Time Slip – Der Tag der Apokalypse

Originaltitel: Sengoku jieitai, Japan 1979, 107 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Mitsumasa Saito, Darsteller: Sonny Chiba, Jun Eto, Toshitaka Ito

Das beliebte Zeitreise-Thema als knallharter und enorm aufwendiger Action-Kracher. Eine japanische Militäreinheit unter Leitung von Lt. Yoshiaki Iba (Sonny Chiba) wird während eines Manövers durch ein „Zeitloch“ ins 16. Jahrhundert katapultiert. Prompt wird die Truppe in die blutigen Auseinandersetzungen zweier verfeindeter Samurai-Clans verwickelt. Die mit ihrer technischen Ausrüstung natürlich überlegenen Soldaten müssen sich für eine Seite entscheiden …

Trotz einzelner Längen überzeugt der Film vor allem mit seiner teuren Ausstattung und seinen furios in Szene gesetzten, äußerst kostspieligen Actionsequenzen. Ein Film, der definitiv auf die große Leinwand gehört. Die seltene Gelegenheit, ihn dort wieder zu sehen, sollte man sich nicht entgehen lassen. 2005 entstand ein deutlich schwächeres Remake unter dem Title „Samurai Commando: Mission 1549“.

In memoriam Sonny Chiba

Der japanische Martial-arts-Darsteller Sonny Chiba starb traurigerweise im August dieses Jahres an Corona. Während er in seiner Heimat ein echter Star war, wurde er im Westen erst in den 90ern über die Actionfans hinaus einem größeren Publikum bekannt. Quentin Tarantino baute in seinem Drehbuch von „True Romance“ (1993) gleich zu Beginn eine markante Hommage an den charismatischen Actionhelden ein.

 

Wolf Guy: Enraged Lycanthrope

Originaltitel: Urufu gai: Moero ôkami-otoko, Japan 1975, 86 Min., Original mit englischen Untertiteln, digital, Regie: Kazuhiko Yamaguchi, Darsteller: Shin‘ichi Chiba, Kyôsuke Machida, Yuriko Azuma

„Shinichi ‚Sonny‘ Chiba ist ein Martial-Arts-Manimal in einer ultra-70er-artigen, 100 % bizarren Mischung aus Horror, Action und Science-Fiction. Einer der rarsten und gefragtesten Kultfilme des japanischen Studios Toei. Basierend auf einem Manga von Kazumasa Hirai (Schöpfer von ‚8 Man‘) und nie zuvor außerhalb Japans veröffentlicht, ist er ein Genre-Filmklassiker, der darauf wartet, entdeckt zu werden, und eine völlig unklassifizierbare Reise in phantasmagorische Funk-Gefilde.

Kultdarsteller Chiba (‚Streetfighter‘) spielt Akira Inugami, den einzigen Überlebenden eines uralten Clans von Werwölfen, der sich seiner übernatürlichen Kräfte bedient, um mysteriöse Verbrechen aufzuklären. Nach einer Serie von blutigen Morden, die von einer geheimen Gesellschaft verübt wurden, deckt Inugami eine Verschwörung auf, an der ein ermordeter Kabarettsänger und korrupte Politiker beteiligt sind. Hinzu kommt ein Komplott des japanischen Geheimdienstes, der es auf sein Blut abgesehen hat, um in den Besitz seiner lykanthropischen Kräfte zu gelangen.

Gleichzeitig entdeckt Inugami auch die Wahrheit hinter dem Vermächtnis seiner Familie und dass er möglicherweise nicht der Letzte seiner Art ist.
Inszeniert von B-Movie-Genie Kazuhiko Yamaguchi (‚Sister Streetfighter‘, ‚Wanderung Ginza Butterfly‘, ‚Karate Bear Fighter‘) ist ‚Wolf Guy‘ wirklich einzigartig. Mit Chiba in höchster Vollendung als Halb-Mensch, Halb-Wolf, aber ganzer Karate-Action-Held, und einer Ansammlung bekannter Toei-Schauspieler aus den 70ern. Gewalt, Action, nacktes Fleisch, echte chirurgische Filmaufnahmen und ein psychedelischer Soundtrack arbeiten Hand in Hand, um einen unvergesslichen Trip in die Abgründe japanischer Filmverrücktheiten zu schaffen.“ (Gary Tooze, dvdbeaver.com)

In memoriam Sonny Chiba

Der japanische Martial-arts-Darsteller Sonny Chiba starb traurigerweise im August dieses Jahres an Corona. Während er in seiner Heimat ein echter Star war, wurde er im Westen erst in den 90ern über die Actionfans hinaus einem größeren Publikum bekannt. Quentin Tarantino baute in seinem Drehbuch von „True Romance“ (1993) gleich zu Beginn eine markante Hommage an den charismatischen Actionhelden ein.

