31
Jan.
2023
Dienstag, 31. Januar 2023 21:15
USA 2021, 85 Min., dF/OV, digital, R.: Josef Kubota Wladyka, D.: Daniel Henshall, Kevin Dunn, Kali Reis Um ihre Schwester, die

USA 2021, 85 Min., dF/OV, digital, R.: Josef Kubota Wladyka, D.: Daniel Henshall, Kevin Dunn, Kali Reis

Um ihre Schwester, die vor Jahren spurlos verschwand, zu finden, plant die indianische Boxerin Kaylee ihre eigene Entführung und gerät an eine Menschenhändlerorganisation. Dort will sie sich an den Verantwortlichen rächen ...

Josef Kubota Wladykas Regiedebüt ist ein geradlinig erzählter Thriller, der mit der Boxweltmeisterin Kali Reis in der Hauptrolle ideal besetzt ist. Realistisch im Ton und mit glaubwürdigen Charakteren legt der Film sein Hauptaugenmerk nicht auf Twists, sondern auf intensive Spannung, die er die kurze und knackige Laufzeit von 85 Minuten ideal aufrechterhält.

Aber "Catch the Fair One" hat auch noch ein tiefere Ebene:

"Der Film behandelt ein hochaktuelles Thema, das viel zu häufig unter dem Radar läuft. Das National Crime Information Center berichtet, dass es im Jahr 2016 5.712 Meldungen über vermisste indigene Mädchen und Frauen gab, obwohl die bundesweite Vermissten-Datenbank des US-Justizministeriums, NamUs, nur 116 Fälle registrierte. Gleichzeitig listet das Center for Disease Control Mord als dritthäufigste Todesursache für indigene Frauen.
(...)
Regisseur Josef Kubota Wladyka schreckt nicht davor zurück, die Körperlichkeit seiner Protagonistin in den Fokus zu stellen. Die Zuschauenden begleiten Kaylee dabei distanziert und nach einigen sehr drastischen Szenen wird schwer vorhersehbar, wo der Film mit einem hin will.

Aber das macht "Catch the Fair One" auch so enorm eindrücklich. Der Film erzählt nicht nach einer klassischen Dramaturgie eine Geschichte über Rache. Viel zu gewaltig sind die Mächte, gegen die sich Kaylee versucht zur Wehr zu setzen. Damit wird der Film der Realität gerecht. Es gibt zu wenig Unterstützung und zu wenig Aufklärung über die Femizide an indigenen Frauen. Kali Reis kämpft dagegen an. Als erste indigene Frau, die Weltmeisterin im Boxen wurde, wurde Reis vor kurzem in die North American Indigenous Athletic Hall of Fame aufgenommen, nur wenige Monate nachdem sie ihren Titel im Superleichtgewicht verteidigt hatte. Sie teilt die Geschichten von Menschen, die nicht gehört werden, um Bewusstsein zu schaffen. "Catch the Fair One" hat dabei einen wichtigen Beitrag geleistet."

(Sophia Derda, www.kinozeit.de)


Am 26.1. in der deutschen Version und am 31.1. in der Originalversion zu sehen.

 

01
Feb.
2023
Mittwoch, 1. Februar 2023 21:15
OT: I Kina spiser de hunde, DK 1999, 91 Min., dF, digital, R.: Lasse Spang Olsen, D.: Kim Bodnia, Dejan Cukic, Peter Gantzler,

OT: I Kina spiser de hunde, DK 1999, 91 Min., dF, digital, R.: Lasse Spang Olsen, D.: Kim Bodnia, Dejan Cukic, Peter Gantzler, Trine Dyrholm

Arvid ist ein normaler Bankangestellter dessen Leben sich radikal ändert, als er den Bankräuber Franz bei einem Überfall mit seinem Squashschläger KO schlägt. Ein paar Tage später besucht ihn Franz' Frau und beklagt, dass sie die Beute für eine künstliche Befruchtung braucht. Um an das Geld zu kommen, planen der reuevolle Arvid und sein krimineller Bruder Harald, einen Panzerwagen auszurauben. Das geht natürlich gehörig schief, endet sogar blutig und stürzt sie in echte Schwierigkeiten.

„In China essen sie Hunde“ ist ein Muss für jeden, der schrägen Humor zu schätzen weiß. Bizarre Szenen, verdrehte Situationen und überraschend brutale Gewalt werden durch politisch inkorrekte, bitter-komödiantische Szenen ergänzt. Der Wille eines schüchternen Mannes, der inmitten der unvorhersehbaren Wendungen des Lebens mutig und sich selbst treu bleiben will, wird am Ende nicht belohnt. Aber da alles durch eine dicke satirische Brille gesehen wird, darf nichts zu ernst genommen werden. „In China essen sie Hunde“ spielt mit den Konventionen des Krimis und den Erwartungen des Publikums – und ist gerade wegen seiner unkonventionellen Moral unbedingt sehenswert.

Spezial: Dänemark

Dänemark ist nicht nur für die „kleine Seejungfrau“ und für die frühzeitige Porno-Legalisierung bekannt, sondern auch für schräge und außergewöhnliche Filmkost. Filme, die provokant sind, ohne in stumpfe Geschmacklosigkeit abzurutschen; die kultig sind, ohne bemüht auf Kult getrimmt zu wirken; Filme, die einfach anders sind – und die man gesehen haben sollte. Nach „Adams Äpfel“, „Flickering Lights“ und „Pusher“ im Januar zeigen wir im Februar drei weitere Dänen-Kracher: „In China essen sie Hunde“, „Nightwatch – Nachtwache“ und „Dänische Delikatessen“.

 

02
Feb.
2023
Donnerstag, 2. Februar 2023 21:15
OT: Bird, USA 1987, 160 Min., dF, 35 mm, R.: Clint Eastwood, D.: Forest Whitaker, Diane Venora, Michael Zelniker Er

OT: Bird, USA 1987, 160 Min., dF, 35 mm, R.: Clint Eastwood, D.: Forest Whitaker, Diane Venora, Michael Zelniker

Er revolutionierte in den 40er-Jahren den Jazz: Saxofon-Legende Charlie „Bird“ Parker. Als Schöpfer des Bebop wirkte er maßgeblich an der Entwicklung des modernen Jazz mit. Diese Entwicklung zeichnet Regisseur Clint Eastwood in seinem fesselnden Biopic nach und nähert sich dabei assoziativ dem Leben und Mythos Parkers an. Ausgespart bleiben dabei auch nicht die zahlreichen Drogenexzesse des Musikers, die ihn letztlich viel zu früh zugrunde richteten. Ein filmisches Denkmal mit viel Empathie, das in tollen Farben erstrahlt und in brillanter Tonqualität begeistert.

PopCore!

Unter dem Label „POPcore!“ zeigen wir einmal im Monat einen Musikfilm in unserem Saal. Dabei flimmern sowohl klassische Konzertfilme als auch Dokus und Spielfilme über die Leinwand. Und auch hinsichtlich des Musikgenres setzen wir uns keine Grenzen. Metaller kommen ebenso auf ihre Kosten wie Freunde elektronischer Musik, Punks treffen auf Hip-Hopper, Mods auf Rocker.

 

03
Feb.
2023
Freitag, 3. Februar 2023 21:15
OT: Nattevagten, DK 1994, 103 Min., dF, digital, R.: Ole Bornedal, D.: Nikolaj Waldau, Sofie Graaboel, Kim Bodnia, Ulf

OT: Nattevagten, DK 1994, 103 Min., dF, digital, R.: Ole Bornedal, D.: Nikolaj Waldau, Sofie Graaboel, Kim Bodnia, Ulf Pilgaard

Um neben dem Studium etwas Kohle zu verdienen, schiebt Martin in der Kopenhagener Gerichtsmedizin Wache. In der dortigen Leichenhalle gibt es derzeit regelmäßigen Zugang, denn ein Serienkiller, der es auf schöne, junge Frauen abgesehen hat, sorgt für ständigen Nachschub. Ewas Angst macht ihm sein neuer Job schon, doch Martin würde das nie zugeben. Stattdessen lässt er sich auf gefährliche Wetten mit seinem Freund Jens ein. Aus dem Spaß wird bitterer Ernst, als sich plötzlich seltsame Dinge in der Leichenhalle abspielen. Dann schlägt der Killer auch in Martins Bekanntenkreis zu, und plötzlich gilt er als Hauptverdächtiger ...

„Dem dänischen Regisseur Ole Bornedal gelang mit seinem Debütfilm ein packender, atmosphärisch dicht inszenierter Thriller mit vielen Horrorelementen. Der Zuschauer wird hier ständig auf falsche Fährten geführt. Außerdem besticht das Werk durch eine kräftige Prise schwarzen Humors. In seinem Herkunftsland avancierte ‚Nightwatch‘ zum erfolgreichsten Film des Jahres und verwies selbst Mega-Hits wie ‚Philadelphia‘ und ‚Schindlers Liste‘ auf die Plätze.“ (prisma-online)

Spezial: Dänemark

Dänemark ist nicht nur für die „kleine Seejungfrau“ und für die frühzeitige Porno-Legalisierung bekannt, sondern auch für schräge und außergewöhnliche Filmkost. Filme, die provokant sind, ohne in stumpfe Geschmacklosigkeit abzurutschen; die kultig sind, ohne bemüht auf Kult getrimmt zu wirken; Filme, die einfach anders sind – und die man gesehen haben sollte. Nach „Adams Äpfel“, „Flickering Lights“ und „Pusher“ im Januar zeigen wir im Februar drei weitere Dänen-Kracher: „In China essen sie Hunde“, „Nightwatch – Nachtwache“ und „Dänische Delikatessen“.

