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Star Crash – Sterne im Duell
Originaltitel: Scontri stellari oltre la terza dimensione, Italien/USA 1978, deutsche Fassung, 35mm, 97 Minuten, Regie: Luigi Cozzi, Darsteller: Caroline Munro, Marjoe Gortner, Christopher Plummer, David Hasselhoff
Willkommen im galaktischen Paralleluniversum italienischer Fantasie – dort, wo Lego-Raumschiffe majestätisch durch 70er-Jahre-Discodeko gleiten und „Krieg der Sterne“ nur eine grobe Handlungsempfehlung war. „Star Crash“ ist die Antwort auf die mutige Frage: Was passiert, wenn man „Star Wars“, antike Mythen, Roboterwitze und eine ordentliche Portion Ahnungslosigkeit in einen Mixer wirft?
Die Story ist so vertraut wie unerquicklich: Der finstere Graf Zarth Arn (ja, der heißt wirklich so) will das Universum beherrschen. Der gute Kaiser stellt sich ihm in den Weg – also wird kurzerhand dessen Sohn entführt. Rettung naht in Form der heldenhaften Agentin Stella Star, deren Name ungefähr so subtil ist wie Prinzessin Leia als „Diplomatin“ mit Laserkanone. Begleitet wird sie von einem jungen David Hasselhoff in seinem Filmdebüt, der hier schon übt, möglichst regungslos mit sprechenden Maschinen zu interagieren. Warum Christopher Plummer sich ebenfalls in dieses interstellare Chaos verirrt hat, bleibt eines der großen Rätsel der Filmgeschichte.
Was „Star Crash“ wirklich auszeichnet, sind nicht Handlung oder Dramaturgie, sondern der schamlose Ideenklau bei erheblich aufwendigeren Filmen – so hemmungslos, dass es schon wieder bewundernswert ist. Die Effekte schwanken zwischen Bastelstunde und Albtraum, die Dialoge zwischen unfreiwilliger Komik und tiefer Verzweiflung.
Kurz gesagt: „Star Crash“ ist kein Film, den man gut findet. Es ist ein Film, den man erlebt – idealerweise mit Gleichgesinnten, Gelächter und einem Getränk in Reichweite. Perfekt für die Tuesday Trash Night.