 

Games-&-Festival-Special

Battle Royale

Originaltitel: Batoru rowaiaru, Japan 2000, 114 Min., deutsche Fassung, digital, Regie: Kinji Fukasaku, Darsteller: Takeshi Kitano, Tatsuya Fujiwara, Aki Maeda, Taroo Yamamoto

„Panische Angst macht sich in Japan breit, als in Folge einer wirtschaftlichen Krise die Kinder das Vertrauen in die Erwachsenen verlieren und beginnen, gegen ihre Eltern zu rebellieren und die Schule zu boykottieren. Resultat ist die Verabschiedung eines Gesetzes, das beweist, dass Kinder zwar grausam sein können, es meistens aber doch die Erwachsenen sind, die noch eine Schippe drauflegen: Der ‚Millennium Educational Reform Act‘ sorgt dafür, dass pro Jahr willkürlich eine Schulklasse eingezogen wird, deren Mitglieder sich in drei Tagen auf einer isolierten Insel gegenseitig abschlachten müssen. Wer versucht, sich zu weigern, wird von seinem mit Sprengstoff versehenen Metallhalsband blutreich per Fernsteuerung ins Jenseits geschickt. Den Knopf drückt Spielleiter Kitano (Takeshi Kitano).“ (filmstarts.de)

„Ein ebenso harter wie zynischer Actionfilm, der mit Takeshi Kitano als Spielleiter seinen darstellerischen Mittelpunkt gefunden hat. Eine böse Satire in Form eines staatlich sanktionierten menschenverachtenden Spiels, die nicht nur den Stand der japanischen Gesellschaft spiegelt, sondern allgemein Formen der Reizüberflutung thematisiert.“ (Filmdienst)

Der auf einem Manga basierende Film sorgte bereits in Japan für hitzige Diskussionen, wurde dort aber ein gigantischer Kassenschlager. In Deutschland entwickelte er sich zum veritablen Skandal. Er war lange Zeit nur stark zensiert erhältlich und wurde in der ungekürzten Version bundesweit beschlagnahmt, also sogar für Erwachsene verboten. Inzwischen ist er ungeschnitten freigegeben und wird nun erstmals in einem Nürnberger Kino in dieser Fassung zu sehen sein.

 

Filme

Games-Festival-Special

Running Man

USA 1987, 101 Min, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Paul Michael Glaser, Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Maria Conchita Alonso, Yaphet Kotto

In nicht allzuferner Zukunft ist „The Running Man“ eine erfolgreiche TV-Show, in der unglückliche Protagonisten, meist dem Staat unangenehme Straftäter, vor laufender Kamera gejagt werden – auf Leben und Tod. Doch mit Arnold Schwarzenegger und einer Widerstandsorganisation, die ihn unterstützt, gerät der totalitäre Staat an den Falschen!

Der Roman von Stephen King, den er unter dem Pseudonym Richard Bachman veröffentlichte, ist eine dreiste Kopie von Robert Sheckleys 1958 veröffentlichter Erzählung „The Prize of Peril“, die zuvor bereits zweimal verfilmt wurde. Damit wirkt der allerdings ohnehin nur lose auf der Romanvorlage basierende „Running Man“ zwar nicht besonders originell. Mit einem ganz auf die Achtziger gebürsteten Stil, einer pulsierenden Filmmusik von Harold Faltermeyer und natürlich Arnie, der seinen Gegnern ordentlich zu denken gibt, unterhält der sowohl düstere wie knallbunte Actionfilm im Comicstip-Stil hervorragend. Sicher nicht die beste, aber vielleicht die kurzweiligste Umsetzung eines oft verfimten Themas.

 

Games-Festival-Special

Ralph reichts

USA 2012, 101 Minuten, deutsche Fassung, digital, Regie: Rich Moore

Ralph reicht es nämlich wirklich! Nach 30 Jahren will er nicht mehr nur der Bösewicht im Automatenspiel "Fix-It-Felix-Jr." sein. Auch das einsame Leben auf der Müllkippe und die Ausgrenzung durch die anderen Charaktere hat er satt. Nach einem Treffen der Selbsthilfegruppe „Anonyme Bösewichte“ innerhalb des Pacman-Labyrinths trifft er einen ausgebrannten Soldaten aus dem Ego-Shooter „Hero's Duty“. Endlich sieht er seine Chance, Beweise für seinen Heldenmut zu sammeln. Also zieht Ralph los in benachbarte Spielekonsolen, um eine eigentlich für den Spieler vorgesehene Heldenmedaille zu ergattern und damit Felix und die anderen Charaktere zu beeindrucken.