 

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Feb.
2023
Samstag, 4. Februar 2023 21:15
OT: De grønne slagtere, DK 2003, dF, digital, 100 Min., R.: Anders Thomas Jensen, D.: Nikolaj Lie Kaas, Mads Mikkelsen, Line

OT: De grønne slagtere, DK 2003, dF, digital, 100 Min., R.: Anders Thomas Jensen, D.: Nikolaj Lie Kaas, Mads Mikkelsen, Line Kruse, Ole Thestrup

„Svend hat Minderwertigkeitskomplexe. Und Bjarne hat seine Freundin. Beide verbindet eigentlich nur eins: Sie sind Metzger und hassen ihren tyrannischen Boss Holger. Um dieser Knechtschaft zu entkommen, eröffnen sie gemeinsam eine eigene Metzgerei. Doch in der dänischen Provinz fehlt ihnen die Kundschaft. Erst ein bizarrer Zufall beschert Bjarne und Svend eine sensationelle, neue kulinarische Sensation. Den beiden geht jedoch schnell die mysteriöse Geheimzutat für ihren Verkaufsschlager aus, und wenn sie dick im Fleischgeschäft bleiben wollen, müssen sie ab sofort alle moralischen Skrupel über Bord werfen …“ (Leonine)

Und noch ein Dänen-Kracher! „Mads Mikkelsen rührt als neurotischer Pedant, der mit religiösem Eifer nach der perfekten Würze fahndet. Und so munden die ‚Dänische Delikatessen‘ als bizarre Außenseiter-Tragödie“, war in der Cinema zu lesen. Wir speisen gerne mit.

Spezial: Dänemark

Dänemark ist nicht nur für die „kleine Seejungfrau“ und für die frühzeitige Porno-Legalisierung bekannt, sondern auch für schräge und außergewöhnliche Filmkost. Filme, die provokant sind, ohne in stumpfe Geschmacklosigkeit abzurutschen; die kultig sind, ohne bemüht auf Kult getrimmt zu wirken; Filme, die einfach anders sind – und die man gesehen haben sollte. Nach „Adams Äpfel“, „Flickering Lights“ und „Pusher“ im Januar zeigen wir im Februar drei weitere Dänen-Kracher: „In China essen sie Hunde“, „Nightwatch – Nachtwache“ und „Dänische Delikatessen“.

 

09
Feb.
2023
Donnerstag, 9. Februar 2023 21:15
D 2021, 90 Min., dF, digital, R.: Julian Richberg, D.: Oskar Bökelmann, Anna Jung, Simon Mantei Eine perspektivlose

D 2021, 90 Min., dF, digital, R.: Julian Richberg, D.: Oskar Bökelmann, Anna Jung, Simon Mantei

Eine perspektivlose Dorfjugend an der ehemaligen DDR-Grenze zwischen Neonazis, Jugendclub und Dorffesten: Erik und sein bester Kumpel Sebastian haben in ihrem kleinen Dorf in Thüringen Langeweile und keine Freunde. Während bald an einem 11. September Flugzeuge ins World Trade Center stürzen und die Welt aus den Fugen gerät, offenbart sich Erik, dass etwas Unheimliches in den Wäldern wohnt.

„Mutiges, kurzweiliges, spannendes deutsches Genrekino zwischen ‚Donnie Darko‘ und ‚Elephant‘, Sozialdrama und Genrefilm, Gesellschaftsanalyse und Indie-Fingerübung, die jede Entdeckung und Sichtung wert ist.“ (Alexander Brunkhorst, Filmchecker)

 

14
Feb.
2023
Dienstag, 14. Februar 2023 21:15
JPN 2010, 73 Min., OmeU, digital, 3D, R.: Takao Nakano, D.: Sora Aoi, Risa Kasumi, Mari Sakurai Frustriert fristen die

JPN 2010, 73 Min., OmeU, digital, 3D, R.: Takao Nakano, D.: Sora Aoi, Risa Kasumi, Mari Sakurai

Frustriert fristen die Tänzerinnen des erfolglosen Stripclubs Paradise Ikagawa ihr Dasein. Sie sind überzeugt, dass ihnen eine größere Bühne zusteht, wo sich ihre Kunst frei entfalten kann. Aus purer Langeweile beschwören sie aus Versehen eine Armee von Zombies. Endlich bekommen sie ihren sehnlichst erwarteten großen Auftritt, als sie die Einzigen sind, die diese Welt noch retten können.

Zuweilen als japanischer Grindhouse bezeichnet, wartet dieser Streifen mit allem auf, was wir von einem solchen Titel erwarten: grandiose Darsteller, eine mitreisende Geschichte, geistreiche Dialoge und Spezialeffekte, bei denen selbst einem Roland Emmerich die Kinnlade runterklappt. Verkatert und im Angesicht eines langen Arbeitstages lässt sich dieser Film, unter anderem auch wegen seiner kurzen Länge, angenehm in den Alltag integrieren. „Das war ein ganz dämlicher, billiger, fieser Bockmist. Sowas ist wirklich für die Tonne produziert. Darauf fahren nur Masochisten und Fans von Billig-Produktionen ab.“ (Rooster Cogburn)

Um dieses Spektakel in vollen Zügen genießen zu können, liegen für euch 3-D-Brillen bereit!

 

16
Feb.
2023
Donnerstag, 16. Februar 2023 21:15
OT: Mean Streets, USA, 1973, 112 Min., dF, 35 mm, R.: Martin Scorsese, D.: Robert De Niro, David Proval, Amy Robinson, Richard

OT: Mean Streets, USA, 1973, 112 Min., dF, 35 mm, R.: Martin Scorsese, D.: Robert De Niro, David Proval, Amy Robinson, Richard Romanus, Harvey Keitel

Der Film verfolgt das Leben von vier Männern in Little Italy, alles Männer Mitte 20, die danach streben, Gangster, Kredithaie oder einfach nur Ganoven zu sein. Da ist Tony (David Proval), der große freundliche Typ, der die Bar in der Nachbarschaft betreibt; Michael (Richard Romanus), ein kleiner Kredithai, der es liebt, naive Teenager aus Brooklyn abzuzocken; Johnny Boy (Robert De Niro), ein verrückter, verantwortungsloser Gauner, der eine Vorliebe dafür hat, Briefkästen in die Luft zu jagen und sich Geld von Kredithaien zu leihen, das er niemals zurückzahlen will, und Charlie (Harvey Keitel), der gut gekleidete Neffe des örtlichen Mafiabosses Giovanni (Cesare Danova), der nichts weiter will, als sein eigenes Restaurant zu führen.

„Mean Streets“ bietet eine Reihe von Vignetten, die das Leben in Little Italy beschreiben. Die Situationen sind so lebensecht, dass kaum eine Handlung notwendig ist, und die Charaktere sind so realistisch, dass der Film fasziniert. Der Fokus des Films – wie der Fokus vieler Filme von Scorsese – liegt auf dem Konflikt innerhalb der Hauptfiguren, Außenseitern, deren Ansichten über das Leben etwas anders sind.

Special: 80 Jahre Martin Scorsese

Martin Scorsese gehört zweifellos zu den einflussreichsten US-Regisseuren – und zu den ganz wenigen, denen es immer wieder gelang, großen Publikumserfolg mit höchsten künstlerischen Ambitionen zu verbinden. Bereits sein schmal budgetiertes Debüt „Wer klopft denn da an meine Tür?“ von 1967 wurde von Kritikerpapst Roger Ebert als potenzieller „Klassiker“ bezeichnet beim Chicago International Film Festival als bester Film ausgezeichnet. Mit „Hexenkessel“ (1973) gelang ihm dann der erste große Triumph, sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik. In Scorseses umfassender Filmografie folgte gelegentlich auch mal ein schwächerer Streifen, aber es überwiegen eindeutig sehr gute bis absolut brillante Filme. Am 17. November 2022 feierte Scorsese seinen 80. Geburtstag. Wir zeigen eine Auswahl seiner herausragenden Werke.

 

17
Feb.
2023
Freitag, 17. Februar 2023 00:15
Originaltitel: Shadow in the Cloud, Neuseeland/USA 2020, 83 Min, deutsche Fassung, digital Regie:

Originaltitel: Shadow in the Cloud, Neuseeland/USA 2020, 83 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Roseanne Liang
Darsteller: Chloë Grace Moretz, Taylor John Smith, Callan Mulvey

Einige erinnern sich vielleicht an die legendäre Serie "Twilight Zone" aus den 60ern.
In den USA haben diverse Folgen mehr Kultcharakter, als bei uns so mancher Kinoklassiker. Besonders sticht heraus: "Nightmare at 20,000 Feet". William Shatner muss hilflos mit ansehen, wie ein Gremlin die Tragfläche seines Flugzeugs Stück für Stück demoliert. Und keiner der Mitreisenden will ihm glauben. Übrigens schon in den 90ern von den Simpsons parodiert. Aus dieser Vorlage wurden nun kompakte 75 Minuten Krawall gezaubert.

