Heavy Metal: F.A.K.K. 2

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Kategorie
Filme
Date
Mittwoch, 12. Juni 2024 21:15

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

Heavy Metal: F.A.K.K. 2

Originaltitel: Heavy Metal 2000, Kanada/USA/Deutschland, 88 Min., digital, deutsche Fassung, Regie: Michael Coldewey, Michel Lemire

„Irgendwann in der Zukunft...

Tyler, ein normaler Bergarbeiter, kommt bei der Arbeit mit einem Schlüssel zur sagenumwobenen Quelle der Unsterblichkeit in Berührung. Leider hat dies zur Folge, dass er dadurch SEHR aggressiv und größenwahnsinnig wird. Denn nun düst er mit seinem Kampfkreuzer durchs Weltall, um an die Quelle der Unsterblichkeit zu kommen und er geht dabei rücksichtslos über Leichen. Das bekommen auch die Eltern von der Kampfpilotin Julie zu spüren. Das macht Julie äußerst sauer und sie beschließt die Verfolgung und Tötung des wahnsinnigen Tylers zu ihrer Lebensaufgabe zu machen. So jagt sie ihm quer durchs Weltall nach, auf der Suche nach einer Chance, ihre Eltern zu rächen.“ (Haikos Filmlexikon)

Fast 20 Jahre später fand „Heavy Metal“ noch eine Fortsetzung, bemerkenswerterweise coproduziert mit deutschen Geldern und mit Michael Coldewey als deutschen Regisseur an Bord. Doch die Sex-, Gewalt- und Fantasy-Klischees wirkten nun etwas aus der Zeit gefallen – man könnte tatsächlich fast meinen, der Film sei kurz nach dem Erstling entstanden. Weil es als antiquiert empfunden wurde, fiel das Werk bei Kritik und Publikum durch. Zu Unrecht: „Heavy Metal 2000“ ist ein schön klassisch animiertes Spektakel, dessen fantasievolle Fabulierlust an die besten „Star Wars“-Filme erinnert. Wobei in der „Star Wars“-Reihe freilich nie Sexeinlagen und das Vergießen von literweise Blut möglich waren.

Dass man sich diesmal vollständig an einer gelungenen Comicvorlage (von Kevin Eastman, Simon Bisley and Eric Talbot) orientierte und eine durchgängige Geschichte erzählt, lässt den Film sogar etwas runder wirken als den Vorgänger, In puncto Splatter-Action legte man noch eine deutliche Schippe drauf, weshalb das Sequel im Gegensatz zum ersten Teil ursprünglich erst ab 18 in Deutschland freigegeben wurde. Auch gibt es wieder einen knalligen Rock-Soundtrack auf die Ohren mit im Jahr 2000 angesagteren Bands wie Queens of the Stone Age und Monster Magnet.

 

Zur Ausstellung „Das war Schwermetall“

Vom 25.5. bis 16.6. (Di bis So von 10 bis18 Uhr, Vernissage: 24.5., 19 Uhr).ist im Künstlerhaus die Ausstellung „Das war Schwermetall“ über das legendäre Erwachsenencomic-Magazin (Original: „Métal hurlant“, USA: „Heavy Metal“) zu sehen. Aus diesem Anlass zeigt das KommKino sieben Filme: die beiden lange nicht mehr im Kino zu sehenden offiziellen „Heavy Metal“-Filme und fünf Werke, die den Geist des Magazins verströmen, indem sie Comics/Animation für Erwachsene thematisieren bzw. mit Unterstützung von Künstlern des Magazins entstanden sind.

 
 

Alle Daten

  • Mittwoch, 12. Juni 2024 21:15
  • Samstag, 25. Mai 2024 21:15