„Ein intelligentes Script, dessen Realisierung in die besten Hände gelegt wurde, ergibt perfekte Kinounterhaltung auf höchstem Niveau. Überraschenderweise muss man die aufgegriffenen Videospiele weder kennen noch mögen, um dem Charme des Films zu erliegen. Das liegt daran, dass hier einfachste Pixelfiguren zu echten Charakteren verdichtet werden, die bei aller Realität in Bewegung und Äußerem trotzdem stets in ihren Möglichkeiten verortet bleiben. Und wie so oft in dieser CGI-Liga ist die Story wieder gespickt mit Filmzitaten, die das Cineastenherz erfreuen werden." (FBW)

 

Sie nannten ihn El Lute

USA 1976, 88 Minuten, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Mark L. Lester, Darsteller: Marjoe Gortner, Jesse Vint, Lynda Carter

„Lyle Wheeler ist der Schnellste, wenn es darum geht, bei den Wild-West-Rodeos der Südstaaten mit dem Revolver zu brillieren. Doch die satte Überheblichkeit der Bürger ekelt ihn an. Wie sein großes Vorbild, der spanische Freiheitskämpfer „El Lute“, möchte er die Gesellschaft verändern – notfalls mit Gewalt und seinem Revolver. Bobbie Jo, seine Freundin, und sein Freund Flick begleiten ihn in sein „neues Leben“, das bald genug nur noch aus Mord und Totschlag besteht. Als Mörder von der Polizei gejagt, erkennt Lyle den grundlegenden Irrtum, dem er erlegen ist ...“ (Covertext ITT)

Drehbuchschwächen in Mark L. Lesters („Die Klasse von 1984“, „Phantom-Kommando“) Actionfilm um die Suche nach Freiheit und sich selbst fallen kaum ins Gewicht, denn die pausenlosen Actionszenen werden allenfalls von Onelinern unterbrochen – und damit das philosophische Thema des Films als „McGuffin“ enttarnt. Und dieser „McGuffin“ dient dazu, nachdem jede Ernsthaftigkeit über Bord geworfen wurde, mit hemmungslosem Geballer, ins Absurde gesteigerter Action und erheiternden Sprüchen das Publikum zu unterhalten.

 

Kiba, der Leibwächter – Seine Rechte mäht wie eine Sense

Originaltitel: Karate Kiba, Japan/USA 1976, 87 Min, deutsche Fassung, 35mm, Regie: Simon Nuchten, Darsteller: Sonny Chiba, Aaron Banks, Judy Lee

Die überlebende Geliebte eines erschossenen Drogendealers wendet sich an Sonny Chiba, um ihn mit Informationen über einen bevorstehenden großen Deal zu versorgen. Als Gegenleistung will sie von ihm beschützt werden – und hat mit Chiba den Richtigen gefunden, denn der hat geschworen, sein Heimatland vor der zerstörerischen Kraft der Drogen um jeden Preis zu befreien.

Die japanisch-amerikanische Koproduktion gilt als einer der blutigsten Genrefilme der Siebziger, das Ausmaß der Gewalt wird allenfalls von härtesten Mangas übertroffen. Wen das noch nicht überzeugt, darf sich auf den einfallsreichen Einsatz filmischer Mittel freuen: Extremzooms, Close-ups und perfektes Ausnutzen des Breitbildformats geben sich ein Stelldichein – und lassen ahnen, warum dies ein Lieblingsfilm von Quentin Tarantino ist.

In memoriam Sonny Chiba

Der japanische Martial-arts-Darsteller Sonny Chiba starb traurigerweise im August dieses Jahres an Corona. Während er in seiner Heimat ein echter Star war, wurde er im Westen erst in den 90ern über die Actionfans hinaus einem größeren Publikum bekannt. Quentin Tarantino baute in seinem Drehbuch von „True Romance“ (1993) gleich zu Beginn eine markante Hommage an den charismatischen Actionhelden ein.

 

Und die Sonne schön wie nie - die bunte DEFA-Wochenendschau!

Das 75. Jubiläum der DEFA ist Anlass, mit dem "Sonnensucher-Festival" (so der Kurzname) einen vielseitigen Streifzug durch die produktive Geschichte des DDR-Filmstudios zu wagen, um dabei auch Entlegenes und Unerwartetes aufzuspüren. Von 1948 bis 1989 reicht die Bandbreite der Filme, quer durch diverse Genres: Komödie, Musikfilm, Melodram, Kinder- und Jugendfilm, Science-Fiction, Agentenkrimi, Märchen mit Horror-Elementen, erotischer Beziehungsfilm, Politwestern und vieles mehr ist in der Auswahl, dazu handverlesene Vorprogramme mit dokumentarischen Beobachtungen sowie fünf kurzen Disco-Filmen. Insgesamt sind bei "Und die Sonne schön wie nie - die bunte DEFA-Wochenendschau!" von 5. bis 7. November 11 Langfilme und 10 Kurzfilme zu sehen, allesamt als farbechte 35mm-Kopien.

Der Eröffnungsfilm ist aus organisatorischen Gründen im Uferpalast Fürth (www.uferpalast.de) zu sehen, aber in der Dauerkarte inbegriffen, alle anderen Vorführungen finden im KommKino Nürnberg (www.kommkino.de) statt.