Mitten im zweiten Weltkrieg. Die junge Offizierin Maude Garrett (Chloe Grace Moretz) ist in einem geheimen Auftrag unterwegs. Im neuseeländischen Auckland steigt sie eher widerwillig in ein Militärflugzeug und muss aus Platzgründen auch noch in der Schützenkuppel am Flugzeugbauch sitzen. Es reicht ja nicht, dass sie Geläster von der männlichen Besatzung ertragen muss und japanische Flieger von allen Seiten angreifen. Nein, dann muss auch noch dieser tasmanische Teufel auftauchen …

Der Film zieht seinen Reiz ganz klar aus seinem begrenzten Handlungsspielraum.
Kurz, knackig und auf Punkt. Total banane und drüber. Die Zeit vergeht wirklich wie im Flug

17
Feb.
2023
Freitag, 17. Februar 2023 16:00 - Sonntag, 19. Februar 2023 17:00
Bekanntlich ist die Büchse der Pandora ein Behältnis, das man besser nicht öffnet. Das

Bekanntlich ist die Büchse der Pandora ein Behältnis, das man besser nicht öffnet. Das unerschrockene KommKino tut es trotzdem. Und natürlich nicht irgendeine Pandora-Büchse.

Wir haben tief im Marianengraben des phantastischen Films gewühlt, Absonderliches aus mehreren Jahrzehnten zu Tage gefördert und wir sind auf das eine oder andere Übel gestoßen. Ihr seht Riesen-Bussarde, die die Welt bedrohen, Elvis Pressluft und John F. Kennedy im Kampf gegen Mumien, Ringo Starr in Steinzeitkluft auf Brautschau und noch mehr launige Kostbarkeiten aus dem Kuriositätenkabinett.

Schauderhafter Schund oder hammerhartes Happening? Womöglich beides? Macht Euch selbst ein Bild davon! Wir öffnen: Die Filmbüchse der Pandora!

Timetable:

Fr, 17.2.

16:00 Die Rache der schwarzen Spinne 

Originaltitel: Earth vs. the Spider, USA 1958, 73 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Bert I. Gordon
Darsteller: Ed Kemmer, June Kenney, Eugene Persson

"Gigant des Grauens" (1958), "Der Koloss" (1957), "King Dinosaur" (1955), "Die Insel der Ungeheuer" (1976), "In der Gewalt der Riesenameisen" (1977)... da ist aber jemand äußerst besessen vom Gigantismus. Dieser Jemand schimpft sich Bert I. Gordon. Er hatte nur große Dinge im Kopf. "Tarantula" (1956) von Genre-Meister Jack Arnold gab's zu diesem Zeitpunkt auch schon längst, aber das hinderte Gordon nicht daran, das Ganze (natürlich ohne die Gewieftheit von Arnolds Original) 1958 nochmals aufzuwärmen.

Auf der Suche nach ihrem verschwundenen Vater findet ein junges Pärchen in einer Höhle die besagte Riesenspinne. Der Sheriff der Stadt wird informiert und ihm gelingt es, die Spinne mit Gift zur Strecke zu bringen. Scheinbar tot, wird das Geschöpf sogleich in einer Schulaula ausgestellt. Zum Glück probt nebenan eine Schülerband, denn Rock'n'Roll erweckt Tote bekanntlich zum Leben. Nach der Reanimation des Krabbeltieres kann die Zerstörungsorgie in der amerikanischen Kleinstadt beginnen, die Spinne wild herumschreien und nach Lust und Laune ihre Größe ändern.

Ein herrlich lockerer Vertreter des Drive-in-/Teenage Horrorfilms. Wenig gruselig, aber mit einer Menge 50er-Jahre-Charme ausgestattet, mit viel zu alten Teenagern und hanebüchenen Momenten. Über die komplette Laufzeit sehr unterhaltsam.

20:00 Caveman - Der aus der Höhle kam 

Originaltitel: Caveman, USA 1981, 82 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Carl Gottlieb
Darsteller: Ringo Starr, Barbara Bach, Dennis Quaid

Was wir in diesem Machwerk nicht alles zu sehen bekommen. Die Erfindung des Spiegeleies, des aufrechten Ganges und unserer modernen Sprache, die aber gleich wieder verworfen wird. "Bobo" klingt ja auch phonetisch viel liebenswerter als "Freund".
Der Film beginnt „eine Zillion Jahre vor Christus“, und zwar am „9. Oktober“. Da gibt es diesen Höhlenmenschen Atouk (Ringo Starr). Ein echter Schwächling und nicht besonders angesehen in seinem Stamm. Schwer verliebt isser auch noch. In Lana (Barbara Bach). Die fährt natürlich total auf den Stammeshäuptling Tonda ab. Es dauert nicht lange bis Atouk endgültig verstoßen wird. Aber man findet ja immer Verbündete, also gründet er mit weiteren Underdogs wie Lar (Dennis Quaid) und Tara (Shelley Long) eine neue Clique. Tara steht dann eigentlich auf Atouk … und na ja. Ach, sie wissen schon.

Man fragt sich, wie es Ex-Bond-Girl Barbara Bach, Ringo Starr und Dennis Quaid in so einen Film geschafft haben. Ringo beweist jedenfalls eine Menge Humor und ist sich hier für nichts zu schade. Alle Beteiligten hatten wohl mächtig Spaß beim Dreh. Als Parodie auf Steinzeitfilme gedacht (im kompletten Film wird nur Ugah-Ugah-Kunstsprache geredet), bekommen wir Klamauk mit dem Holzhammer serviert. Zudem sind die urzeitlichen Lebewesen äußerst liebevoll und originell getrickst. Glubschäugige, tollpatschige Dinosaurier wurden mit Stop-Motion-Animation realisiert, die es durchaus mit der Kunst eines Ray Harryhausen aufnehmen können. Mit drei Bier im Gesicht ein absoluter Lachschlager.

22.15 In den Krallen der Venus 

Originaltitel: Queen of Outer Space, USA 1958, 80 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Edward Bernds
Darsteller: Zsa Zsa Gabor, Eric Fleming, Laurie Mitchell

Es hätte so einfach sein können. Drei taffe Astronauten sollen einen Wissenschaftler zu einer Raumstation bringen. Aber nein, da kommt ein Energiestrahl daher, schießt wild und ausgiebig durch die Atmosphäre und vernichtet auch noch die besagte Raumstation. Der Strahl erfasst anschließend das Raumschiff und bringt die Crew vom Kurs ab. Und zack befinden wir uns auch schon auf der Venus.
Dort treffen wir viele, viele Frauen. Eigentlich nur Frauen. Allen voran die missgelaunte Königin Yllana, die so gar nichts von Männern hält und von der Erde noch weniger. Der blaue Planet macht ja mit seiner atomaren Bedrohung nur Ärger, also muss er weg. Eine Vertraute der Königin findet aber eher, die Königin muss weg. Also steht sie den gefangenen Astroboys bei und leitet eine Revolution gegen Yllana ein.

Hui, was für ein haarsträubendes Abenteuer. Vermutlich DER Vertreter schlechthin, in dem tapfere Astronautenmachos auf zornige Weltraumblondinen treffen. Ausgelassene Heiterkeit ist mit "Queen of Outer Space" garantiert. Dafür sorgt u. a. der ewig schmachtende
Blick von Zsa Zsa Gabor, die uninspirierte Inszenierung und die völlig aus der Zeit gefallenen, chauvinistischen Dialoge. "26 Millionen Meilen von der Erde, aber die Frauen sind doch überall dieselben." Auf ewig unbeantwortet bleibt die Frage, ob dieses absurde Filmchen nicht schon damals ironisch gemeint war. Da bleibt kein Auge trocken.

00:15 Midnight Movie: Shadow in the Cloud 

Originaltitel: Shadow in the Cloud, Neuseeland/USA 2020, 83 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Roseanne Liang
Darsteller: Chloë Grace Moretz, Taylor John Smith, Callan Mulvey

Einige erinnern sich vielleicht an die legendäre Serie "Twilight Zone" aus den 60ern.
In den USA haben diverse Folgen mehr Kultcharakter als bei uns so mancher Kinoklassiker. Besonders sticht heraus: "Nightmare at 20,000 Feet". William Shatner muss hilflos mit ansehen, wie ein Gremlin die Tragfläche seines Flugzeugs Stück für Stück demoliert. Und keiner der Mitreisenden will ihm glauben. Übrigens schon in den 90ern von den Simpsons parodiert. Aus dieser Vorlage wurden nun kompakte 75 Minuten Krawall gezaubert.

Mitten im zweiten Weltkrieg. Die junge Offizierin Maude Garrett (Chloe Grace Moretz) ist in einem geheimen Auftrag unterwegs. Im neuseeländischen Auckland steigt sie eher widerwillig in ein Militärflugzeug und muss aus Platzgründen auch noch in der Schützenkuppel am Flugzeugbauch sitzen. Es reicht ja nicht, dass sie Geläster von der männlichen Besatzung ertragen muss und japanische Flieger von allen Seiten angreifen. Nein, dann muss auch noch dieser tasmanische Teufel auftauchen …

Der Film zieht seinen Reiz ganz klar aus seinem begrenzten Handlungsspielraum.
Kurz, knackig und auf den Punkt. Total banane und drüber. Die Zeit vergeht wirklich wie im Flug.

