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Krieg der Eispiraten
Originaltitel: The Ice Pirates, US 1984, 94 Minuten, digital, deutsche Fassung
Regie: Stewart Raffill
Darsteller: Robert Urich, Mary Crosby, Anjelica Huston, Ron Perlman
In einer fernen Zukunft ist Wasser das kostbarste Gut der Galaxis – und natürlich fest in der Hand eines größenwahnsinnigen Imperiums. Wer trinken will, der muss die Penunsen rausrücken. Oder rauben! Genau hier kommen die titelgebenden Eispiraten ins Spiel: raubeinige Weltraumfreibeuter, die gefrorene Wasserbrocken aus dem All klauen und sich dabei mit Eunuchen-Soldaten, unfreiwilligen Schönheits-OPs, Raumkrankheiten und den Tücken der Lichtgeschwindigkeit herumschlagen. Klingt absurd? Ist es auch – und genau das macht den Film so unfassbar launig.
Krieg der Eispiraten ist ein Paradebeispiel für amerikanischen Edel-Trash der 80er: eine Science-Fiction-Parodie, die mit breitem Grinsen bei Star Wars, Flash Gordon und dem eigenen Genre wildert. Ursprünglich wohl ernster gedacht, wurde der Film während der turbulenten Entstehung zunehmend zur Komödie – nicht zuletzt durch Budgetkürzungen, Studioeingriffe und die kreative Wiederverwertung vorhandener Kulissen. Regisseur Stewart Raffill reagierte darauf mit Humor und ließ den Film bewusst ins Absurde kippen.
Das Ergebnis ist ein anarchisches Weltraumabenteuer, das heute Kultstatus genießt: charmant, chaotisch und herrlich hemmungslos. Ein Film, der weiß, dass er Quatsch ist – und genau darin seine Stärke findet. Wir feiern ihn im großen Finale der Filmbüchse der Pandora.