Mit besonderem Dank an die DEFA-Stiftung für die Ermöglichung dieses außergewöhnlichen Programms.

Ticketinfos:

Einzelticket: 6 Euro
Dauerkarte: 50 Euro
Reservierung bitte per Mail an: reservierung(at)kommkino.de

Programmübersicht:

Freitag 5.11.

17:00 Uhr (Achtung, findet im Uferpalast Fürth statt!)
Chemie und Liebe (Arthur Maria Rabenalt, 1948 - 98 min)

21:00 Uhr
Reise ins Ehebett (Joachim Hasler, 1966 - 89 min)
Vorab: Modern Soul und Rugby (Jürgen Steinheisser, 1977 - 7 min)

23:00 Uhr
Ärztinnen (Horst Seemann, 1983 - 103 min)

Samstag 6.11.

13:30 Uhr
Rüpel (Bärbl Bergmann, 1962 - 61 min)
Vorab: Wenn jeder tanzen würde, wie er wollte, na! (Winfried Junge, 1972 - 25 min)

16:00 Uhr
Im Staub der Sterne (Gottfried Kolditz, 1976 - 100 min)
Vorab: Liebe 2002 (Jürgen Hellwig, 1972 - 25 min)

21:00 Uhr
Schwarzer Samt (Heinz Thiel, 1964 - 80 min)

23:00 Uhr
Der Prinz hinter den sieben Meeren (Walter Beck, 1982 - 87 min)
Vorab: Passion (Christian Klemke, 1981 - 4 min)
+ Kleeblatt (Christian Klemke, 1981 - 5 min)

Sonntag 7.11.

13:30 Uhr
Hostess (Rolf Römer, 1976 - 99 min)
Vorab: Die Omegas (Dieter Raue, Jürgen Rümmel, 1976 - 7 min)
+ Silly (Christian Klemke, 1980 - 5 min)

16:00 Uhr
Ein Mädchen von 16 1/2 (Carl Balhaus, 1957 - 97 min)
Vorab: Eine Nacht wie jede andere (Joachim Hadaschik, 1957 - 16 min)

21:00 Uhr
Der Übergang (Orlando Lübbert, 1978 - 78 min)
Vorab: Eine chilenische Hochzeit (Rainer Ackermann, Walentin Milanow, 1977 - 8 min)

23:00 Uhr
Abschiedsdisco (Rolf Losansky, 1989 - 91 min)
Vorab: Rock'n' Roll (Jörg Foth, 1987 - 20 min)

Chemie und Liebe

D (Sowjetische Zone) 1948, 98 Min., 35mm
Regie Arthur Maria Rabenalt
Buch Marion Keller, Frank Clifford Literaturvorlage Béla Balázs
Kamera Bruno Mondi Musik Theo Mackeben
mit Hans Nielsen, Tilly Lauenstein, Ralph Lothar, Ann Höling, Alfred Braun

»Komödie aus den Pioniertagen der DEFA von Arthur Maria Rabenalt, in der der Regisseur nach einem Exposé von Béla Balázs im flotten Tempo die wild wuchernden Kapitalistenträume von einer optimierten Butterproduktion zerpflückt.« (taz)

»Screwball- und Industriespionagekomödie, die bisweilen so aussieht, als hätten sich Fritz Lang (diese assoziativen Bild-Ton-Überlappungen), Max Ophüls (diese ballettartigen Plansequenzen) und Sergej Eisenstein (diese furiosen Montagen) um den Regiestuhl geprügelt. [...] CHEMIE UND LIEBE strotzt vor erstaunlichen, mitreißenden und tollen Einfällen.« (David Leuenberger, whoknowspresents.blogspot.com)

Reise ins Ehebett

DDR 1968, 89 Min., 35mm
Regie Joachim Hasler
Buch Maurycy Janowski, Joachim Hasler, Claus Hammel
Kamera Joachim Hasler, Hans-Jürgen Reinecke Musik Gerd Natschinski
mit Anna Prucnal, Claus Jurichs, Eva-Maria Hagen, Günther Simon, Werner Lierck, Frank Schöbel

»[...] ich spiel eine Barsängerin in mitternachtsblauem Samt, sozialistisch angehauchte Sexbombe, aus auf Männerfang... Dem Body-Building-Typ Claus Jurichs hab ich als ›blinder Passagier‹ aufs Schiff zu folgen. Da ist das altbewährte Muster, der sogenannte Dreieckskonflikt. Und zwar in der Besetzung meiner Konkurrentin Anna Prucnal, einer supersensiblen Polin mit atemberaubenden Allüren... Dies steile Talent also spielt die Unschuld in der Filmgeschichte, spannt mir den Paradehengst bzw. Steuermann aus – unter Absingen neckischer Doppeldeutigkeiten, die in gefällige Arrangements gesetzt von NPT Gerd Natschinski, wie z. B. ›Nichts geht übers Schlafengehn‹, im Duett in der engen Kombüse, wo sie zu dritt kampieren! [...] Titel des Films: REISE INS EHEBETT – ein DDR-Musical. Wo dies Genre jetzt weltweit Konjunktur hat, wollen wir vom Schaum auf der Welle mitnaschen.« (Eva-Maria Hagen, Brief an Wolf Biermann)

im Vorprogramm:

Disco-Film 21: Modern Soul And Rugby

DDR 1977, 7 Min., 35mm
Buch und Regie Jürgen Steinheisser
Kamera Michael Hallatsch Musik Günther Fischer
mit DDR-Rugbymeister ›Stahl Hennigsdorf‹, Modern Soul Band

»In einem halsbrecherischen Unternehmen stellen sich die Musiker dem DDR-Rugbymeister in einem ernsthaft komischen Spiel.« (Progress)

Filme

Ärztinnen

DDR 1983, 103 Min., 35mm
Buch und Regie Horst Seemann
Literaturvorlage Rolf Hochhut
Kamera Otto Hanisch Musik Horst Seemann
mit Judy Winter, Inge Keller, Walther Reyer, Rolf Hoppe, Michael Gwisdek

»This film was set in West Germany and concerned the corrupt practices of the pharmaceutical industry. It was a fast-paced drama laden with heightened emotional effects, a film which borrowed much from the Hollywood melodrama and little from the conventional DEFA film.« (Rosemary Stott, DEFA: East German Cinema, 1946-1992)

»So ist das Leben, wenn Rolf Hochhuth es sich ausdenkt und die DEFA es verfilmt. Die Allianz zwischen dem westdeutschen Autor und der ostdeutschen Filmfirma hat einen teuren Streifen zustande gebracht, eine sehenswerte Color-Schmonzette aus der Glitzerwelt des Westens, wie Lieschen Ost ihn sich denkt. Das Ambiente ist à la Dallas ausstaffiert, an nichts wird gespart, schon gar nicht an Sex and Crime. Kein Wunder also, daß das Grusical in wenigen Monaten mehr als eine Million DDR-Menschen ins Kino zog.« (Hans Halter, Der Spiegel)

Filme

Rüpel

DDR 1962, 61 Min., 35mm
Buch und Regie Bärbl Bergmann
Kamera Rolf Sohre Musik Gerhard Wohlgemuth
mit Karl Friedrich Schorsch, Lutz Dieckmann, Rudolf Micklejewski, Vera Eichel, Lissy Tempelhof

»Bärbl Bergmann ist die erste Frau auf einem Regiestuhl des DEFA-Studios für Spielfilme. [...] RÜPEL erzählt von Mathias, der schlechte Schulnoten hat, oft zu spät kommt und auch sonst nicht als Neuer in die siebte Klasse passt. Aber als seine Mitschüler erfahren, dass seine Mutter blind ist und seine Hilfe braucht, kommen sie auf eine Idee.« (DEFA-Stiftung)

»Bärbl Bergmann hat die Welt der Kinder mit soviel Umsicht und Wissen einzufangen verstanden; ihre Filmkinder sind keine Musterschüler im herkömmlichen Sinne, sondern Kinder, wie wir sie überall um uns haben: immer aufgelegt zu kleinen Streichen und Dummheiten, aber auch immer bereit, helfend einzuspringen und unrechtes Tun nachträglich wieder auszubügeln. [...] Dieser Film hat nichts Gestelltes an sich, er wirkt unmittelbar und lebendig, als würde sich diese Geschichte gerade irgendwo in einer Schulklasse zutragen, ohne dass die Kinder von einer Filmkamera in ihrem Nacken wüssten.« (Neue Zeit)

Im Vorprogramm:

Wenn jeder tanzen würde, wie er wollte, na!

DDR 1972, 25 Min., 35mm
Buch und Regie Winfried Junge
Kamera Hans-Eberhard Leupold

»Steife Formübungen junger Tanzschüler und heiße Beat-Rhythmen in der Diskothek.« (DEFA-Stiftung)

Im Staub der Sterne

DDR 1976, 100 Min., 35mm
Buch und Regie Gottfried Kolditz
Kamera Peter Süring Musik Karl-Ernst Sasse
mit Jana Brejchová, Alfred Struwe, Ekkehard Schall, Milan Beli, Sylvia Popovici

»Durchgeknallter Space-Camp über die Raumschiffbesatzung der ›Cynro 19/4‹, die, einem inter­galaktischen Notruf folgend, auf dem Planeten TEM 4 landet, wo man den Helfern überraschend feindlich gesinnt ist. [...] Der extravagante Entwurf einer aggressiv-hedonistischen Ausbeutergesellschaft, die mit grenzdebiler Freude am absurden Detail gestaltet wird. [...] Eine ko(s)mische Augenweide.« (Sebastian Schubert, kinotagebuch.blogspot.com)