Sa, 18.2

13:15 Frankensteins Höllenbrut 

Originaltitel: Chikyû kôgeki meirei: Gojira tai Gaigan, Japan 1972, 76 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Jun Fukuda
Darsteller: Hiroshi Ishikawa, Yuriko Hishimi, Minoru Takashima

Die alten Haudegen Godzilla und Angilas müssen mal wieder die Welt retten. Doch bis dahin vergeht erstaunlich viel Zeit, die allerdings mit überraschend flapsigem Humor überbrückt wird. Der erfolglose Comiczeichner Genko bewirbt sich beim noch im Aufbau befindenden Freizeitpark namens Weltkinderland. Hier sollen die Kinder lernen, was echter Frieden bedeutet. Die Verantwortlichen des Parks sind tatsächlich sehr angetan von Genkos Entwürfen, doch dem kommt alles nicht ganz koscher vor. Mit Hilfe von Freunden findet er heraus, dass die Betreiber Böses im Schilde führen. Doch zu spät: Die Aliens in Menschengestalt haben längst King Ghidorah und Gigan aus dem Weltall gerufen, um sich die Erde unter den Nagel zu reißen.

Da isser, der zwölfte Beitrag aus der Godzilla-Reihe. Wir haben in "Chikyû kôgeki meirei: Gojira tai Gaigan" alles, was wir brauchen. Godzilla und sein stachliger Sidekick Angilas geben ordentlich Fratzendresche und mit Gigan bekommen wir ein höchst originelles Monster zu sehen. Mit Kreissäge im Bauch! Das sorgt für den einen oder anderen guten Filmschnitt.

15:15 Der sechste Kontinent 

Originaltitel: At the Earth's Core, UK 1976, 90 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Kevin Connor
Darsteller: Doug McClure, Peter Cushing, Caroline Munro

Sie kennen Troy McClure aus "Die Simpsons"?
Dann lernen Sie nun endlich das große Vorbild kennen. Doug McClure! Also DER Doug McClure. Scheiß auf Chuck Norris! McClure ist der smarte Held, den wir in solchen Zeiten brauchen.
Die Erzählung erinnert vielleicht etwas nach Jules Verne, hat aber tatsächlich eine andere literarische Vorlage. Tarzan-Erfinder Edgar Rice Burroughs verzapfte in den 1910ern ebenfalls Fantasyromane, die im Inneren der Erde spielen. Die Geschichten um den Kontinent Pellucidar.
1976 durfte dann der britische Regisseur Kevin Connor ans Werk und verfilmte die Vorlage als „At the Earth's Core“.

Wir befinden uns im viktorianischen England. Unter großem, öffentlichen Interesse testen der Wissenschaftler Perry (hier kaum zu erkennen: Peter Cushing) und sein Assistent David Innes (Doug McClure) ihre neue Erfindung: eine Maulwurfsbohrmaschine. Doch das Gerät funktioniert effektiver als erhofft. Statt einer Testfahrt durch den Berg, landen die beiden in einer Hohlwelt im Erdinneren. Hier treffen sie sogar auf Zivilisation, die allerdings von telepathisch fachkundigen, vogelartigen Wesen (oder eher eine Mischung aus Papagei und Fledermaus) unterjocht wird. Wie können unsere beiden Helden nur helfen?

Eine echte, grellbunte Pappkulissen-Parade. Highlights sind sicherlich die abwechslungsreichen Ungetüme und Gummisaurier, die für unsere Protagonisten eine wahre Herausforderung werden. Ein Juwel aus der Amicus-Produktion.

20:00 Chillerama 

Originaltitel: Chillerama, USA 2011, 120 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Joe Lynch, Adam Rifkin, Tim Sullivan, Adam Green, Bear McCreary
Darsteller: Richard Riehle, Adam Rifkin, Sean Paul Lockhart

Was waren das für Zeiten, als Autokinos noch gerne von Teenagern besucht wurden.
Nun möchte der Betreiber Cicil Kaufmann seinen Laden endgültig schließen. Aber vorher will er ein letztes Mal groß auftrumpfen und ganz besondere Perlen für Horrorfilmfreaks aufführen. Und er hat wirklich obskures Zeug aus dem Keller geholt. Da reift das Spermium eines Mannes zu gigantischer Größe heran und läuft in New York Amok. Da wird ein Teenager von einem Werbären(!) gebissen und wird selbst zu einem. Und Hitler macht einen auf Dr. Frankenstein. Am Ende verselbständigt sich sogar Rahmenhandlung im Autokino, als dieses von notgeilen Zombies heimgesucht wird.

Dieser Episodenhorror ist ein echter Kniefall vor allem, was uns die 50er in der Drive-in-Kultur beschert haben. Ein Gipfeltreffen des schlechten Geschmacks, Splattertrash vom Feinsten, eine echte Fäkalbombe und vielleicht DER Partyfilm aus der "Filmbüchse der Pandora". Völlig unmöglich diesen filmischen Unfug auch nur annähernd zu beschreiben. Also: angucken!

22:45 Angriff der Riesenkralle

Originaltitel: The Giant Claw, USA 1957, 74 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Fred F. Sears
Darsteller: Jeff Morrow, Mara Corday, Morris Ankrum

Dieser Film schießt den Vogel ab. Einen wunderschönen noch dazu. Die 50er waren eh schon besonders reichhaltig an trashigsten B-Movies und Monster-on-the-loose-Filmen, aber „The Giant Claw“ gehört zu den schrägsten und unterhaltsamsten Vertretern überhaupt. Ein riesiges, gerupftes Huhn aus dem Weltraum terrorisiert den amerikanischen Luftraum. Als die Streitkräfte versuchen das Nest inklusive Nachwuchs zu vernichten, wird unser Bomber-Bussard erst so richtig ungehalten.

Ray Harryhausen war für die Trickaufnahmen geplant, stand aber aus Kostengründen nicht zur Verfügung. Also bekamen mexikanische FX-Leute das Zepter überreicht. Muhaha. Das erbärmliche Aussehen des Monsters wurde den Darstellern während der Dreharbeiten vorenthalten. Sie agieren also durchaus professionell. Bei der Premiere war das Gelächter so groß, dass sich die Darsteller heimlich aus der Vorstellung schlichen. So jedenfalls die Legende. Legendär auch der Kultstatus und die Fangemeinde dieses Machwerks. Unglaublich eigentlich, dass die deutsche Auswertung erst 1996 nachts auf RTL erfolgte und dann 25 Jahre später auf Tele 5 abermals. Wird Zeit im Kommkino ein neues Zuhause zu finden. Liebe auf den ersten Blick. Versprochen!

00:45 Midnight Movie: Bubba Ho-Tep 

Originaltitel: Bubba Ho-Tep, USA 2003, 92 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Don Coscarelli
Darsteller: Bruce Campbell, Ossie Davis, Bob Ivy

Die Story muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Ein alternder, pflegebedürftiger Elvis Presley (wir sind schlicht und einfach 1977 auf den Tod seines Doubles reingefallen!) lebt in einer texanischen Senioren-Unterkunft. Mit Ex-Frau und Tochter völlig verkracht und Geschwür am Sack. Und dann ist da noch sein Mitbewohner Jack, ein Schwarzer im Rollstuhl, der fest davon überzeugt ist, John F. Kennedy, ehemaliger Präsident der USA, zu sein. Allzu lange dauert der dröge Alltag in der Altersresidenz für Blasenschwache jedoch nicht. Der King und JFK stehen bald vor einem mächtigen Problem. Nach der Vorhut in Form eines zickigen Skarabäus, taucht auch noch eine altägyptische Mumie auf, die sich Nacht für Nacht einen Bewohner krallt und ihnen die Seele aus dem Arsch saugt. Das können sich unsere beiden Helden nicht bieten lassen und nehmen den Kampf auf.

Wir haben es hier mit einem echten Unikat zu tun, dass man auf jeden Fall gesehen haben muss. Und wieder mal ein Schmuckstück, dass unter starkem Zeitdruck und mit wenig Geld entstanden ist, weil kein Studio an das Projekt glaubte. Bruce Campbell als Elvis war selten in einer Rolle so gut. Der King lebt!

So, 19.2.

13:00 Die 7 goldenen Vampire 

Originaltitel: The Legend of the 7 Golden Vampires, UK 1974, 89 Min, deutsche Fassung, digital Regie: Roy Ward Baker, Chang Cheh
Darsteller: Peter Cushing, Shen Chan, John Forbes-Robertson

„Der erste Kung-Fu-Horror-Thriller!“, lautete damals der Slogan in den Kinos.
"The Legend of the 7 Golden Vampires" hätte 1975 genauso gut unter "Van Helsing in China" in den Lichtspielhäusern laufen können. Mit den legendären Hammer-Studios ging es Anfang der 70er bergab. Gohtic-Horror war nicht mehr gefragt und der Stern sowohl von Peter Cushing als auch von Christopher Lee fing langsam an zu sinken. Letzterer lehnte seine Rolle als Dracula ab, nachdem er das Drehbuch gelesen hatte. Für Cushing war es sein letzter Ausflug als Prof. van Helsing. Dafür darf er zumindest mal nach Fernost und ein wenig bei Martial-Arts-Kloppereien mitmischen.

Um der Dracula-Reihe neue Impulse zu verleihen, taten sich Hammer Films und die Shaw Brothers zusammen. Das rettete zwar das Studio nicht mehr, aber was bleibt,
ist eine unterhaltsame Mischung aus Eastern, Action und Hammer-Horror.
Der große Peter Cushing, etliche Stars aus den Shaw-Brothers-Filmen und Kung-Fu-Vampire. In seiner Machart sicherlich ein Einzelstück. Und in Cinemascope!

