiken. (...) Der Austin Chronicle bezeichnet den Film als „kommenden Kult-Klassiker“ (...) Slashfilm stellte heraus, dass das Setting des Films klassischen Motiven folge, nämlich der Darstellung von Außenseitern, die alles dafür geben, ihren Traum zu leben. „Heavy Trip“ stecke aber so voller verrückter Einfälle und Anspielungen, dass der Film im Ergebnis „ein barbarischer Angriff auf die Lachmuskeln (sei)“ (Wikipedia)

 

Generation Wealth

USA 2018, 105 Min, digital, deutsche Fassung, R.: Lauran Greenfield, D.: Lauren Greenfield, Limo Bob, George W. Bush

„Doku über das Leben der Reichen und vermeintlich Schönen in Kalifornien, die eine Generation von Menschen porträtiert, für die plastische Eingriffe und Tablettensucht genauso normal sind wie Kleinkinder bei Modelwettbewerben gegeneinander antreten zu lassen.“ (filmstarts.de)

„Lauren Greenfield interessiert sich in ihrer Arbeit weder für Politik noch für Gesellschaftskritik, auch wenn es auf den ersten Blick so wirken könnte. Sie interessiert sich für die Art und Weise, in der Menschen ihr Leben führen, für ihre Träume, Erwartungen und Enttäuschungen. (...) Die Frage, warum uns die Bilder des Reichtums so faszinieren, kann Greenfield nicht beantworten. (...) Die Parole lautet: Es lohnt sich nicht! Geld bringt kein Glück! Verbringt lieber mehr Zeit mit eurer Familie. Getreu dem Motto: Be careful what you wish for.“ (zeit.de)

 

Vom 1.-3.2.2019 laden wir Euch herzlich zum diesjährigen Filmarchäologen-Symposium im kommkino ein. Kommt mit auf eine Studienreise zur Ausgrabung längst vergessener filmischer Artefakte auf 35mm. Unsere Expedition führt uns in die filmischen Tiefen der sechsten Dekade des 20. Jahrhunderts. Seid dabei, wenn wir der Frage nachgehen, ob es sich bei den Fundstücken um verlorene Schätze oder vollkommen zu Recht verdrängten Humbug handelt. Schließt Euch an und werdet Teil der Filmarchäologen-Community.

 

Freitag, 1.2.

21:15 Einführung in die Filmarchäologie - Limesgrabung
Germanischer Schwarz-Weiß-Frühschmier

23:15 Aztekengoldfund in Britannien
Mexikanische Affen-Horror-Sause von Großmeister Cardona

 

Samstag, 2.2.

14:00 Das stratigraphische Prinzip I
Römische Vision von Adolfs Atomspionen

16:00 Archäologische Geschlechterforschung
Kolportage über Prostitution in Kopenhagen

21:15 Expedition ins schwedische Eis
Schwarz-Weiß-Alptraum mit Ulla Jacobsson

23:15 Das stratigraphische Prinzip II
Krimi-Komödie am verschneiten Nil

 

Sonntag, 3.2.

14:30 Grabungen in der Normandie unter erschwerten Bedingungen
Kriminelle Abgründe mit Jean-Claude Bercq

16:30 Studien zur Fortbewegung
Biker-Abenteuer mit Dennis Hopper

 

Einzeltickets: 6,- €

Dauertickets: 36,- €

 

Für Filmarchäologen bei Forgotten Film Entertainment:

Ermäßigte Dauertickets für Filmentdecker und Filmretter: 18,- €
Kostenlose Dauertickets für Filmhelden

 

Reservierung von Dauerkarten unter: reservierung [at] kommkino.de

The Last Movie

USA 1971, 108 Min, digital, Original mit deutschen Untertiteln, R.: Dennis Hopper, D.: Dennis Hopper, Roy Engel, Julie Adams, Samuel Fuller

„In der Wildnis von Peru wird ein Hollywood-Western gedreht. Die peruanischen Eingeborenen schauen staunend zu, ohne zu begreifen, daß die wüsten Schießereien nur gestellt sind. Nachdem die Filmleute abgezogen sind, spielen die Indios selbst "Filmproduktion"; sie allerdings prügeln sich ganz real. Ein Stuntman, der bei ihnen geblieben ist, wird angeschossen, als er einzugreifen versucht. Ein wild verschachtelter und mit einer Vielzahl experimenteller Einfälle durchsetzter Film über den Mythos Film; zugleich eine wütende Abrechnung mit dem Hollywood-System.“ (Filmdienst)

“THE LAST MOVIE“ ist ein Film, den ich in Peru gedreht habe. Ich habe damit das Filmfestival in Venedig gewonnen, aber Universal Pictures wollte ihn nicht ins Kino bringen. (....) Ich wollte das Filmmaterial einsetzen wie ein abstrakter Expressionist seine Farbe. Ich führe euch ständig vor Augen, dass wir einen Film machen – und verweise ständig auf die Tatsache, dass es ziemlich verrückt sein könnte, in einem Publikum zu sitzen, sich so in einen Film hineinziehen zu lassen und irgendwann tatsächlich zu glauben, was man da sieht – und dann reiße ich euch wieder raus. Für die meisten ist das keine besonders angenehme Erfahrung.“ (Dennis Hopper) 

„Einer der legendenumranktesten Filme des New Hollywood – und einer der am wenigsten gesehenen. Aus dem Kino verschwand Dennis Hoppers „THE LAST MOVIE“ 1971 schnell und bis heute ist er nicht als DVD verfügbar. Nach dem Erfolg von „EASY RIDER“ (1969) bekam Hopper einen Freifahrtschein vom Hollywoodstudio Universal für seine zweite Regiearbeit. (...) Hoppers großartiger Metafilme wurde zu Unrecht als drogengeschwängertes Experiment abgetan, heute kann man ihn neu entdecken als einen der wegweisendsten Filme der 70er Jahre.“ (Film Festival Cologne)