»Was ihn besonders macht, ist sein auffallender Hang zum Bizarren, zum Exzentrischen, zum Psychedelischen, zum Surrealistischen, zum blanken Irrsinn.« (David Leuenberger, whoknowspresents.blogspot.com)

»Die Bemühungen, Aspekte des Abenteuer-Films, des phantastisches Films, des Revue-Films wirkungshalber zu mischen, um unterschiedlichen Erwartungen nach Möglichkeit entgegenzukommen, ist durchaus zu honorieren. [...] Mir drängt sich die Frage auf: ›Was treibt euch durch die Galaxis?‹. Es waren nicht die Hilferufe irgendwelcher Unterdrückten. Es ist das unersättliche Unterhaltungsbedürfnis des Publikums!« (Günter Sobe, Berliner Zeitung)

Im Vorprogramm:

Liebe 2002

DDR 1972, 25 Min., 35mm
Regie Joachim Hellwig
Buch Joachim Hellwig, Claus Ritter
Kamera Siegfried Hönicke Musik Milan Jerzy
mit Chris Wallasch, Susan Baker, Emöke Pöstenyi

»Ziel von LIEBE 2002 ist es, ›die Jugend der DDR auf den ethischen und moralischen Anspruch einer sinnvollen Geschlechterbeziehung einzustimmen‹. Klingt seltsam? Nicht so seltsam wie der Film selbst, der stilisierte Bilder einer Zukunft, in der Liebespaare vom Computer zusammengeführt werden, mit Interviews, Opernarien und schlechten Witzen verbindet.« (Internationale Kurzfilmtage Winterthur)

Schwarzer Samt

DDR 1964, 80 Min., 35mm
Regie Heinz Thiel
Buch Gerhard Bengsch Literaturvorlage Fred Unger
Kamera Horst E. Brandt Musik Helmut Nier
mit Fred Delmare, Günther Simon, Christa Gottschalk, Christine Laszar, Herbert Köfer

»SCHWARZER SAMT is a crime film involving the manufacturer of fake passports and the attempted sabotage of a state-of-the-art loading crane at the Leipzig Trade Fair. [...] This is one of the more unusual films to come out of East Germany. It is a spoof without ever being overtly comical, a send up of the Stasi by a director who is usually viewed (incorrectly, as we shall see) as a ›safe‹ director who never rocked the boat.« (Jim Morton, eastgermancinema.com)

»Schmissiger Agententhriller mit leichten Startschwierigkeiten, aber äußerst lohnendem Ende. Dazwischen fallen außerdem die erstklassige Sixties-Musik von Helmut Nier sowie eine klassisch-elegante Schwarzweißfotografie auf.« (Edgar Wallace Forum)

Der Prinz hinter den sieben Meeren

DDR 1982, 87 Min., 35mm
Regie Walter Beck
Buch Gudrun Deubener Literaturvorlage Brüder Grimm
Kamera Wolfgang Braumann Musik Günther Fischer
mit Marina Krogull, Bodo Wolf, Renate Blume, Manfred Heine, Leon Niemczyk

»Ein Kaufmann bringt seiner jüngsten Tochter Constanze von einer weiten Handelsreise eine Lerche mit. Aber an das Geschenk ist eine schreckliche Bedingung geknüpft: Der Kaufmann müsse das erste lebende Wesen, das ihm bei seiner Rückkehr entgegenkommt, dem ursprünglichen Besitzer der Lerche, einem Löwen, ausliefern.« (AV-Film)

»Bestechend an diesem Kinderfilm [...] ist die optische Realisierung des Märchens. Unterschiedliche Stilrichtungen von der Romantik bis zum Jugendstil werden zitiert, um eine zauberhafte Märchenatmosphäre ohne Kitsch und Pomp zu schaffen.« (Julia Michelis, für dich)

»Der PRINZ ist mitnichten normale Kino- und Fernsehkost. Er ist vielmehr ein artifiziell gemachtes Meisterwerk, das nicht Wirklichkeit vorgaukelt, sondern das Märchenhafte auch in Bauten und Effekten stets deutlich werden läßt. Er erzählt eine gute, wahre Geschichte.« (Reinhold Elschot, Frankfurter Rundschau)

Im Vorprogramm:

Disco-Film 41: Passion

DDR 1981, 4 Min., 35mm
Buch und Regie Christian Klemke
Kamera Harald Klix Musik Passion
mit Passion

»Die Gruppe Passion stellt ihr ›Apfellied‹ vor und interpretiert es in humoristischer Weise.« (Progress)

Disco-Film 39: Kleeblatt

DDR 1981, 5 Min., 35mm
Buch und Regie Christian Klemke
Kamera Wolfgang Randel, Rainer Schulz Musik Wolfgang Kobischke
mit Kleeblatt