15:00 Gwangis Rache 

Originaltitel: The Valley of Gwangi, USA 1969, 95 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: James O’Connolly
Darsteller: James Franciscus, Gila Golan, Richard Carlson

Damm-dada-damm-dada-damm Bonanzaaaa!
Naja, vielleicht nicht so ganz. Aber einen wilden Westen gibt es trotzdem. In diesem eher unbekannten Werk von Effekt-Guru Ray Harryhausen bekommen wir eine außergewöhnliche Kombination aus Western und Dinosaurierfilm zu sehen. Das ursprüngliche Konzept stammt von King-Kong-Macher Willis O’Brien, der sich mit seiner Idee bei den Studios aber nie durchsetzen konnte. So verläuft die Geschichte des Films in der zweiten Hälfte tatsächlich recht King-Kong-ähnlich.

Eine Zirkus-Truppe (oder nennen wir es lieber eine Wildwest-Schau) verfolgt ein ausgebüchstes Urpferd in das sogenannte verbotene Tal. Nichtsahnend stoßen sie bald auf gefräßige, prähistorische Tiere. Schnell ist das Urpferd vergessen, denn der mächtige Allosaurus Gwangi stiehlt allen Kollegen die Show. Geschäftsmann Tuck Kirby (James Franciscus) hat nur wieder Dollarzeichen im Auge und beschließt das aggressive Monstrum zu fangen und im Zirkus der Welt zu präsentieren. Dreimal dürfen sie raten: Die Gitter lockern sich schon während der ersten Vorstellung …

Ray Harryhausen konnte 1969 mit „The Valley of Gwangi“ den ursprünglichen Stoff endlich umsetzen und seinem Mentor Willis O'Brien ein Denkmal verpassen. Reitende Cowboys, die mit Lassos einen Saurier fangen. Das muss man gesehen haben.

17:00 Flash Gordon 

Originaltitel: Flash Gordon, UK/USA 1980, 111 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Mike Hodges
Darsteller: Sam J. Jones, Max von Sydow, Chaim Topol, Ornella Muti, Timothy Dalton

Der böse Imperator Ming (genial: Max von Sydow) spielt also gerne ein bisschen mit den Dingen rum, bevor er sie endgültig vernichtet. Das heutige Spielzeug: die Erde. Dr. Hans Zarkoff (Topol) entgeht dieser Angriff vom Planeten Mongo nicht und er ist voller Tatendrang, die Welt zu retten. Glücklicherweise kommen zufällig Football-Star Flash Gordon (Sam Jones) und Dale Arden (Melody Anderson) vorbei, die eher widerwillig mitreisen in diesem Dixiklo von einer Rakete. Nach der Ankunft auf Mongo und ein bisschen Handgemenge bekommt unser Held Flash sogleich die Todesstrafe verhängt. Das kommt der lüsternen Tochter Mings (Ornella Muti) eher ungelegen und so rettet sie ihm aus purem Eigennutz heimlich das Leben. Kann Flash die freiheitsliebenden Bewohner dieser unterdrückten Welt gegen Ming und sein Regime mobilisieren?

"Flash! Ahaa!" Ja, dieser Film ist Kult. Er ist Kult, er ist Kult und er ist verdammt nochmal Kult. Ein typisches Dino-De-Laurentiis-Dingsbums, dass wiedermal größer sein möchte, als es ist. Ganz klar im Fahrwasser von „Star Wars“ entstanden, inkl. Darth-Vader-Verschnitt (ich sag nur Klytus).

Fantasievoll, augenzwinkernd, prachtvoll, bunt, grell, spannend, infantil und mit einem großartigen Soundtrack von "Queen" ausgestattet. Jetzt oder nie!

Ticketinfos:
Einzelticket: 6,- €
Dauerkarte: 50,- €
Dauerkartenreservierung unter:
reservierung@kommkino.de

 

17
Feb.
2023
Freitag, 17. Februar 2023 16:00
Originaltitel: Earth vs. the Spider, USA 1958, 73 Min, deutsche Fassung, digital Regie: Bert I. Gordon

Originaltitel: Earth vs. the Spider, USA 1958, 73 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Bert I. Gordon
Darsteller: Ed Kemmer, June Kenney, Eugene Persson

"Gigant des Grauens" (1958), "Der Koloss" (1957), "King Dinosaur" (1955), "Die Insel der Ungeheuer" (1976), "In der Gewalt der Riesenameisen" (1977)... da ist aber jemand äußerst besessen vom Gigantismus. Dieser jemand schimpft sich Bert I. Gordon. Er hatte nur große Dinge im Kopf. "Tarantula" (1956) von Genre-Meister Jack Arnold gab's zu diesem Zeitpunkt auch schon längst, aber das hinderte Gordon nicht daran, das Ganze (natürlich ohne die Gewieftheit von Arnolds Original) 1958 nochmals aufzuwärmen.

Auf der Suche nach ihrem verschwundenen Vater findet ein junges Pärchen in einer Höhle die besagte Riesenspinne. Der Sheriff der Stadt wird informiert und ihm gelingt es, die Spinne mit Gift zur Strecke zu bringen. Scheinbar tot, wird das Geschöpf sogleich in einer Schulaula ausgestellt. Zum Glück probt nebenan eine Schülerband, denn Rock'n'Roll erweckt Tote bekanntlich zum Leben. Nach der Reanimation des Krabbeltieres kann die Zerstörungsorgie in der amerikanischen Kleinstadt beginnen, die Spinne wild herumschreien und nach Lust und Laune ihre Größe ändern.

Ein herrlich lockerer Vertreter des Drive-in/Teenage-Horrorfilms. Wenig gruselig, aber mit einer Menge 50er-Jahre-Charme ausgestattet, mit viel zu alten Teenagern und hanebüchenen Momenten. Über die komplette Laufzeit sehr unterhaltsam.

17
Feb.
2023
Freitag, 17. Februar 2023 20:00
Originaltitel: Caveman, USA 1981, 82 Min, deutsche Fassung, digital Regie: Carl Gottlieb Darsteller: Ringo

Originaltitel: Caveman, USA 1981, 82 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Carl Gottlieb
Darsteller: Ringo Starr, Barbara Bach, Dennis Quaid

Was wir in diesem Machwerk nicht alles zu sehen bekommen. Die Erfindung des Spiegeleies, des aufrechten Ganges und unserer modernen Sprache, die aber gleich wieder verworfen wird. "Bobo" klingt ja auch phonetisch viel liebenswerter als "Freund".
Der Film beginnt „Eine Zillion Jahre vor Christus“, und zwar am „9. Oktober“. Da gibt es diesen Höhlenmenschen Atouk (Ringo Starr). Ein echter Schwächling und nicht besonders angesehen in seinem Stamm. Schwer verliebt isser auch noch. In Lana (Barbara Bach). Die fährt natürlich total auf den Stammeshäuptling Tonda ab. Es dauert nicht lange bis Atouk endgültig verstoßen wird. Aber man findet ja immer Verbündete, also gründet er mit weiteren Underdogs wie Lar (Dennis Quaid) und Tara (Shelley Long) eine neue Clique. Tara steht dann eigentlich auf Atouk … und naja. Ach, sie wissen schon.

Man fragt sich, wie es Ex-Bond-Girl Barbara Bach, Ringo Starr und Dennis Quaid in so einen Film geschafft haben. Ringo beweist jedenfalls eine Menge Humor und ist sich hier für nichts zu schade. Alle Beteiligten hatten wohl mächtig Spaß beim Dreh. Als Parodie auf Steinzeitfilme gedacht (im kompletten Film wird nur Ugah-Ugah-Kunstsprache geredet), bekommen wir Klamauk mit dem Holzhammer serviert. Zudem sind die urzeitlichen Lebewesen äußerst liebevoll und originell getrickst. Glubschäugige, tollpatschige Dinosaurier wurden mit Stop-Motion-Animation realisiert, die es durchaus mit der Kunst eines Ray Harryhausen aufnehmen können. Mit 3 Bier im Gesicht ein absoluter Lachschlager.

17
Feb.
2023
Freitag, 17. Februar 2023 22:15
Originaltitel: Queen of Outer Space, USA 1958, 80 Min, deutsche Fassung, digital Regie: Edward Bernds

Originaltitel: Queen of Outer Space, USA 1958, 80 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Edward Bernds
Darsteller: Zsa Zsa Gabor, Eric Fleming, Laurie Mitchel
l

Es hätte so einfach sein können. Drei taffe Astronauten sollen einen Wissenschaftler zu einer Raumstation bringen. Aber nein, da kommt ein Energiestrahl daher, schießt wild und ausgiebig durch die Atmosphäre und vernichtet auch noch die besagte Raumstation. Der Strahl erfasst anschließend das Raumschiff und bringt die Crew vom Kurs ab. Und zack befinden wir uns auch schon auf der Venus.
Dort treffen wir viele, viele Frauen. Eigentlich nur Frauen. Allen voran die missgelaunte Königin Yllana, die so gar nichts von Männern hält und von der Erde noch weniger. Der blaue Planet macht ja mit seiner atomaren Bedrohung nur Ärger, also muss er weg. Eine Vertraute der Königin findet aber eher, die Königin muss weg. Und steht den gefangenen Astroboys bei und leitet eine Revolution gegen Yllana ein.

Hui, was für ein haarsträubendes Abenteuer. Vermutlich DER Vertreter schlechthin, in dem tapfere Astronautenmachos auf zornige Weltraumblondinen treffen. Ausgelassene Heiterkeit ist mit "Queen of Outer Space" garantiert. Dafür sorgt u.a. der ewig schmachtende
Blick von Zsa Zsa Gabor, die uninspirierte Inszenierung und die völlig aus der Zeit gefallenen, chauvinistischen Dialoge. "26 Millionen Meilen von der Erde, aber die Frauen sind doch überall dieselben." Auf ewig unbeantwortet bleibt die Frage, ob dieses absurde Filmchen nicht schon damals ironisch gemeint war. Da bleibt kein Auge trocken.

18
Feb.
2023
Samstag, 18. Februar 2023 00:45
Originaltitel: Bubba Ho-Tep, USA 2003, 92 Min, deutsche Fassung, digital Regie: Don Coscarelli Darsteller:

Originaltitel: Bubba Ho-Tep, USA 2003, 92 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Don Coscarelli
Darsteller: Bruce Campbell, Ossie Davis, Bob Ivy

Die Story muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Ein alternder, pflegebedürftiger Elvis Presley (wir sind schlicht und einfach 1977 auf den Tod seines Doubles reingefallen!) lebt in einer texanischen Senioren-Unterkunft. Mit Ex-Frau und Tochter völlig verkracht und Geschwür am Sack. Und dann ist da noch sein Mitbewohner Jack, ein Schwarzer im Rollstuhl, der fest davon überzeugt ist, John F. Kennedy, ehemaliger Präsident der USA zu sein. Allzu lange dauert der dröge Alltag in der Altersresidenz für Blasenschwache jedoch nicht. Der King und JFK stehen bald vor einem mächtigen Problem. Nach der Vorhut in Form eines zickigen Skarabäus, taucht auch noch eine altägyptische Mumie auf, die sich Nacht für Nacht einen Bewohner krallt und ihnen die Seele aus dem Arsch saugt. Das können sich unsere beiden Helden nicht bieten lassen und nehmen den Kampf auf.

Wir haben es hier mit einem echten Unikat zu tun, dass man auf jeden Fall gesehen haben muss. Und wieder mal ein Schmuckstück, dass unter starkem Zeitdruck und mit wenig Geld entstanden ist, weil kein Studio an das Projekt glaubte. Bruce Campbell als Elvis war selten in einer Rolle so gut. Der King lebt!

18
Feb.
2023
Samstag, 18. Februar 2023 13:15
Originaltitel: Chikyû kôgeki meirei: Gojira tai Gaigan, Japan 1972, 76 Min, deutsche Fassung,

Originaltitel: Chikyû kôgeki meirei: Gojira tai Gaigan, Japan 1972, 76 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Jun Fukuda
Darsteller: Hiroshi Ishikawa, Yuriko Hishimi, Minoru Takashima

Die alten Haudegen Godzilla und Angilas müssen mal wieder die Welt retten. Doch bis dahin vergeht erstaunlich viel Zeit, die allerdings mit überraschend flapsigem Humor überbrückt wird. Der erfolglose Comiczeichner Genko bewirbt sich beim noch im Aufbau befindenden Freizeitpark namens Weltkinderland. Hier sollen die Kinder lernen, was echter Frieden bedeutet. Die Verantwortlichen des Parks sind tatsächlich sehr angetan von Genkos Entwürfen, doch dem kommt alles nicht ganz koscher vor. Mit Hilfe von Freunden findet er heraus, dass die Betreiber Böses im Schilde führen. Doch zu spät: die Aliens in Menschengestalt haben längst King Ghidorah und Gigan aus dem Weltall gerufen, um sich die Erde unter den Nagel zu reißen.

Da isser, der zwölfte Beitrag aus der Godzilla-Reihe. Wir haben in "Chikyû kôgeki meirei: Gojira tai Gaigan" alles, was wir brauchen. Godzilla und sein stachliger Sidekick Angilas geben ordentlich Fratzendresche und mit Gigan bekommen wir ein höchst originelles Monster zu sehen. Mit Kreissäge im Bauch! Das sorgt für den einen oder anderen guten Filmschnitt.

18
Feb.
2023
Samstag, 18. Februar 2023 15:15
Originaltitel: At the Earth's Core, UK 1976, 90 Min, deutsche Fassung, digital Regie: Kevin Connor

Originaltitel: At the Earth's Core, UK 1976, 90 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Kevin Connor
Darsteller: Doug McClure, Peter Cushing, Caroline Munro

Sie kennen Troy McClure aus "Die Simpsons"?
Dann lernen Sie nun endlich das große Vorbild kennen. Doug McClure! Also DER Doug McClure. Scheiß auf Chuck Norris! McClure ist der smarte Held, den wir in solchen Zeiten brauchen.
Die Erzählung mutet vielleicht etwas nach Jules Verne an, hat aber tatsächlich eine echte literarische Vorlage. Tarzan-Erfinder Edgar Rice Burroughs verzapfte in den 1910ern ebenfalls Fantasyromane, die im Inneren der Erde spielen. Die Geschichten um den Kontinent Pellucidar.
1976 durfte dann der britische Regisseur Kevin Connor ans Werk und verfilmte die Vorlage als „At the Earth's Core“.

Wir befinden uns im viktorianischen England. Unter großem, öffentlichen Interesse testen der Wissenschaftler Perry (hier kaum zu erkennen: Peter Cushing) und sein Assistent David Innes (Doug McClure) ihre neue Erfindung: eine Maulwurfsbohrmaschine. Doch das Gerät funktioniert effektiver als erhofft. Statt einer Testfahrt durch den Berg, landen die beiden in einer Hohlwelt im Erdinneren. Hier treffen sie sogar auf Zivilisation, die allerdings von telepathisch fachkundigen, vogelartigen Wesen (oder eher eine Mischung aus Papagei und Fledermaus) unterjocht wird. Wie können unsere beiden Helden nur helfen?

Eine echte, grellbunte Pappkulissen-Parade. Highlights sind sicherlich die abwechslungsreichen Ungetüme und Gummisaurier, die für unsere Protagonisten eine echte Herausforderung werden. Ein Juwel aus der Amicus Produktion.

18
Feb.
2023
Samstag, 18. Februar 2023 20:00
Originaltitel: Chillerama, USA 2011, 120 Min, deutsche Fassung, digital Regie: Joe Lynch, Adam Rifkin, Tim

Originaltitel: Chillerama, USA 2011, 120 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Joe Lynch, Adam Rifkin, Tim Sullivan, Adam Green, Bear McCreary
Darsteller: Richard Riehle, Adam Rifkin, Sean Paul Lockhart

Was waren das für Zeiten, als Autokinos noch gerne von Teenagern besucht wurden.
Nun möchte der Betreiber Cicil Kaufmann seinen Laden endgültig schließen. Aber vorher will er ein letztes Mal groß auftrumpfen und ganz besondere Perlen für Horrorfilmfreaks aufführen. Und er hat wirklich obskures Zeug aus dem Keller geholt. Da reift das Spermium eines Mannes zu gigantischer Größe heran und läuft in New York Amok. Da wird ein Teenager von einem Werbären(!) gebissen und wird selbst zu einem. Und Hitler macht einen auf Dr. Frankenstein. Am Ende verselbständigt sich sogar Rahmenhandlung im Autokino, als dieses von notgeilen Zombies heimgesucht wird.

Dieser Episodenhorror ist ein echter Kniefall vor allem, was uns die 50er in der Drive-in-Kultur beschert haben. Ein Gipfeltreffen des schlechten Geschmacks, Splattertrash vom Feinsten, eine echte Fäkalbombe und vielleicht DER Partyfilm aus der "Filmbüchse der Pandora". Völlig unmöglich diesen filmischen Unfug auch nur annähernd zu beschreiben. Also: angucken!

18
Feb.
2023
Samstag, 18. Februar 2023 22:45
Originaltitel: The Giant Claw, USA 1957, 74 Min, deutsche Fassung, digital Regie: Fred F. Sears

Originaltitel: The Giant Claw, USA 1957, 74 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Fred F. Sears
Darsteller: Jeff Morrow, Mara Corday, Morris Ankrum

Dieser Film schießt den Vogel ab. Einen wunderschönen noch dazu. Die 50er waren eh schon besonders reichhaltig an trashigsten B-Movies und Monster-on-the-loose-Filmen, aber dieser gehört zu den schrägsten und unterhaltsamsten Vertretern überhaupt. Ein riesiges, gerupftes Huhn aus dem Weltraum terrorisiert den amerikanischen Luftraum. Als die Streitkräfte versuchen das Nest inklusive Nachwuchs zu vernichten, wird unser Bomber-Bussard erst so richtig ungehalten.

Ray Harryhausen war für die Trickaufnahmen geplant, stand aber aus Kostengründen nicht zur Verfügung. Also bekamen mexikanische FX-Leute das Zepter überreicht. Muhaha. Das erbärmliche Aussehen des Monsters wurde den Darstellern während der Dreharbeiten vorenthalten. Sie agieren also durchaus professionell. Bei der Premiere war das Gelächter so groß, dass sich die Darsteller heimlich aus der Vorstellung schlichen. So jedenfalls die Legende. Legendär auch der Kultstatus und die Fangemeinde dieses Machwerks. Unglaublich eigentlich, dass die deutsche Auswertung erst 1996 nachts auf RTL erfolgte und dann 25 Jahre später auf Tele 5 abermals. Wird Zeit im Kommkino ein neues Zuhause zu finden. Liebe auf den ersten Blick. Versprochen!