»Der Film, dem der Titel ›Drachenflug‹ der Gruppe Kleeblatt zugrunde liegt, erzählt von zwischenmenschlichen Beziehungen.« (Progress)

Filme

Hostess

DDR 1976, 99 Min., 35mm
Regie Rolf Römer
Buch Rolf Römer, Wolfgang Ebeling, Gisela Steineckert
Kamera Siegfried Mogel Musik Franz Bartsch, Rainer Böhm, Günther Fischer, Stern-Combo Meißen
mit Annekathrin Bürger, Jürgen Heinrich, Roswitha Marks, Berndt Stichler, Rolf Römer

»In der Komödie HOSTESS spielt Annekathrin Bürger die Berliner Stadtführerin Jette. Enttäuscht vom unromantischen Heiratsantrag ihres Freundes (Jürgen Heinrich), trennt sie sich von ihm und versucht zu ergründen, was ihr Liebe und Ehe wirklich bedeuten. Das von Bürgers Ehemann Rolf Römer inszenierte ironische Vexierspiel war mit fast einer Million Zuschauer – nicht zuletzt aufgrund erotischer Szenen – einer der erfolgreichsten DEFA-Filme des Jahres 1976.« (Arsenal)

»HOSTESS, ein opulent gemachter Unterhaltungsstreifen mit Ehe-Problematik von Rolf Römer, ist ein publikumswirksames Plädoyer für das Spontane, in dem Zweifel laut werden, Geschirr zerschellt und die Stern-Beatcombo aus Meißen aufspielt.« (Der Spiegel)

Im Vorprogramm:

Disco-Film 14: Die Omegas

DDR 1976, 7 Min., 35mm
Regie Dieter Raue, Jürgen Rümmel
Buch Harry Gölitzer, Jürgen Rümmel
Kamera Jaroslav Gajda, Ekkehard Grandke Musik Die Omegas
mit Die Omegas

»Die 1962 in Budapest gegründete Gruppe Omega gilt bald als Rockband Nummer 1 in Ungarn. Die Disco-Filmemacher zeigen die Omegas auf Reisen, während ihrer Konzertvorbereitungen und gemeinsam mit ihrem jugendlichen Publikum.« (Progress)

Disco-Film 38: Silly

DDR 1981, 5 Min., 35mm
Buch und Regie Christian Klemke
Kamera Michael Halatsch Musik Silly
mit Silly

»In einer heiteren Interpretation des Titels ›Tanzt keiner Boogie‹ wird durch die Gruppe Silly und ihre Sängerin Tamara Danz das Tanzverhalten von Jugendlichen aufs Korn genommen.« (Progress)

Ein Mädchen von 16 ½

DDR 1957, 97 Min., 35mm
Regie Carl Balhaus
Buch Ilse Czech-Kuckhoff, Carl Balhaus
Kamera Götz Neumann Musik Günter Klück
mit Nana Schwebs, Erika Dunkelmann, Helga Göring, Wolfang Stumpf, Manfred Krug

»Unser berühmtester Kameramann Michael Ballhaus hatte einen Onkel, der um ein Haar auch berühmt geworden wäre. Der Schauspieler Carl Balhaus – er schrieb sich mit einem ›l‹, weil das interessanter aussah – war bis 1933 ein viel beschäftigter Teeniestar und konnte Thomas Mann zu seinen Bewunderern zählen. [...] Er inszenierte ein halbes Dutzend Filme für die DEFA; der interessanteste von ihnen hieß EIN MÄDCHEN VON 16 ½ und war eine Antwort auf die Halbstarkenfilme der kapitalistischen Länder. Die Titelheldin Helga (Nana Schwebs) ist nach dem Tod ihrer Eltern bei einer Tante aufgewachsen, gerät auf die schiefe Bahn, wird aber dann doch von der sozialistischen Gesellschaft aufgefangen.« (Frank Noack, Tagesspiegel)

»Carl Balhaus throws everything he'd learned over the years into this film, from pre-war UFA-style expressionism to Soviet-style socialist realism to generic German Heimatfilm schmaltziness, which keeps it interesting [...].« (Jim Morton, eastgermancinema.com)

Im Vorprogramm:

Eine Nacht wie jede andere

DDR 1957, 16 Min., 35mm
Regie Joachim Hadaschik
Buch Joachim Hadaschik, Harry Hornig
Kamera Günter Weschke Musik Kurt Grottke

»EINE NACHT WIE JEDE ANDERE begleitet den Funkwagen ›Toni 14‹ auf einer nächtlichen Streifenfahrt durch Berlin. Wir erleben die Volkspolizei bei der Festnahme eines Autodiebs, aber auch als Freund und Helfer, der ein schwer krankes Kind schnellstmöglich in die Notaufnahme bringt.« (Zeughauskino)