19
Feb.
2023
Sonntag, 19. Februar 2023 13:00
Originaltitel: The Legend of the 7 Golden Vampires, UK 1974, 89 Min, deutsche Fassung, digital

Originaltitel: The Legend of the 7 Golden Vampires, UK 1974, 89 Min, deutsche Fassung, digital Regie: Roy Ward Baker, Chang Cheh
Darsteller: Peter Cushing, Shen Chan, John Forbes-Robertson

„Der erste Kung-Fu-Horror-Thriller!“ lautete damals der Slogan in den Kinos.
"The Legend of the 7 Golden Vampires" hätte 1975 genauso gut unter "Van Helsing in China" in den Lichtspielhäusern laufen können. Mit den legendären Hammer-Studios ging es Anfang der 70er bergab. Gohtic-Horror war nicht mehr gefragt und der Stern von Peter Cushing, als auch von Christopher Lee fing langsam an zu sinken. Letzterer lehnte seine Rolle als Dracula ab, nachdem er das Drehbuch gelesen hatte. Für Cushing war es sein letzter Ausflug als Prof. van Helsing. Dafür darf er zumindest mal nach Fernost und ein wenig bei Martial-Arts-Kloppereien mitmischen.

Um der Dracula-Reihe neue Impulse zu verleihen, taten sich Hammer Films und die Shaw Brothers zusammen. Das rettete zwar das Studio nicht mehr, aber was bleibt,
ist eine unterhaltsame Mischung aus Eastern, Action und Hammer-Horror.
Der große Peter Cushing, etliche Stars aus den Shaw-Brothers-Filmen und Kung-Fu-Vampire. In seiner Machart sicherlich ein Einzelstück. Und in Cinemascope!

19
Feb.
2023
Sonntag, 19. Februar 2023 15:00
Originaltitel: The Valley of Gwangi, USA 1969, 95 Min, deutsche Fassung, digital Regie: James

Originaltitel: The Valley of Gwangi, USA 1969, 95 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: James O’Connolly
Darsteller: James Franciscus, Gila Golan, Richard Carlson

Damm-dada-damm-dada-damm Bonanzaaaa!
Naja, vielleicht nicht so ganz. Aber einen wilden Westen gibt es trotzdem. In diesem eher unbekannten Werk von Effekt-Guru Ray Harryhausen bekommen wir eine außergewöhnliche Kombination aus Western und Dinosaurierfilm zu sehen. Das ursprüngliche Konzept stammt von King-Kong-Macher Willis O’Brien, der sich mit seiner Idee bei den Studios aber nie durchsetzen konnte. So verläuft die Geschichte des Films in der zweiten Hälfte tatsächlich recht king-kong-ähnlich.

Eine Zirkus-Truppe (oder nennen wir es lieber eine Wildwest-Schau) verfolgt ein ausgebüchstes Urpferd in das sogenannte verbotene Tal. Nichtsahnend stoßen sie bald auf gefräßige, prähistorische Tiere. Schnell ist das Urpferd vergessen, denn der mächtige Allosaurus Gwangi stiehlt allen Kollegen die Show. Geschäftsmann Tuck Kirby (James Franciscus) hat nur wieder Dollarzeichen im Auge und beschließt das aggressive Monstrum zu fangen und im Zirkus der Welt zu präsentieren. Dreimal dürfen sie raten: die Gitter lockern sich schon während der ersten Vorstellung …

Ray Harryhausen konnte 1969 mit „The Valley of Gwangi“ den ursprünglichen Stoff endlich umsetzen und seinem Mentor Willis O'Brien ein Denkmal verpassen. Reitende Cowboys, die mit Lassos einen Saurier fangen. Das muss man gesehen haben.

19
Feb.
2023
Sonntag, 19. Februar 2023 17:00
Originaltitel: Flash Gordon, UK/USA 1980, 111 Min, deutsche Fassung, digital Regie: Mike Hodges

Originaltitel: Flash Gordon, UK/USA 1980, 111 Min, deutsche Fassung, digital
Regie: Mike Hodges
Darsteller: Sam J. Jones, Max von Sydow, Chaim Topol, Ornella Muti, Timothy Dalton

Der böse Imperator Ming (genial: Max von Sydow) spielt also gerne ein bisschen mit den Dingen rum, bevor er sie endgültig vernichtet. Das heutige Spielzeug: Die Erde. Dr. Hans Zarkoff (Topol) entgeht dieser Angriff vom Planeten Mongo nicht und er ist voller Tatendrang, die Welt zu retten. Glücklicherweise kommen zufällig Football-Star Flash Gordon (Sam Jones) und Dale Arden (Melody Anderson) vorbei, die eher widerwillig mitreisen in diesem Dixiklo von einer Rakete. Nach der Ankunft auf Mongo und ein bisschen Handgemenge bekommt unser Held Flash sogleich die Todesstrafe verhängt. Das kommt der lüsternen Tochter Mings (Ornella Muti) eher ungelegen und so rettet sie ihm aus purem Eigennutz heimlich das Leben. Kann Flash die freiheitsliebenden Bewohner dieser unterdrückten Welt gegen Ming und sein Regime mobilisieren?

"Flash! Ahaa!" Ja, dieser Film ist Kult. Er ist Kult, er ist Kult und er ist verdammt nochmal Kult. Ein typisches Dino-De-Laurentiis-Dingsbums, dass wiedermal größer sein möchte, als es ist. Ganz klar im Fahrwasser von Star Wars entstanden, inkl. Darth-Vader-Verschnitt (ich sag nur Klytus).

Fantasievoll, augenzwinkernd, prachtvoll, bunt, grell, spannend, infantil und mit einem großartigen Soundtrack von "Queen" ausgestattet. Jetzt oder nie!

22
Feb.
2023
Mittwoch, 22. Februar 2023 21:15
OT: After hours, USA 1985, 97 Min., OV, 35 mm, R.: Martin Scorsese, D.: Griffin Dunne, Rosanna

OT: After hours, USA 1985, 97 Min., OV, 35 mm, R.: Martin Scorsese, D.: Griffin Dunne, Rosanna Arquette, Teri Garr

So hat sich der brave Programmierer Paul seinen Feierabend freilich nicht vorgestellt: Auf der Suche nach der exzentrischen Blondine Marcy gerät er in die Mühlen der Riesenstadt New York – und bald ist er selbst der Gesuchte. Verfolgt von einer lynchbereiten Bürgerwehr, beginnt Pauls rasende Odyssee durch die Straßen, Bars und Wohnungen, kurzum: Paul erlebt die Nacht seines Lebens. Und mit viel Glück wird er sie auch überleben ...

„Im Gewand einer leichtfüßigen Komödie offenbart sich eine albtraumhafte Reise durch die urbane Subkultur, in der sich Komik und Bedrohung, Erlösung und Angst in einer virtuosen Inszenierung die Waage halten“, zeigte man sich in der Redaktion des Lexikons des internationalen Films von „Die Zeit nach Mitternacht“ überzeugt. Martin Scorsese gewann mit dem für ihn eher ungewöhnlichen Film den Preis für die beste Regie bei den Filmfestspielen von Cannes 1986.

Special: 80 Jahre Martin Scorsese

Martin Scorsese gehört zweifellos zu den einflussreichsten US-Regisseuren – und zu den ganz wenigen, denen es immer wieder gelang, großen Publikumserfolg mit höchsten künstlerischen Ambitionen zu verbinden. Bereits sein schmal budgetiertes Debüt „Wer klopft denn da an meine Tür?“ von 1967 wurde wurde von Kritikerpapst Roger Ebert als potenzieller „Klassiker“ bezeichnet beim Chicago International Film Festival als bester Film ausgezeichnet. Mit „Hexenkessel“ (1973) gelang ihm dann der erste große Triumph, sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik. In Scorseses umfassender Filmografie folgte gelegentlich auch mal ein schwächerer Streifen, aber es überwiegen eindeutig sehr gute bis absolut brillante Filme. Am 17. November 2022 feierte Scorsese seinen 80. Geburtstag. Wir zeigen eine Auswahl seiner herausragenden Werke.

 

23
Feb.
2023
Donnerstag, 23. Februar 2023 21:15
USA 1982, 105 Min., dF, 35mm, ab 6, R.: Martin Scorsese, D.: Robert De Niro, Jerry Lewis, Diahnne

USA 1982, 105 Min., dF, 35mm, ab 6, R.: Martin Scorsese, D.: Robert De Niro, Jerry Lewis, Diahnne Abbott

„Rupert Pupkin hält sich für einen großen Komödianten und will dies in der Fernsehshow seines Idols Jerry Langford unter Beweis stellen, um so den Durchbruch als Comedy-Star zu schaffen. Rupert lauert Langford deshalb auf und bittet ihn, ihm einen Auftritt in der erfolgreichen Show zu gewähren. Langford verweist Rupert genervt an sein Büro, von welchem dieser allerdings eine Absage erhält. Der Möchtegern-Entertainer gibt jedoch nicht auf und sucht den Showmaster in seinem Landhaus auf, wird aber unter Beschimpfungen von diesem vor die Tür gesetzt. Um sein Ziel dennoch zu erreichen, plant Rupert gemeinsam mit seiner Freundin Masha, den Starkomiker zu entführen, um durch Erpressung zu dem ersehnten Fernsehauftritt zu kommen ...“ (ofdb.de)

Nach zwei wenig empfehlenswerten Filmen, in denen Jerry Lewis Anfang der Achtziger die Hauptrolle spielte, kehrte er mit „The King of Comedy“ zu alter Größe zurück. Verantwortlich dafür ist der Regisseur des Films, Martin Scorsese, der kurz zuvor manifestartig verkündete, dass er das Effektkino für überstilisiert und deswegen für verkitscht hält und stattdessen wahre Gefühle inszenieren möchte. In „The King of Comedy“ kann man sich davon überzeugen: Obwohl der Film eine Komödie ist, stellt Scorsese psychotisches Verhalten und Obsessionen sehr ernsthaft in den Vordergrund und reflektiert dabei intelligent das Zitat Andy Warhols von den für jeden erreichbaren 15 Minuten Ruhm … die allerdings bisweilen bittere Konsequenzen haben.