Der Übergang

DDR 1978, 78 Min., 35mm
Buch und Regie Orlando Lübbert
Kamera Jürgen Brauer Musik Ivan Pequeno
mit Adelaida Arias, Oscar Castro, Hugo Medina, Anibal Reyna, Victor Carvajal

»In den Jahren nach dem faschistischen Putsch in Chile hat es verschiedene filmkünstlerische Vorstöße gegeben, die Ursachen und Folgen dieses Ereignisses zu gestalten. [...] Ich halte den neuesten Film DER ÜBERGANG (Drehbuch und Regie vom Exilchilenen Orlando Lübbert) für den bislang am besten gelungenen Spielfilm dieses Themas. Er versucht keinerlei szenische Rekonstruktion jener schlimmen Septemberereignisse oder ihrer Hintergründe, sondern nutzt sie als Folie, vor der seine Geschichte spielt. Inhalt: Wenige Monate nach dem Putsch versuchen drei Antifaschisten Chiles, darunter ein ehemaliger Abgeordneter, die Flucht durchs Gebirge ins Nachbarland. Die Frage, ob ihnen dies gelingt, ergibt die wesentliche und wahrhaft nicht unerhebliche Spannung des Films.« (Günter Agde, Filmspiegel)

»Bist du in der DDR erst mal durch alle bürokratischen Instanzen, dann sind die gestalterischen Freiheiten sehr groß, größer als im Westen, wo immer irgendein Heini hinter dir steht, auf die Uhr schaut und dich unter Druck setzt mit seinen wirtschaftlichen Zwängen.« (Orlando Lübbert, Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt)

Im Vorprogramm:

Eine chilenische Hochzeit

DDR 1977, 8 Min., 35mm
Regie Rainer Ackermann, Walentin Milanow
Kamera Karl Farber, Eberhard Geick

»Der Kurzdokumentarfilm, der die Fragilität menschlichen Glücks behandelt, erzählt von einer Gruppe Chilenen, die dankbar sind, nach langer Reise und erlebtem Trauma in Konzentrationslagern in Chile in der DDR angekommen zu sein. [...] Auf der Hochzeitsfeier von Alejandra Holzapfel und José Fuica, die in einer kleinen Wohnung in Babelsberg stattfindet, dokumentiert die Kamera in den Gesichtern der chilenischen Gäste in diesem kurzen Moment der Freude auch Besorgnis, Trauer, Skepsis.« (Claudia Sandberg, Filmblatt 21)

Abschiedsdisco

DDR 1989, 91 Min., 35mm
Buch und Regie Rolf Losansky
Literaturvorlage Joachim Nowotny
Kamera Helmut Grewald Musik Reinhard Lakomy
mit Holger Kubisch, Dana Bauer, Susanne Saewert, Horst Schulze, Jaecki Schwarz

»Hier sind schon alle Messen gesungen, die Natur versinkt im großen schwarzen Loch des näherrückenden Tagebaus. Der fünfzehnjährige Henning muss den Unfalltod seiner Freundin Silke verwinden. [...] Er macht sich auf nach Wussina, um den Urgroßvater zu besuchen, den einstigen Dorfschullehrer und Kantor. Unterwegs begegnet er einem heiligen Narren, gespielt von Fritz Marquardt, der Tiere rettet und von der Apokalypse spricht. Das Dorf ist verlassen, eine schwarze Katze entweicht fauchend, geisterhaft lugt eine alte Frau durch eine Scheibe. [...] Und der Film entwickelt sich zu einem kleinen Bruder von Tarkowskis STALKER: ein Ort, an dem Wünsche und Träume wahr werden, und sei es in der Form eines Alptraums, in ihm Sucher und Verlorene ohne Erlösung. [...] Die Kritik empfand 1990 das Spiel des Henningdarstellers als zu hölzern, aber bitte: ein Fünfzehnjähriger im Ausnahmezustand muss eckig, unbeholfen, stumm sein. Auch daraus entwickelt sich der Sog, das Tarkowskihafte, der Zwang zur Reflexion.« (Mario Pschera, neues deutschland)

»Ein knappes Jahrzehnt brauchte der Stoff bei der DEFA, bis er endlich realisiert werden konnte. Die ökologischen wie auch sozialen Auswirkungen des Braunkohletagebaus galten lange als Tabu.« (F.-B. Habel, Das große Lexikon der DEFA-Spielfilme)

Im Vorprogramm:

Rock 'n' Roll

DDR 1987, 20 Min., 35mm
Buch und Regie Jörg Foth
Kamera Thomas Plenert

»Juanita Günther (Judy) and Clemens Balthasar (Dean), two young Berliners, are passionate about Rock 'n' Roll dancing. The film team visits them at their workplaces and accompanies the couple during their dance tour on New Year's Eve. They discuss the history and importance of dance. This documentary [...] gives a glimpse of East German youth culture in the late 1980s.« (DEFA Film Library)