Special: 80 Jahre Martin Scorsese

Martin Scorsese gehört zweifellos zu den einflussreichsten US-Regisseuren – und zu den ganz wenigen, denen es immer wieder gelang, großen Publikumserfolg mit höchsten künstlerischen Ambitionen zu verbinden. Bereits sein schmal budgetiertes Debüt „Wer klopft denn da an meine Tür?“ von 1967 wurde wurde von Kritikerpapst Roger Ebert als potenzieller „Klassiker“ bezeichnet beim Chicago International Film Festival als bester Film ausgezeichnet. Mit „Hexenkessel“ (1973) gelang ihm dann der erste große Triumph, sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik. In Scorseses umfassender Filmografie folgte gelegentlich auch mal ein schwächerer Streifen, aber es überwiegen eindeutig sehr gute bis absolut brillante Filme. Am 17. November 2022 feierte Scorsese seinen 80. Geburtstag. Wir zeigen eine Auswahl seiner herausragenden Werke.

 

24
Feb.
2023
Freitag, 24. Februar 2023 21:15
USA 2010, 138 Min., dF, 35 mm, R.: Martin Scorsese, D.: Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben

USA 2010, 138 Min., dF, 35 mm, R.: Martin Scorsese, D.: Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley

1954: Aus einer Anstalt für gefährliche Geisteskranke auf der Insel Shutter Island ist eine Frau spurlos verschwunden. Die Polizisten Teddy Daniels (Leonardo Di Caprio) und Chuck Aule (Mark Ruffalo) sollen den Fall aufklären. Die Anstaltsärzte erweisen sich als wenig kooperativ und es häufen sich seltsame Ereignisse. Hinter dem Vorfall scheint ein schreckliches Geheimnis zu stecken ...

„Dies ist, mehr als viele andere Scorsese-Werke, ein grandioses Vexierspiel, in dem die Überraschungen bis zum Ende nicht aufhören: Kino als fiebriges Grand-Guignol-Spektakel, Horror als Instrument der Erkenntnis.“ (Rüdiger Suchsland, artechock.de) „Suggestiver Horror-Thriller, der Genremuster und filmgeschichtliche Anleihen virtuos zu einem doppelbödigen Spiel zwischen Wahn und Wirklichkeit verwebt und über Gewaltverhältnisse reflektiert, die wie ein unentrinnbarer Fluch persönliche Schicksale, aber auch die jüngere Geschichte prägen.“ (Filmdienst)

Special: 80 Jahre Martin Scorsese 

Martin Scorsese gehört zweifellos zu den einflussreichsten US-Regisseuren – und zu den ganz wenigen, denen es immer wieder gelang, großen Publikumserfolg mit höchsten künstlerischen Ambitionen zu verbinden. Bereits sein schmal budgetiertes Debüt „Wer klopft denn da an meine Tür?“ von 1967 wurde wurde von Kritikerpapst Roger Ebert als potenzieller „Klassiker“ bezeichnet beim Chicago International Film Festival als bester Film ausgezeichnet. Mit „Hexenkessel“ (1973) gelang ihm dann der erste große Triumph, sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik. In Scorseses umfassender Filmografie folgte gelegentlich auch mal ein schwächerer Streifen, aber es überwiegen eindeutig sehr gute bis absolut brillante Filme. Am 17. November 2022 feierte Scorsese seinen 80. Geburtstag. Wir zeigen eine Auswahl seiner herausragenden Werke.

 

25
Feb.
2023
Samstag, 25. Februar 2023 21:15
OT: Coming To America, USA 1988, 116 Min., dF, 35mm, R.: John Landis, D.: Eddie Murphy, Arsenio Hall, James Earl Jones, John

OT: Coming To America, USA 1988, 116 Min., dF, 35mm, R.: John Landis, D.: Eddie Murphy, Arsenio Hall, James Earl Jones, John Amos

Wie unkompliziert ist doch die Brautschau, stammt man aus proletarischem Hause. Ganz anders gestaltet sich die Partnersuche, wenn man als Königssohn geboren wird. Zumindest im fiktiven afrikanischen Reich Zamunda grätschen dann gerne mal die nervigen Eltern dazwischen und wissen natürlich am besten, welche Dame für den Sprössling die einzig Richtige ist. Doch Prinz Akeem hat davon die Nase voll, gibt seinen Alten ordentlich Contra und schippert prompt quer übern Großen Teich, um in New York sein Liebesglück zu finden – inkognito. Das führt zu allerlei amüsanten Abenteuern, etwa als wenig hoheitlicher Burger-Brutzler in einem Fast-Food-Laden.

„Der Prinz aus Zamunda“ ist eine der großen Feelgood-Komödien der Achtziger! Inszeniert von John Landis („Blues Brothers“, „American Werewolf“), unterhält das Filmmärchen mit allerlei kulturellen Seitenhieben und präsentiert Hochleistungs-Quassler Eddie Murphy in Bestform. 31 Jahre später folgte eine groß angekündigte Fortsetzung, die aber nicht die Qualität des Originals erreichte.

„The 80s Club“ – Feelgood-Flashback im KommKino!

Bringt euren Vokuhila in Form, stülpt die Legwarmer über und beschleunigt den DeLorean auf Höchstgeschwindigkeit: Eure 80er-Nostalgie hat ein neues Zuhause! „The 80s Club“ im KommKino entführt euch einmal monatlich in die Zeit, als Computer noch wie Brotkästen aussahen, Punks sich mit Poppern kloppten und Außerirdische auf gestohlenen Fahrrädern für partielle Mondfinsternisse sorgten. Wir zeigen all die Filme, die euch auch nach Jahrzehnten noch ein wohlig-warmes Kribbeln ins Bäuchlein zaubern und eurem krisengeplagten Köpfchen eine willkommene Auszeit bescheren. Natürlich kümmern sich eure Zeitreise-Experten vom KommKino nicht nur um eine astreine Projektion, sondern überraschen auch mit allerlei Rahmenprogramm passend zu eurem 80er-Flashback. Also: Kurz mal Pause bei Netflix – get the real thing!

 

28
Feb.
2023
Dienstag, 28. Februar 2023 21:15
USA 1999, 121 Min., OV, 35 mm, R.: Martin Scorsese, D.: Nicolas Cage, Patricia Arquette, John

USA 1999, 121 Min., OV, 35 mm, R.: Martin Scorsese, D.: Nicolas Cage, Patricia Arquette, John Goodman

Seit über fünf Jahren arbeitet Frank (Nicolas Cage) als Rettungssanitäter im Moloch New York. Die damit ständig verbundenen aufreibenden Erlebnisse haben ihn in Depressionen und Schlaflosigkeit gestürzt. Eine Freundschaft mit einer Frau, deren Vater er gerettet hat, scheint Erlösung zu verheißen. Doch Franks Traumata gewinnen immer wieder die Oberhand ...

„Eine transzendentale Reise in die urbane Depression und die kalte Einsamkeit der Großstadtnacht. Was den Film trotz drastischer Erlebnisse und seinem Grundton der Hoffnungslosigkeit, der über Film-noir-Melancholien weit hinausgeht, zu einem zeitgemäßen Stück Kino macht, ist aber seine Kamera: experimentell, suggestiv und wunderbar sind die Bilder, voller Tempowechsel, extremer Beschleunigungen und Verlangsamung, plötzlicher Schwenks und schraubender Fahrten. Anders als in früheren Filmen Scorseses wird hier eine Intensität erzeugt, die keine Distanz mehr kennt, die zum Zuschauen zwingt, auch da, wo einer lieber wegsehen möchte. Es sind diese Bilder, die der gelegentlich moralisierenden, aber immer berührende Anklage gegen Amerika einen Kontrapunkt aus bitterem Humor entgegensetzen, einem Sarkasmus, der in erster Linie zum Schutzschild wird vor der alltäglichen Katastrophe. So hat es Frank seinem Regisseur zu verdanken, dass es am Ende nicht wie bei Travis zu dem Amoklauf kommen muss, den die Situation suggeriert. ‚Bringing Out the Dead‘ ist lebensweiser – es wird einfach so weitergehen, und wie Frank werden wir alle standhalten. Keine blendenden Aussichten, aber ein großartiger Film.“ (Rüdiger Suchsland, artechock.de)

Special: 80 Jahre Martin Scorsese

Martin Scorsese gehört zweifellos zu den einflussreichsten US-Regisseuren – und zu den ganz wenigen, denen es immer wieder gelang, großen Publikumserfolg mit höchsten künstlerischen Ambitionen zu verbinden. Bereits sein schmal budgetiertes Debüt „Wer klopft denn da an meine Tür?“ von 1967 wurde von Kritikerpapst Roger Ebert als potenzieller „Klassiker“ bezeichnet beim Chicago International Film Festival als bester Film ausgezeichnet. Mit „Hexenkessel“ (1973) gelang ihm dann der erste große Triumph, sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik. In Scorseses umfassender Filmografie folgte gelegentlich auch mal ein schwächerer Streifen, aber es überwiegen eindeutig sehr gute bis absolut brillante Filme. Am 17. November 2022 feierte Scorsese seinen 80. Geburtstag. Wir zeigen eine Auswahl seiner herausragenden Werke.